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Techbranche New York ist die Hauptstadt der künstlichen Intelligenz

Big Apple ist das Zentrum für KI und maschinelles Lernen. Doch die Spezialisten sind rar und können einen hohen Preis für ihre Fähigkeiten verlangen.
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New York weist mit mehr als elf Prozent der nationalen Stellenanzeigen den höchsten Prozentsatz an Jobangeboten im Bereich KI und maschinellem Lernen in einem einzigen Großraum auf. Quelle: Moment/Getty Images
Blick über Manhattan

New York weist mit mehr als elf Prozent der nationalen Stellenanzeigen den höchsten Prozentsatz an Jobangeboten im Bereich KI und maschinellem Lernen in einem einzigen Großraum auf.

(Foto: Moment/Getty Images)

New YorkVom Silicon Valley bis zur Wall Street steigt die Nachfrage nach hochqualifizierten Arbeitskräften für künstliche Intelligenz (KI) und maschinelles Lernen. Wer nach Angestellten mit solchen Fähigkeiten Ausschau hält, sollte laut einem Bericht der globalen Jobbörse Indeed seinen Blick auf die Ostküste der USA richten.

Überraschenderweise weist New York – nicht das Technologie-Mekka San Francisco – mit mehr als elf Prozent der Stellenanzeigen den höchsten Prozentsatz an Jobangeboten im Bereich KI und maschinellem Lernen in einem einzigen US-Großraum auf. Das begrenzte Angebot an Talenten hat aussichtsreichen Kandidaten ermöglicht, einen hohen Preis für ihre Fähigkeiten zu verlangen.

Die Anzahl der Stellenanzeigen mit den Begriffen „künstliche Intelligenz“ oder „maschinelles Lernen“ hat sich seit 2015 verdoppelt, und die Sucheinträge für Positionen in diesen Bereichen sind in den letzten drei Jahren um 182 Prozent gestiegen.

Potenzielle Mitarbeiter interessieren sich zwar immer mehr für diese Sparten, aber mehr Jobsuchen bedeuten nicht unbedingt mehr qualifizierte Bewerber. Denn die Branchen haben Probleme, ausreichend Kandidaten zu finden. Auf öffentlichen Plattformen wie Indeed werden lukrative Gehälter angeboten, doch diese sehen blass aus im Vergleich zu den topbezahlten Jobs, die direkt oder über Headhunter besetzt werden. Dann können die Jobs auch hohe Boni und Aktienoptionen beinhalten.

„Da die KI-Entwicklung und -Anwendung branchenübergreifend zunimmt, wird es wahrscheinlich mehr Wettbewerb um diese Talente geben“, sagt Raj Mukherjee, Senior Vice President Produkte bei Indeed. „Das könnte Grund zur Sorge für Arbeitgeber sein, die nach Mitarbeitern mit KI-Kenntnissen suchen, da diese Arbeitsplätze hochqualifizierte Arbeitskräfte mit Erfahrung in der Verarbeitung natürlicher Sprache, maschinellem Lernen und Datenwissenschaft erfordern.“

Technologiefirmen bieten die höchsten Gehälter

Laut einem aktuellen Bericht des Bewertungsportals Glassdoor hat der Technologiesektor in den letzten vier Jahren die am höchsten bezahlten Jobs in den USA geboten. Unternehmen wie Apple, Amazon, Alphabet, Facebook und Uber zahlen schon seit langem exzellente Gehälter an Kandidaten mit hohen Fähigkeiten im maschinellen Lernen.

Diese Konzerne können den Kandidaten Gehälter und Aktienoptionen anbieten, die laut „Bloomberg Businessweek“ 300.000 Dollar übersteigen. Jetzt locken aber auch andere Branchen wie Finanzen und Gesundheitswesen mit saftigen Vergütungspaketen, um ebenfalls KI-Talente anzuziehen. Unternehmen zahlen in der Regel sechsstellige Gehälter, um Arbeitskräfte aus dem begrenzten Pool qualifizierter Kandidaten zu gewinnen.

Laut dem Indeed-Bericht kamen in diesem Jahr Analytik-Direktoren auf die höchste durchschnittliche Bezahlung im Bereich KI und maschinelles Lernen mit 140.837 Dollar.

Öffentlich ausgeschriebene Stellen für leitende Wissenschaftler, Ingenieure für maschinelles Lernen, Computer-Vision-Ingenieure und Datenwissenschaftler hatten ebenfalls sehr konkurrenzfähige Gehälter, wobei der niedrigste Durchschnittslohn weit über 130.000 Dollar lag. Diese Arbeitsplätze bieten aber bis zu 30.000 Dollar zusätzlich, wenn sie sich in New York oder im Silicon Valley befinden.

Indeed hat nach eigenen Angaben Millionen von öffentlichen Stellenanzeigen in den USA von Juni 2015 bis Juni 2018 analysiert. Der Bericht hat Stellenbezeichnungen ermittelt, bei denen mehr als 20 Prozent der Online-Postings „künstliche Intelligenz“ oder „maschinelles Lernen“ in der Beschreibung aufführten und leitete Informationen über Gehalt und Standort ab. Die Berechnungen berücksichtigen allerdings keine Mitarbeiterboni, Aktienoptionen oder Provisionen, die das Jahreseinkommen deutlich erhöhen können.

„Die Industrie muss kreativ sein, um das Ungleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage zu lösen. Ein Weg, dies zu tun, besteht darin, Arbeitssuchende mit nicht-traditionellem Hintergrund zu umwerben oder sie bei der Arbeit auszubilden“, sagt Mukherjee. „Da Unternehmen weiterhin KI-Lösungen übernehmen oder hausinterne Fähigkeiten entwickeln, ist es wahrscheinlich, dass die Nachfrage der Arbeitgeber nach diesen Kompetenzen weiter steigen wird.“

  • Bloomberg
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