Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke
Data & Analytics

Industrie 4.0 Die Angst des Mittelstands vor der Digitalisierung

Seite 2 von 2:
Was machen die digitalen Trendsetter anders?
So funktioniert die intelligente Fabrik
_DSC0026
1 von 9

Blick in die Zukunft: Am Forschungsinstitut CIIT erproben Wissenschaft und Wirtschaft, wie ein intelligentes Montagesystem aussehen könnte. Eine Fabrik braucht es dafür nicht – die Anlage würde in den Keller passen.

(Foto: )
_DSC0058
2 von 9

Zusammengebaut von einem Roboter: Das Forschungsprojekt soll zeigen, welche Chancen die Vernetzung von Industrie und IT bietet. Als Demonstrationsobjekt dient dieser Eisbär aus Lego-Steinen.

(Foto: )
HMI2014_WebFrontend2
3 von 9

Bevor die Produktion beginnt, bestellt der Kunde an seinem Tablet-Computer ein Spielzeug. In der App wählt er das Modell aus und bestimmt die Beschriftung auf der Seite. Also: Ein weißer Eisbär, den das Wort „Handelsblatt“ ziert.

(Foto: )
_DSC0028
4 von 9

Gefährt mit Gedächtnis: Auf diesen Halterungen, im Fachjargon Werkstückträger genannt, werden die Produkte durch die Anlage transportiert. Ein eingebauter Funkchip speichert alle Informationen, die Roboterarme oder Laser für ihre Arbeit wissen müssen.

(Foto: )
_DSC0039
5 von 9

Der Roboter liest den Funkchip aus und baut nach dieser Vorgabe los. Die nötigen Lego-Steine greift er sich mit seinem Arm aus den Regalfächern oben rechts. Den Aufsatz haben die Forscher mit einem 3D-Drucker passgenau hergestellt.

(Foto: )
_DSC0035
6 von 9

Für jedes Produkt gibt es eine eigene Halterung – hier puzzelt der Roboter Füße und Körper des Eisbären. Wenn er fertig ist, setzt er die Steine auf den Werkstückträger. Allerdings fehlen noch einige Details...

(Foto: )
_DSC0061
7 von 9

Hilfe für den Monteur: Die Maschinen können dem Menschen viel Arbeit abnehmen, doch für bestimmte Aufgaben eignen sich die Roboterarme nicht. In der Lemgoer Modellfabrik werden Augen und Nase des Eisbären von Hand befestigt. Doch die Technik hilft auch hier: Im Display einer Virtual-Reality-Brille sieht der Mitarbeiter, in welchem Fach das richtige Teil liegt und wo er es anbringen muss.

(Foto: )

„Der Einzug der digitalen Technologien bietet große Chancen, die Komplexität ist aber auch eine gewaltige Managementaufgabe“, konstatiert Mittelstandsexperte Beumer. „Unternehmen sind traditionell gut bei der inkrementen Erneuerung, sie sind schlecht bei disruptiven Innovationen – wie aktuell der Digitalisierung“, sagt Rüdiger Kabst, BWL-Professor der Universität Paderborn. Dazu brauche es mehr Unternehmergeist, mehr Geschwindigkeit, mehr Mut zu Fehlern.

Was machen die digitalen Trendsetter anders? Sie warten nicht ab, sondern starten öfter als andere Mittelständler Pilotprojekte, um sich in engen Märkten einen Vorsprung zu verschaffen. Sie schaffen kreative Freiräume und stellen technische Spezialisten ein, zeigt die Studie. „Mut zum Ausprobieren ist das beste Rezept, um den digitalen Wandel im Unternehmen erfolgreich zu managen“, meint Beumer.

„Mittelständler können hier viel von Start-ups lernen“, glaubt Xing-Gründer Stefan Groß-Selbeck, heute Partner von BCG Digital Ventures und Schirmherr der Studie. „Digitalisierung ist kein Agenda-Punkt, den man abhaken kann, sondern sie verlangt einen nachhaltigen Mentalitätswandel.“

Der digitale Pionier Wittenstein zeigt, dass dies gelingen kann. Auf der Hannover Messe hat der Antriebshersteller gerade den Hermes Award für ein Vorzeigeprojekt der Industrie 4.0 erhalten: das vernetzte Hochleistungsgetriebe „Galaxy“.

Vor der vierten industriellen Revolution ist Aufsichtsratschef Manfred Wittenstein nicht bang, zumindest was den deutschen Maschinen- und Anlagenbau angeht: „Wir sind auf einem guten Weg, dieses Rennen für Deutschland zu gewinnen.“

Was den Mittelstand bewegt
Die wichtigsten Herausforderungen der nächsten fünf Jahre

Startseite
Seite 12Alles auf einer Seite anzeigen

Mehr zu: Industrie 4.0 - Die Angst des Mittelstands vor der Digitalisierung

3 Kommentare zu "Industrie 4.0: Die Angst des Mittelstands vor der Digitalisierung"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Viele Unternehmen wissen wahrscheinlich nicht, was alles durch Industrie 4.0 möglich ist und wer Ihnen da helfen kann. Im Artikel wurden ja schon viele interessante Beispiele genannt.

    Ich habe mir letzte Woche einmal das White-Paper von www.m2m-nutzen.de angeschaut, in dem noch einige mehr Studienergebnisse stehen und weitere Beispiele. Vielleicht ist das ja für den ein oder anderen interessant.

    Grüße Roy

  • Die deutsche Politik tut sehr wenig für eine sichere digitale Revolution.
    So könnte die deutsche Politik die Entwicklung von Linux als Basisbaustein einer deutschen IT-Strategie vorantreiben. China geht da energisch voran. Die Chinesen wollen sich eben nicht ausspionieren lassen. Aber vielleicht dürfen wir als Deutsche keine solch unkeuschen Gedanken gegenüber unseren angelsächsischen Verbündeten haben. Die Gefahr ist auch, dass China durch seine vielen Anwender einen realen Vorsprung bei Linux erreichen kann und diesen Vorteil für die eigene Spionage nutzen wird. Wenn die Angelsächsische Allianz der Five Eyes keine wirklich sichere Verschlüsselung in der Praxis bei uns erlauben wird, dann können wir einen wertschöpfenden deutschen Beitrag zu Industrie 4.0 vergessen.
    Wir brauchen eine echte deutsche Souveränität, um eine sichere Verschlüsselung auf deutschem Boden gegen unsere angelsächsischen Partner durchzusetzen, um überhaupt bei Industrie 4.0 mit IT-Leistungen etwas verdienen zu können.

  • Digitalisierung heißt Überwachung und jeder Unternehmer ist gut beraten sich zu überlegen, wie weit er sich öffnen möchte....In einer Digitalisierten Welt = gläseneren Welt steckt auch sehr viel Risiko ausspioniert und sabutiert zu werden. Und nicht jeder will dieses Risiko tauschen. Vor allen auch nicht den Tausch von einer unabhängigen und selbstbestimmten Unternehmensführung zu einer überwachten und ferngesteuerten Unternehmensführung hin.

Serviceangebote