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Führungswechsel bei Cisco Warten auf die nächste Revolution

Nach 20 Jahren an der Spitze tritt John Chambers als Chef von Cisco zurück. Er hinterlässt seinem Nachfolger ein Unternehmen im Strukturwandel. Sein Nachfolger will mit dem „Internet der Dinge“ an alte Erfolge anknüpfen.
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Chuck Robbins wird am 27. Juli seinen Posten als Cisco-Vorstandschef antreten. Quelle: ap
Nachfolger von John Chambers

Chuck Robbins wird am 27. Juli seinen Posten als Cisco-Vorstandschef antreten.

(Foto: ap)

San Francisco Es waren die wilden Jahre: Anfang 2000, kurz bevor die dot.com-Blase geplatzt ist, war Cisco 555 Milliarden Dollar wert und damit wertvoller als Microsoft, die Nummer zwei der Welt damals, und General Electric, drittwertvollstes Unternehmen. Der Aktienkurs lag bei 80 Dollar und John Chambers war einer der wichtigsten Männer des Silicon Valley. Er hatte das 1984 gegründete Unternehmen an der wichtigsten Schnittstelle der digitalen Revolution installiert.

Switches und Router sind das Rückgrat des Internets und lange entschieden fast ausschließlich Produkte von Cisco aus San Jose auf aller Welt, wie Daten durch das Web geleitet und in Unternehmensnetzen verteilt wurden. Doch dann kam 2001 der totale Absturz und bis heute hat der Aktienkurs nur einmal kurz die 30-Dollar-Schwelle überschreiten können.

Aktuell liegt er bei 29,17 Dollar und der Börsenwert bei 148 Milliarden Dollar. Am 13. Mai wird Cisco die Zahlen für das dritte Quartal des Geschäftsjahres bekanntgeben und niemand rechnet mit überraschenden Sprüngen wie bei Apple oder Facebook etwa. Cisco selbst geht von einem Umsatzplus zwischen drei und fünf Prozent aus. Der Star hat seinen Glanz verloren.

Doch die wilden Jahre werden wiederkommen, prophezeit Chambers Nachfolger im Analystengespräch am Montag. „Die Digitalisierung wird, ermöglicht durch das „Internet of Everything“, fünf- bis zehnmal so groß sein wie das, was wir in der Vergangenheit gesehen haben“, malt er die Zukunftsaussichten der Netzwerkindustrie in rosigen Farben. Er setzt auf die nächste Revolution: „Wir sind dafür gut aufgestellt und unsere Kunden erwarten von uns, dass wir ihnen dabei helfen das umzusetzen.“

Damit schürt er Hoffnungen der Aktionäre, Cisco werde zurückkehren zu zweistelligen Wachstumsraten wie im vergangenen Jahrzehnt. Der Weg dahin wird hart werden: Im gerade abgelaufenen zweiten Quartal des Finanzjahres 2015 lag das Umsatzwachstum gerade mal bei sieben Prozent. Wieder steigende Gewinne werden über Kostensenkungen realisiert. Jedes der vergangenen vier Jahre hat Entlassungswellen gesehen.

Robbins, ein Ziehkind von Chambers
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