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Peinlicher Brief an Witwer Sterben verstößt gegen Paypals Geschäftsbedingungen

Paypal hat einem britischen Witwer in einem Schreiben Folgendes mitgeteilt: Wer stirbt, verstößt gegen 15.4 (c) der Vereinbarung mit Paypal Credit.
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Paypal musste sich für ein unangemessenes Schreiben entschuldigen. (Foto: dpa)
Peinliche Panne

Paypal musste sich für ein unangemessenes Schreiben entschuldigen. (Foto: dpa)

BerlinPaypal hat in einem automatisierten Schreiben erklärt, dass eine Nutzerin mit ihrem Tod gegen die Geschäftsbedingungen verstoße. Das berichtet die BBC unter Berufung auf den Witwer der Verstorbenen. Er hatte sich an den Sender gewandt, um darauf aufmerksam zu machen, wie erschütternd automatisierte Nachrichten sein können.

Lindsay Durdle starb am 31. Mai im Alter von 37 Jahren, nachdem anderthalb Jahre zuvor Brustkrebs diagnostiziert worden war. Howard Durdle informierte den Zahlungsabwickler über den Tod seiner Frau und stellte wie gefordert Kopien des Totenscheins, ihres Testaments und seines Ausweisdokuments zur Verfügung.

In dem Schreiben, das er daraufhin von Paypal erhielt, hieß es, dass seine verstorbene Frau Paypal einen Betrag von 3200 Pfund (3618 Euro) schulde. Wörtlich hieß es in dem Brief: „Sie haben gegen Bedingung 15.4 (c) unserer Vereinbarung mit Paypal Credit verstoßen, da wir eine Mitteilung erhalten haben, dass Sie verstorben sind. Dieser Verstoß kann nicht behoben werden.“

Wie Deutsche im Internet bezahlen
Bezahlen im Internet
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Mit den steigenden Absatzzahlen im Internet haben sich auch die Bezahlungsmethoden vervielfacht. Käufer sind dankbar, wenn sie zwischen verschiedenen Methoden wählen können. Das unabhängige Marktforschungsinstitut Valid Research hat im Auftrag der der Unternehmensberatung EY eine repräsentative Umfrage durchgeführt, um festzustellen, welche Bezahlungsmethode von den Deutschen bevorzugt wird.

(Quelle: ey.com)

7. Platz
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Immerhin sieben Prozent der Befragten gaben an, dass sie per Nachnahme bezahlen. Bei dieser Zahlungsmethode bezahlt der Käufer in der Regel direkt bei dem Paketüberbringer. Häufig auch in bar.

6. Platz
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Auf dem vorletzten Platz der beliebtesten Bezahlungsmethoden der Deutschen im Internet landet mit neun Prozent die Bezahlung per Vorkasse. Der Nachteil hier ist, dass man die Rechnung schon bezahlen muss, bevor man das georderte Produkt erhält. Falls also das Produkt nicht zugestellt werden sollte, kann es bei der Rückbeschaffung des bereits überwiesenen Geldes womöglich zu Problemen kommen.

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Etwas beliebter ist das Bezahlsystem von sofortüberweisung.de. Elf Prozent der Befragten nutzen diese Methode. Ihr Vorteil liegt darin, dass man keine Bankdaten beim Internethändler hinterlegen muss – weniger Risiko für Datenmissbrauch.

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19 Prozent der Befragten gaben zu Protokoll, dass sie per Lastschrift zahlen. Bei dieser Zahlungsart hinterlegt der Käufer seine Bankdaten, sodass der Verkäufer nach dem Kauf die zu zahlende Summe von dessen Bankkonto abziehen kann.

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23 Prozent der Befragten gaben an, dass sie die Kreditkarte als Bezahlungsmethode benutzen.

2. Platz
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Auf dem zweiten Platz landet die Bezahlmethode Rechnung. Vor allem bei Frauen ist die Zahlungsart sehr beliebt, 45 Prozent nutzen diese. Bei den Männern erfreut sie sich nicht so großer Beliebtheit. „Nur“ 36 Prozent gaben an, per Rechnung zu zahlen. Aus diesem Grund landet dieser Vorgang insgesamt bei 40 Prozent.

Inzwischen hat sich Paypal für den Vorfall entschuldigt. Paypal bitte Durdle aufrichtig um Entschuldigung für den nachvollziehbaren Kummer, den der erste Brief verursacht habe.

„Sobald wir von diesem Fehler erfuhren, haben wir uns direkt an Herrn Durdle gewandt, um ihm unsere Unterstützung anzubieten, haben den ausstehenden Betrag erlassen und das Konto seiner Frau wie gewünscht geschlossen“, erklärte das Unternehmen. „Wir werden umgehend unsere internen Prozesse überprüfen, um sicherzustellen, dass sich solch ein Vorfall nicht wiederholt.“

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