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Luftfahrt Der Kampf um das beste Flugtaxi-Konzept

Zahlreiche Forscher und Unternehmen mischen im Flugtaxi-Markt mit. Unter ihnen: Sebastian Thrun. Der Erfinder des Google-Autos ist Chef der US-Flugtaxi-Firma Kitty Hawk.
23.03.2020 - 01:00 Uhr Kommentieren
Der Ex-Google-Forscher glaubt, dass es in spätestens 15 Jahren einen regulären Flugtaxi-Betrieb geben könnte. Quelle: Reuters
Sebastian Thrun

Der Ex-Google-Forscher glaubt, dass es in spätestens 15 Jahren einen regulären Flugtaxi-Betrieb geben könnte.

(Foto: Reuters)

Frankfurt Rund um den Globus gibt es zahllose Projekte, in denen an elektrisch betriebenen Senkrechtstartern gearbeitet wird. Das Branchenmagazin „Electric VOTL News“ schätzte die Zahl vor einiger Zeit auf ansehnliche 200. Darunter befinden sich auch viele prominente Namen von Unternehmern und Unternehmen.

Sebastian Thrun etwa, der einst für Google das Roboterauto betreute, ist mittlerweile Chef der US-Firma Kitty Hawk, die elektrisch betriebene Flugvehikel entwickelt. Wie viele andere will der deutsche Informatiker damit den Verkehr in Metropolen radikal verändern. Er glaubt, dass bis zum regulären Betrieb solcher Flugtaxen noch rund zehn bis 15 Jahre vergehen werden. Das neueste Modell, die Heavyside, hat acht Motoren und soll so ausreichend Reserven haben, falls einer ausfällt.

In China ist die Firma EHang in das Rennen um die beste Lösung für ein fliegendes Taxi eingestiegen. Das Unternehmen hat kürzlich in Norwegen die Genehmigung für einen Langzeittest bekommen. Der elektrische Zweisitzer EHang 216, den die Firma in Österreich fertigt, soll für einen Ölkonzern Offshore-Bohrinseln mit Material und Personal versorgen.

Doch auch deutsche und europäische Unternehmen mischen in diesem Wettstreit der Konzepte mit. Das Karlsruher Start-up Volocopter etwa sieht sich in einer führenden Position. Das Unternehmen, das erst im vergangenen September 50 Millionen Euro einsammeln konnte, stockte vor wenigen Wochen noch einmal um 37 Millionen Euro auf. Zu den Investoren gehörte unter anderem der Deutsche-Bahn-Ableger DB Schenker.

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    Dabei waren außerdem der japanische Versicherer Mitsui Sumitomo Insurance und der kalifornische Risikokapitalgeber Translink – beide als neue Investoren. Bei Volocopter ist zudem Daimler engagiert, dessen früherer CEO Dieter Zetsche sitzt im Beirat des Unternehmens.

    Die neuen Mittel sollen nicht zuletzt in die Zertifizierung des Lufttaxis Volocity fließen. Bereits in vier Jahren will Volocopter die ersten „Taxi-Verbindungen“ in Betrieb nehmen. Gleichzeitig arbeitet die Firma an einer unbemannten Transportdrohne, die einmal 200 Kilogramm Gewicht tragen können soll.

    Auch Airbus bastelt an einem Flugtaxi. In Donauwörth fanden im vergangenen Jahr erste Probeflüge ohne Piloten statt. Airbus hat seinen City-Airbus mit acht Rotoren ausgestattet. Das Gerät soll vier Sitze haben und elektrisch betrieben werden. Noch handelt es sich aber um einen Demonstrator, der maximal 15 Kilometer weit fliegen kann. Zusammen mit dem Vahana, einem Flugtaxi, das Airbus in den USA entwickelt und testet, erhofft sich der Luftfahrtkonzern wichtige Erkenntnisse für den späteren Serienbau eines Flugtaxis.

    Das Ziel: Bei den Olympischen Spielen in Paris im Jahr 2024 sollen Gäste mit einem fliegenden Shuttle zu den Veranstaltungen gebracht werden.

    Der Rivale Boeing arbeitet natürlich ebenfalls an dem Thema. Der US-Konzern hat sich vor einigen Monaten mit Porsche zusammengetan. Der Plan ist die Entwicklung eines zweisitzigen Premiumvehikels für die gehobene Klientel.

    Interessant an dieser Kombination ist: Eine andere VW-Marke – nämlich Audi – arbeitet in dem Bereich mit Airbus zusammen. Noch in diesem Jahr – so zumindest der Plan, bevor Corona ausbrach – soll der Boeing-Demonstrator abheben. Ob es dazu kommen wird, ist ungewiss. Schließlich steckt Boeing auch wegen der zwangsgeparkten 737 Max in der wohl schwersten Krise.

    Mehr: Toyota hat bisher nur Autos und Motoryachten gebaut. Jetzt könnte ein Flugtaxi folgen. Toyota investiert dafür in ein Start-up.

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