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Roboterhersteller Kuka korrigiert Prognose für das Geschäftsjahr 2018 nach unten

Kuka passt seine Umsatzprognose nach unten an – und befürchtet neben einer Abkühlung der Konjunktur auch Unsicherheiten in China.
Update: 29.10.2018 - 14:41 Uhr Kommentieren
Das Unternehmen hatte in der Vergangenheit mit rückläufigen Geschäften zu kämpfen gehabt. Quelle: dpa
Kuka-Roboter

Das Unternehmen hatte in der Vergangenheit mit rückläufigen Geschäften zu kämpfen gehabt.

(Foto: dpa)

DüsseldorfDer Roboterhersteller Kuka korrigiert seine Prognose für das laufende Geschäftsjahr nach unten. Das meldete das Unternehmen am Montag kurz vor der Börseneröffnung. Demnach habe der Vorstand beschlossen, die bisherige Prognose für den Umsatz für 2018 von 3,5 Milliarden Euro auf 3,3 Milliarden Euro zu korrigieren.

Auch die operativen Umsatzrendite vor Kaufpreisallokationen und Wachstumsinvestitionen soll statt den bislang prognostizierten 5,5 Prozent nun 4,5 Prozent betragen. Absolute Zahlen zum Gewinn des Unternehmens hat Kuka nicht veröffentlicht. Die Aktie verlor kurz nach Handelsstart fast 8 Prozent an Wert und fiel damit auf den tiefsten Stand seit mehr als drei Jahren. Allerdings konnte sich der Aktienkurs zuletzt wieder erholen und stand gut zwei Prozent im Plus bei 66,10 Euro.

Vor Kuka hatten bereits eine ganze Reihe von Zulieferern und Fahrzeugherstellern aufgrund des schwächelnden chinesischen Automarkts ihre Jahresziele gekappt.

Als Grund für die Anpassung der Zahlen nennt der Augsburger Roboterhersteller die Abkühlung der Konjunktur in der Automobilindustrie und die „Unwägbarkeiten des chinesischen Automatisierungsmarktes“. Sollte sich die nun nach unten korrigierte Prognose bewahrheiten, würde der Umsatz des Augsburger Roboterherstellers im Jahresvergleich zurückgehen. Denn im vergangenen Jahr betrug der Konzernumsatz 3,5 Milliarden Euro.

Zuletzt hatte das zum chinesischen Midea-Konzern gehörende Unternehmen mit rückläufigen Geschäften zu kämpfen. So sank der Wert der Neuaufträge im ersten Halbjahr 2018 sank um 5,8 Prozent auf knapp 1,9 Milliarden Euro.

Vorstandschef Till Reuter will deshalb mehr sparen: „Nach einer langen Wachstumsperiode reagieren wir auf die verschärften konjunkturellen Rahmenbedingungen und legen einen stärkeren Fokus auf unser Effizienzprogramm.“ Ein Abbau von Arbeitsplätzen bleibt aber nach der Vereinbarung mit Midea ausgeschlossen. Innerhalb von zwölf Monaten ging die Mitarbeiterzahl aber um zwei Prozent auf 13.700 zurück.

Positiv allerdings: Kuka scheint eine offensive Investitionsstrategie zu verfolgen. So hat das Unternehmen zumindest im ersten Halbjahr 2018 seine Investitionen von 40 auf 128 Millionen Euro aufgestockt – und damit mehr als verdreifacht.

Reuter möchte mit der Midea-Partnerschaft neue Geschäftsfelder erschließen: "Der Aufbau der Joint Venture mit Midea in China läuft nach Plan, so dass wir hier künftig weiteres Wachstum generieren können." Auch der japanische Kuka-Rivale Fanuc – die Nummer eins der Branche – machte am Montag Abstriche an seiner Prognose, ebenfalls mit Verweis auf den Handelsstreit. Die Nachfrage nach Robotern verlangsame sich offenbar, urteilten die Analysten von Morgan Stanley.

Aktionären dürften die neusten Kuka-Zahlen nicht eben willkommen sein – deuten sie doch auf einen weiter fallenden Kurs hin. Seit Jahresbeginn hat die Aktie rund 50 Prozent an Wert verloren. Derzeit kostet ein Kuka-Anteilsschein etwa 60 Euro. Seit ihrem Handelshoch Ende Oktober 2017 (Schlusskurs 188 Euro) sind es sogar über 60 Prozent.
Mit Agenturmaterial

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