Augmented Reality in der Logistik James Bond in der Lagerhalle

Augmented Reality wird zum Effizienztreiber der Logistik. Datenbrillen und Spezialdisplays beschleunigen die Orientierung der Arbeiter – und tilgen Fehler. Was wie Science Fiction klingt, steht kurz vor der Marktreife.
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So kann ein Wearable aussehen: Die Datenbrille M100 von Vuzix. Quelle: pr

So kann ein Wearable aussehen: Die Datenbrille M100 von Vuzix.

(Foto: pr)

KölnJames-Bond-Flair weht durch die schwäbische Lagerhalle – im Imagefilm des Softwarekonzerns SAP. Agentengleich setzt sich ein Lagerarbeiter die dunkle, futuristische Brille auf. Im Bügel ist ein kleiner Lautsprecher verbaut. Am rechten Rand des Sichtfelds erscheint das Wort „Welcome“, parallel begrüßt eine freundliche Frauenstimme den Kommissionierer und nennt ihm die Uhrzeit: 6.47 Uhr. Showdown im Morgengrauen beim Neckarsulmer IT-Distributors Bechtle. Kommission 007.

Kaum sitzt der Mann auf seinem Hubwagen, meldet sich die Brille wieder: Es gibt einen Auftrag für den Kunden 351, eine Lieferung aus 22 Paketen soll zusammengestellt werden.

„Confirmed“, sagt der Lagerarbeiter cool. Die Brille navigiert ihn mit eingeblendeten bunten Pfeilen zum richtigen Regal, ein farbiges Viereck im Sichtfeld signalisiert das Fach: Treffer. Der Kommissionierer greift rein, nimmt ein Paket und fixiert mit seinem Blick den Barcode, die Brille scannt. Geschafft. Auf zur nächsten Mission.

„Das Video ist zwar nachgestellt“, gibt Uwe Pfisterer, Projektmanager für den Bereich Augmented Reality und Wearables bei SAP, unumwunden zu. Aber: „Alles, was man dort sieht, ist technisch schon möglich.“ Mehr noch: Das Video ist ein realistischer Blick in die Zukunft der Warenwirtschaft.

Nicht nur aus Sicht der beteiligten Projektpartner SAP, Bechtle und Datenbrillenhersteller Vuzix. Nach Überzeugung vieler Experten wird so oder so ähnlich schon bald der Arbeitsalltag in Lagerhallen aussehen, bei Versandhändlern und an vielen anderen Gliedern der Logistikwertschöpfungskette: vollkommen digital.

Smarte Helfer für Garten und Balkon
iGrill mini
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Etwas für absolute Grill-Spezialisten ist das iGrill-Bratenthermometer. Der Sensor steckt im Fleisch, via Bluetooth überträgt er die Temperatur-Daten aufs Mobiltelefon. Bis zu 45 Meter kann man sich dann wegbewegen, ohne die Kontrolle über Steaks und Rippchen zu verlieren.

Netatmo Wetterstation
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Die Wetterstation von Netatmo hat sowohl einen Sensor für Außen, als auch einen für Innen. So werden Außentemperatur, Luftfeuchtigkeit, Luftqualität und Luftdruck vor der Haustür gemessen. T-Shirt oder Jacke, Auto oder Fahrrad? Ein Blick auf das Smartphone sollte für die Antwort reichen - die gesammelten Daten können mit iPhone, Android und Windows Phone abgerufen werden. Der Innensensor misst unterdessen den CO2-Gehalt im Haus und schickt eine Meldung, wenn man mal wieder lüften sollte.

Netatmo-Regenmesser
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Passend zur Wetterstation bietet Netatmo einen Regenmesser als Zusatzmodul an. Sobald es anfängt zu regnen, schickt er eine Meldung auf's Smartphone. Gleichzeitig misst das Instrument die Niederschlagsmenge - Sie können dann ausrechnen, wie viel Wasser Sie noch zugießen müssen.

NABU-Vogelführer als App
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Tirili, kiwitt kiwitt, Amsel, Drossel, Fink oder Star? Die App vom Naturschutzbund NABU weiß Bescheid, was da so alles im Garten zwitschert, hüpft und flattert. Und das kostenlos.

Luminaid-Leuchte
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Plötzlicher Platzregen macht dieser solarbetriebenen aufblasbaren LED-Leuchte nichts aus. Sogar ein Bad im Pool übersteht sie unbeschadet, sie ist bis zu einem Meter Tiefe wasserfest und schwimmt. Bei niedriger Lichtintensität leuchtet das kleine Kissen 14 bis 16 Stunden lang. Am Tag lädt es sich dann wieder mit Solarenergie auf.

Grillbot
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Eine weitere unangenehme Tätigkeit wird von einem elektronischen Helferlein übernommen: Das Reinigen des Grillrostes mit seinen angebackenen Fett-Resten. Der Grillbot kann auf den heißen oder kalten Rost gesetzt werden und fängt sofort an zu schrubben. Seine Drahtbürsten sind spülmaschinenfest.

Eco Extreme
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Dieser wasserdichte batteriebetriebene Lautsprecher ist gleichzeitig eine Tasche, in die man empfindliche Geräte einschließen kann. Er ist etwa 20 Zentimeter hoch und 12 Zentimeter breit und wiegt gute 400 Gramm. Per Klinkenstecker lässt sich der Kleine mit dem Smartphone verbinden. Kundenrezensionen bei Amazon monieren jedoch, er bringe nicht genug Lautstärke.

Augmented Reality ist für die Industrie ein Hype-Thema. Nicht nur in der Logistik verändern jene Technologien, die per Datenbrillen, Smartwatches oder über digitale Armbänder die sichtbare Realität um Informationen ergänzen, unsere Art zu wirtschaften. Einnahmen, die aus solchen Augmented-Reality-Anwendungen entstehen können, schätzt die auf die Mobilbranche spezialisierte amerikanische Beratungsagentur X-Cube-Labs für das Jahr 2017 auf mehr auf rund 5,2 Milliarden US-Dollar – im Jahr 2012 betrug der Wert null. In die Kalkulation sind dabei nur mobile Augmented-Reality-Anwendungen eingeflossen, also solche, die mit Geräten wie Smartphones oder Tablets genutzt werden können. Über die gesamte Bandbreite wird der Wert also deutlich höher liegen.

Google-Brille hat breite Masse noch nicht erreicht
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