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Autonome Autos Ein feinfühliger Chauffeur namens Computer

Autonom fahrende Autos sollen den Straßenverkehr sicherer machen – ob von Google oder Daimler. Jetzt mischen auch die Chinesen mit. Was die Unternehmen versprechen und welche Probleme sie noch lösen müssen.
29.07.2014 - 14:27 Uhr 1 Kommentar
Laser-Auge, sei wachsam: Dank Sensoren können Autos heute autonom fahren. Auch der chinesische Internet-Riese Baidu plant so ein Projekt. Quelle: ap

Laser-Auge, sei wachsam: Dank Sensoren können Autos heute autonom fahren. Auch der chinesische Internet-Riese Baidu plant so ein Projekt.

(Foto: ap)

Düsseldorf Im Westen gilt Baidu als das Google Chinas. Da überrascht es nicht, dass der Internet-Konzern aus dem Fernen Osten auch einem Prestigeprojekt des Suchmaschinen-Riesen aus dem Westen der USA nacheifert: Baidu arbeitet jetzt auch an autonom fahrenden Autos. Diese sollen allerdings – anders als bei Google  – weiterhin mit einem Lenkrad ausgestattet sein.

„Ein Auto sollte den Fahrer in der Zukunft nicht komplett ersetzen, sondern ihm Freiheit geben“, sagte der Baidu-Manager Kai Yu dem US-Blog The Next Web. Es soll im Baidu-Fahrzeug jederzeit möglich sein, wieder die Kontrolle zu übernehmen. „Das ist so, als ob man auf einem Pferd reitet, anstatt in ein Auto zu steigen und auf einen Knopf zu drücken“, erklärt der Manager, der in der Konzernsparte fürs Maschinenlernen eine führende Rolle einnimmt.

Der chinesische Konzern steht noch am Anfang der Entwicklung, erst im kommenden Jahr sollen überhaupt erste Prototypen gefertigt werden. Dennoch steht das Projekt für einen Trend: Immer mehr Unternehmen wollen das Automobil autonom machen, sie wollen dafür sorgen, dass es dem Fahrer auf der ganzen Strecke oder zumindest manchmal das Steuer abnimmt. Wer was macht und mit welchen Absichten – ein Überblick.

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    Wenn die Elektronik zur Pause ruft: Fahrercheck per Assistenzsystem
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    Müdigkeitswarner

    Sekundenschlaf am Steuer kann tödlich enden. Um den Autofahrer davor zu bewahren, entwickelte Mercedes-Benz den „Attention Assist“, der teilweise bereits zur Serienausstattung gehört. Das System erstellt zu Fahrtbeginn durch das Erkennen des Lenkverhaltens in verschiedenen Situationen ein Fahrerprofil, das im Fahrtverlauf ständig als Vergleichsmuster dient. Gemessen wird mit einem Sensor, der permanent die Lenkbewegungen und die Lenkgeschwindigkeit beobachtet. Gewarnt wird der Fahrer gleichzeitig durch ein akustisches Warnsignal und eine Displayanzeige.

    Im Bild das System bei einer Testfahrt.

    (Foto: gms)
    SpurhalteassistentTRG
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    Spurhalteassistent

    Der Spurhalteassistent erfasst durch eine Kamera, falls der Fahrer ohne zu blinken seine Spur zu verlassen droht und seine Lenkbewegung nicht auf einen Spurwechsel hindeutet. Durch einen Piepston oder das Vibrieren von Sitz oder Lenkrad wird der Fahrer darauf hingewiesen, dass er kurz davor ist, die Fahrbahnmarkierung zu überfahren. Ein solches System bietet unter anderem Volkswagen mit seinem „Lane Assist“ an, der im Falle des Passat CC gegebenenfalls sogar weich gegenlenkt.

    Der ADAC weist allerdings darauf hin, dass solche Systeme nur verlässlich funktionieren können. wenn die Straßen ordentlich liniert sind. Auf Kreis- und Landstraßen ist das in vielen Gemeinden aber leider nicht der Fall.

    (Foto: PR)
    Totwinkelwarner allg
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    Totwinkelwarner

    Sobald der Fahrer mittels Blinker beabsichtigt die Spur zu wechseln, schaltet sich der Totwinkel-Assistent ein, der den Fahrer durch Vibration vor sich nähernden Fahrzeugen auf der benachbarten Spur warnt. Ermittelt werden die Daten entweder durch Radarsensoren, Kameras oder Laserscanner. Eingeführt wurde das System von Volvo, mittlerweile bietet unter anderem Mercedes die Warnfunktion an. Hier wird ein rotes Warndreieck im betreffenden Außenspiegel angezeigt und zusätzlich nach Bedarf ein akustisches Warnzeichen eingesetzt.  

    (Foto: PR)
    Verkehrszeichenerkennung VW Sign Assist
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    Verkehrszeichenerkennung

    Ähnlich wie der Spurhalteassistent funktioniert die Erkennung von Verkehrszeichen. Auch hier wird eine Kamera genutzt, die mittels Bilderkennung Verkehrszeichen identifiziert und diese auf dem Bildschirm oder dem Head-up-Display (hier werden die Informationen im Sichtfeld des Fahrers projiziert) anzeigt. Teilweise ist die Verkehrszeichenerkennung mit der Geschwindigkeitskontrolle verknüpft. Neben Geschwindigkeitsbeschränkungshinweisen erkennen die neueren Systeme wie „Connected Drive“ von BMW auch Überholverbote oder nur in bestimmten Fällen gültige Tempobeschränkungen.

    (Foto: PR)
    huGO-BildID: 6949414 Einparkassistenz-Systeme von Bosch: Fernziel vollautomatisches Parken, Fahrerassistenz, Fahrerassistenzsystem
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    Einparkautomatik

    Wer sich beim Einparken auch mit herkömmlichen Piepswarnern nicht wohlfühlt, dem hilft die Einparkautomatik weiter. Wird sie eingeschaltet und der Blinker in die entsprechende Richtung gesetzt, wird bei einer Geschwindigkeit von maximal 40 km/h durch eine Kamera eine ausreichend große Lücke gesucht. Ist diese erst gefunden, wird der Fahrer mittels Display angewiesen, wobei dieser meist nur noch Gas geben muss, während das System automatisch lenkt. So ist es auch bei dem „Park Assist“ von Volkswagen der Fall. Der Lenkassistent funktioniert sowohl bei Längs, als auch bei Querparklücken.

    (Foto: Bosch)
    „Pre-Safe“-System
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    Unfallfolgen-Milderung

    Das „Pre-Safe“-System warnt den Fahrer vor einem drohenden Unfall. Reagiert der Fahrer nicht auf optische und akustische Signale, nimmt das System außerdem eine Teilbremsung bis hin zur Vollbremsung vor, um die Schwere des Aufpralls wenigstens zu reduzieren. Hierbei arbeitet „Pre Safe“ mit dem Bremsassistenten zusammen. Die Unfallgefahr erkennt das System durch spezielle Radarsensoren. Nachfolgende Autos werden durch schnelles Blinken gewarnt.

    (Foto: PR)
    Head-up-Display BMW
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    Head-up-Display

    Das „Head-up-Display“ wie unter anderem BMW es anbietet, projiziert die für den Fahrer wichtigen Daten mittels LED-Lichtquelle auf die Windschutzscheibe. So muss der Fahrzeugführer nicht den Blick von der Fahrbahn abwenden um Informationen wie seine eigene Geschwindigkeit abzurufen.

    (Foto: PR)

    Autonom oder mit Assistent?

    Dass Internet-Konzerne wie Google und Baidu in derartige Projekte investieren, hat mit der technischen Entwicklung der vergangenen Jahre zu tun: Das Auto wird zum Computer auf vier Rädern, ausgestattet mit Prozessoren, Sensoren und Funktechnik. Mit der richtigen Software wird es zum Roboter, der seine Umgebung beobachtet, die richtige Route zum Ziel berechnet und auf dem Weg anderen Autos oder Fußgängern ausweicht.

    Hier können die Technologiekonzerne ihre Stärke ausspielen. Denn um in jeder Sekunde und bei hoher Geschwindigkeit die richtige Entscheidung treffen zu können, müssen die Roboterautos riesige Datenmengen auswerten und dann blitzschnell Entscheidungen treffen: Wo genau ist das Fahrzeug jetzt, wo wird es in zwei Sekunden sein? Welche Autos sind in der Umgebung, und sind sie auf Kollisionskurs? Kommt ein Stopp-Schild oder ein Kreisverkehr? Und kommt da gerade ein Fahrradfahrer auf die Straße geschossen?

    Das Versprechen lautet: Mehr Sicherheit im Straßenverkehr. Der Computer sei ein feinfühligerer Fahrer, sagte etwa Chris Urmson, der bei Google das Projekt fürs autonome Fahren leitet. So beschleunigten und bremsten sie weniger scharf als menschliche Fahrer. Zudem hielten sie zuverlässiger den Sicherheitsabstand zum Vordermann ein. Eine Flotte von Google-Testfahrzeugen hat schon mehrere hunderttausend Kilometer auf den Straßen des US-Staats Nevada zurückgelegt.

    Auch Baidu will die Sicherheit erhöhen – gerade in China, wo es in Großstädten wie Beijing und Shanghai täglich zum Superstau kommt, könnte ein Assistent wertvolle Dienste leisten. Bislang sammelte das Unternehmen allerdings nur auf dem eigenen Campus Erfahrungen.

    Auch wenn beide Unternehmen auf die Robotersteuerung setzen, besteht ein großer Unterschied: Baidu will einen Assistenten entwickeln, der gelegentlich eingreift; Google will den Fahrer überflüssig machen und träumt von einer Zukunft mit Robotertaxis.

    Daimlers Assistenten werden intelligenter
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    1 Kommentar zu "Autonome Autos: Ein feinfühliger Chauffeur namens Computer"

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    • Prima, ein neues Betätigungsfeld für Viren, Trojaner und sonstige Nettigkeiten wird da offeriert. Ohne Anti-Viren-Schutzprogramme wird dann selbst das Autofahren zum Russischen-Roulette. Wenigstens kann man dann während der Fahrt sorglos auf Fratzenbuch die Erlebnisse der Fahrt posten.

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