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Polestar Erster Elektroauto-Hersteller tritt Importeursverband bei

Elektroautos stehen in Deutschland vor dem Durchbruch. Mit Polestar nimmt der Importeursverband VDIK nun erstmals einen reinen Elektro-Hersteller auf.
19.06.2020 - 07:25 Uhr Kommentieren
Volvo will mit der neuen Elektrotochter vor allem im Premiumbereich angreifen. Quelle: AP
Polestar-Präsentation in Schanghai:

Volvo will mit der neuen Elektrotochter vor allem im Premiumbereich angreifen.

(Foto: AP)

Düsseldorf Die Bedeutung von Elektroautos wächst nicht mehr nur im alltäglichen Straßenverkehr. Auch bei Verbänden und Interessenorganisationen aus der Automobilindustrie spiegelt sich der Wandel bei den Antrieben wider. Beim Verband der Internationalen Kraftfahrzeughersteller (VDIK) wird jetzt das erste Mitglied aufgenommen, das ausschließlich Elektrofahrzeuge produziert: Polestar aus Schweden gehört künftig zu den Mitgliedsunternehmen des Importeursverbands.

Das Angebot am emissionsarmen Autos sei schon länger eine Stärke der internationalen Hersteller, so VDIK-Präsident Reinhard Zirpel. „Mit Polestar als weiterem Mitglied unterstreicht unser Verband dieses Profil aufs Neue“, betonte er. Der VDIK werde sich auch künftig für „optimale Rahmenbedingungen für emissionsarme Mobilität“ einsetzen.

Die internationalen Hersteller sind in Deutschland ernsthafte Konkurrenten für die heimischen Anbieter wie Volkswagen, Daimler und BMW. Die 37 Mitgliedsunternehmen des VDIK kommen in Deutschland auf einen Marktanteil von knapp 40 Prozent. Im vergangenen Jahr haben die Hersteller aus dem Ausland auf dem deutschen Markt etwa 1,4 Millionen Pkw verkauft. Dazu kamen noch etwa 120.000 Nutzfahrzeuge.

Bei Elektrofahrzeugen waren ausländische Hersteller zum Teil schneller als die deutschen Anbieter. Der Zoe von Renault und der Leaf von Nissan gehören schon seit Jahren zum Standardangebot der Branche. Volkswagen bringt mit dem ID.3 erst in wenigen Wochen das erste Modell seiner neuen Generation von Elektrofahrzeugen auf den Markt.

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    Polestar ist der reine Elektroableger des schwedischen Autoherstellers Volvo, der wiederum zum chinesischen Geely-Konzern gehört. Die Skandinavier haben sich dazu entschieden, mit Polestar eine komplett neue Elektromarke zu etablieren. Volvo verspricht sich davon gute Chancen auf dem wachsenden Markt.

    Kein Interesse bei Tesla

    „Mit der Mitgliedschaft im VDIK unterstreichen wir, dass wir mit Polestar in Deutschland Fuß fassen und gemeinsam die Elektromobilität vorantreiben werden“, sagt Alexander Lutz, Geschäftsführer von Polestar in Deutschland. Die Bundesrepublik sei schon jetzt ein bedeutender Markt für neue Elektromodelle. Und die Bedeutung werde in nächster Zeit noch zunehmen – angetrieben von verschärften Emissionsvorgaben der EU und zusätzlichen Fördergeldern der Bundesregierung.

    Zufriedenheit herrscht beim VDIK darüber, dass mit Polestar jetzt der erste reine Hersteller von Elektroautos zu den Mitgliedsunternehmen zählt. Möglicherweise werden in den nächsten Jahren noch weitere Elektro-Anbieter dazukommen.

    Allerdings macht sich der Verband keine große Hoffnungen mehr, dass auch der prominenteste Anbieter aus der Schar der Elektroanbieter beim VDIK andocken könnte: Tesla. Das US-Hersteller hat sich bislang nicht für eine Mitgliedschaft im Verband interessiert und wird das auf absehbare Zeit auch nicht tun.

    Tesla könnte sich allerdings vom nächsten Jahr an für eine Aufnahme in den Verband der Automobilindustrie (VDA) interessieren. Dann nämlich soll im neuen Tesla-Werk in Brandenburg unweit von der Berliner Stadtgrenze die Produktion des neuen SUVs Model Y beginnen.

    Formale Voraussetzung für die Aufnahme in den VDA ist eine Produktion in Deutschland. So sind etwa auch Opel und Ford Mitgliedsunternehmen des deutschen Herstellerverbandes, obwohl die Konzernzentralen beider Autoproduzenten ihren Sitz im Ausland haben.

    Eine Mitgliedschaft im VDA ist allerdings nicht zwingend. Da Tesla als Newcomer in der Autobranche sowieso unkonventionelle Wege geht, wird der US-Hersteller möglicherweise auch auf die Unterstützung durch den VDA verzichten. „Tesla findet auch so ausreichend Gehör bei staatlichen und anderen öffentlichen Stelle“, sagt ein Brancheninsider.

    Mehr: VW will die Software-Probleme rasch lösen – ID.3 kommt im Spätsommer.

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