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Sandra Westermann Portal „Superheldin“ will flexible Jobangebote vermitteln

Sandra Westermann hat eine Stellenbörse für familienfreundliche Angebote geschaffen. Aus eigener Erfahrung weiß die Gründerin, wie nötig flexibel gestaltete Jobs sind.
16.11.2020 - 19:18 Uhr Kommentieren
Die Gründerin des Start-ups „Superheldin“ hat eine Jobvermittlung für Mütter aufgebaut. Quelle: Superheldin
Sandra Westermann

Die Gründerin des Start-ups „Superheldin“ hat eine Jobvermittlung für Mütter aufgebaut.

(Foto: Superheldin)

Düsseldorf Mit der Geburt ihres Kindes bekam Sandra Westermann einen Stempel, der sie nicht mehr losließ. „Schwer vermittelbar“ hieß es beim Arbeitsamt, nachdem ihr Chef ihr in der Elternzeit gekündigt hatte. Die Suche nach familienfreundlichen Jobs gestaltete sich mühsam.

Nur durch Zufall fand die Produktionsleiterin eine Anstellung, bei der sie flexibel arbeiten und sich gleichzeitig um ihre Tochter kümmern konnte. „Dann war ich um die Erkenntnis reicher, dass es solche Arbeitgeber tatsächlich gibt“, sagt die 40-Jährige.

Aus der Schwierigkeit heraus, diese zu finden, schuf sich Westermann daraufhin selbst ihren Job. Sie gründete die Plattform „Superheldin“, auf der ausschließlich Stellen ausgeschrieben werden, die familienfreundliche Arbeitsbedingungen versprechen. Mittlerweile hat das Unternehmen 15 Mitarbeiter.

„Die Vereinbarkeit von Beruf und Familie gehören seit Jahren zu den wichtigsten Anforderungen an gute Arbeitgeber“, sagt Tim Weitzel, Inhaber des Lehrstuhls für Informationssysteme in Dienstleistungsbereichen der Uni Bamberg. Die Nachfrage nach Stellen, die es Eltern erlauben, sich um die Kinder zu kümmern, ist groß. Die Möglichkeit, diese zielgerichtet zu finden hingegen ist klein – so Sandra Westermanns Gründerthese.

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    Im Mai 2019 ging ihre Website online. Um Anzeigen schalten zu können, müssen Unternehmen zwischen 390 und 1400 Euro bezahlen. Die Plattform vergibt dann Prozente auf einem „Familienfreundlichkeitsbarometer“ nach Kriterien rund um die Themen Arbeitsmodelle und Betreuung.

    Ab 80 Prozent bekommen Stellenanzeigen als Qualitätssiegel eine kleine Superheldin. Ob die Versprechen in den Anzeigen auch tatsächlich umgesetzt werden, kontrolliert das Portal nicht. „Natürlich können wir als Außenstehende nicht jede Angabe persönlich überprüfen.“, sagt Sandra Westermann.

    Gefragtes Siegel

    Der Mehrwert für Arbeitgeber, auf „Superheldin“ zu inserieren, liegt einerseits in dem gefragten Siegel „familienfreundlich“, andererseits verspricht die Plattform Zugang zur „arbeitserfahrenen Ressource“ Mütter, wie Gründerin Westermann es ausdrückt. „Wir reden viel über Fachkräftemangel und bei arbeitenden Müttern liegt sehr viel ungenutztes Potenzial“, sagt sie.

    Und die Väter? „Momentan haben wir 99,6 Prozent Userinnen“, sagt Westermann. Doch langfristig sollen auch Männer von dem Zugang zu familienfreundlichen Jobs profitieren. Auch Personalexperte Weitzel ist überzeugt: „Familienfreundlichkeit betrifft auch männliche Bewerber“.

    In der Coronakrise mussten beide Elternteile lernen, Kindererziehung und Home-Office miteinander zu vereinbaren. Den Wandel der Arbeitswelt sieht Sandra Westermann als einen Vorteil für ihr Geschäftsmodell: „Man hat gesehen, dass es funktioniert, flexibel zu arbeiten“. Nachdem der Rückgang an Stellenausschreibungen ihr anfangs wirtschaftlich zugesetzt hatte, finden jetzt auch viele neue Kunden zum Portal. „Unser Marketing in Richtung Flexibilität hat funktioniert“, sagt die Gründerin.

    Trotzdem hat Corona ihre Planungen insgesamt durcheinandergebracht: „Wir wollten eigentlich schon in diesem Jahr profitabel sein -jetzt planen wir mit Anfang nächsten Jahres“. Aus ihren eigenen Erfahrungen hat Sandra Westermann ein Versprechen gemacht. Mütter, die auf ihrem Portal suchen, sollen einen anderen Stempel bekommen: „leicht vermittelbar“.

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