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Chip-Implantate Wie aus Schweden Cyborgs werden

Schwedische Bio-Hacker haben einen implantierbaren Chip entwickelt, der Türen öffnet und Büromaschinen steuert. In einem Bürokomplex in Stockholm ist die Cyborg-Vision schon Realität – was nicht nur Zustimmung findet.
17.03.2015 - 13:36 Uhr 1 Kommentar
Der US-Amerikaner Tim Cannon trägt seit dem Frühjahr 2011 einen Magneten im Finger. Schwedische Bio-Hacker wollen einen Schritt weiter gehen. Quelle: dpa
Angewandte Cyborg-Technologie

Der US-Amerikaner Tim Cannon trägt seit dem Frühjahr 2011 einen Magneten im Finger. Schwedische Bio-Hacker wollen einen Schritt weiter gehen.

(Foto: dpa)

Stockholm Das geht unter die Haut: Ein Chip, klein wie ein Reiskorn, eingepflanzt zwischen Daumen und Zeigefinger – damit lassen sich buchstäblich Türen öffnen. Oder eine kurze Handbewegung in Richtung der Kasse, und der Einkauf ist bezahlt. Science Fiction? Nein. Zumindest nicht nach Meinung von Hannes Sjöblad.

Sjöblad, ist Gründer der schwedischen Bio-Hacker-Gruppe Bionyfiken. Bio-Hacker oder auch Cyborgs – das sind Menschen, die Technik und Körper vereinen, die mit dem menschlichen Körper experimentieren wollen. Und was bei Haustieren in Schweden seit Jahrzehnten, in Deutschland ebenfalls seit einigen Jahren üblich ist, das muss doch auch beim Menschen funktionieren, dachte er sich.

„Ich habe diverse Aktivitätsarmbänder ausprobiert und finde, dass sie nicht sehr gut sind. Die Technik soll ja das Leben der Menschen vereinfachen, nicht umgekehrt. Wenn jetzt Sensoren und Chips immer kleiner und billiger werden, ist das die bessere Lösung“, sagte Sjöblad vor kurzem der Zeitung „Dagens Nyheter“. Sein Traum: Eine Gesellschaft ohne Schlüssel, Kreditkarte und Pincodes.

Bionyfiken hat einen winzigen Chip entwickelt, gerade einmal zweimal zwölf Millimeter groß, der unter die Haut gesetzt wird. Ein kleiner, wenn auch – den Gesichtern der wagemutigen Patienten nach zu urteilen – recht schmerzhafter Eingriff, und die Mensch-Maschine-Kombinaton ist aktiviert.

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    Rund 1700 Kronen, etwa 185 Euro, kostet der Eingriff, Chip inklusive. Viel Geld, wenn man bedenkt, dass der Nutzen bislang äußerst begrenzt ist. Gerade einmal ein Vorzeige-Bürogebäude, das „Epicenter“, und einige wenige andere Geschäfte kommunizieren mit dem implantierten Chip. Doch die Bionyfiken-Enthusiasten wollen gerade mit dem „Epicenter“ zeigen, dass die Zukunft schon bald ganz nah sein wird.

    Die Türen zu dem hypermodernen Bürokomplex lassen sich mit dem Chip unter der Haut bereits jetzt öffnen, der Kopierer reagiert ebenfalls schon auf eine kurze Handbewegung, die Kantine rüstet gerade um. Und demnächst, so hofft Sjöblad, lassen sich mit der neuen Technik nicht nur Einkäufe tätigen, sondern eigentlich alles, wozu man bislang extra Chipkarten oder Pincodes benötigt.

    Die Technik ist eigentlich nicht neu. Bei Haustieren werden die Chips hinter dem Ohr eingesetzt und enthalten Daten über Identität des Tieres, Impfungen und Behandlungstermine des Tierarztes. Ohne einen solchen Chip dürfen Haustiere beispielsweise gar nicht nach Schweden mitgenommen werden.

    Das Auslesen der Daten geschieht mit der sogenannten Near Field Communication (NFC), die drahtlos über ganz kurze Entfernungen geschieht. NFC-Chips sitzen heute bereits in vielen Smartphones der neuesten Generation. Sie sollen das Bezahlen im Supermarkt ermöglichen. In Schweden haben bereits einige Handelsketten die Kassen mit NFC-Geräten ausgerüstet: Der Kunde hält nur sein Handy an das Gerät und der zu zahlende Betrag wird vom Konto abgebucht.

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    1 Kommentar zu "Chip-Implantate: Wie aus Schweden Cyborgs werden"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • Ein Smartphone kann man zu Hause lassen, einen Chip nicht.

      Schweden ist eine Art trojanisches Pferd in der EU für alle Entwichlungen , die endgültig die Freiheitsrechte der Bürger abschaffen sollen.

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