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re:publica 2019 Start der re:publica – Das sind die zehn Highlights

Europas größte Digitalkonferenz: Hier treffen Experten aus verschiedenen Lebensbereichen aufeinander. Dabei dreht sich alles um digitale Fragen der Gesellschaft.
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Der ESA-Astronaut ist dieses Jahr auf der re:publica. Quelle: Nasa / dpa
Alexander Gerst

Der ESA-Astronaut ist dieses Jahr auf der re:publica.

(Foto: Nasa / dpa)

BerlinDie re:publica 2019 steht unter dem Motto „tl;dr“, der Internetabkürzung für „Too long: didn’t read“.

Die Veranstalter erklären das Motto so: „Wir widmen die re:publica 19 dem Kleingedruckten. Den Fußnoten. Der Kraft der Recherche, dem Wissen und der Kontroverse.

Der Notwendigkeit und Dringlichkeit, die Themen kritisch zu hinterfragen, die polarisieren, uns spalten – oder auch vereinen.“ Auf der größten Digitalkonferenz Europas treffen Blogger, Politiker, Wissenschaftler, Unternehmer, Künstler und Aktivisten aufeinander.

Im vergangenen Jahr kamen mehr als 19.500 Teilnehmer aus 80 Ländern an den drei Konferenztagen in Berlin zusammen, um aktuelle Fragestellungen der digitalen Gesellschaft zu diskutieren. Das sind die wichtigsten Highlights in diesem Jahr.

So viel Politik war nie

Die re:publica wird in diesem Jahr erstmals von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier eröffnet. Außerdem werden Finanzminister Olaf Scholz, Arbeitsminister Hubertus Heil, Umweltministerin Svenja Schulze und Familienministerin Franziska Giffey da sein.

Da die deutsche Politik nicht gerade dafür bekannt ist, Vorreiter in Sachen Digitalisierung zu sein, wird die taiwanische Digitalministerin Audrey Tang zugeschaltet – live und per Augmented Reality, also um durch computergestützte virtuelle Erweiterung der realen Umgebung. Die ehemalige Hackerin wird über ihre Vision einer Gesellschaft sprechen, in der Innovation nicht nur möglich ist, sondern auch Spaß macht.

  • Was? Rede des Bundespräsidenten
  • Wann? 6. Mai (Montag) 11.15 bis 11.35
  • Wo? Stage 1

  • Was? Digital Social Innovation mit Audrey Tang
  • Wann? 8. Mai (Mittwoch) 11.15 bis 12.15
  • Wo? Stage 1

Technik von gestern, heute und übermorgen

Erstmals öffnet auch das benachbarte Deutsche Technikmuseum seine Räume für die digitale Debatte. Am Montag geht es hier um Technologie und Nachhaltigkeit am Beispiel der Modebranche. Am Dienstag sprechen sogenannte Stadtraumexperten über das Zusammenleben und die Mobilität in der Zukunft.

Am Mittwoch wiederum geht es darum, wie sich die Museen selbst an die digitale Wissensvermittlung annähern. Im Park des Museums steht Berlins letzte Bockwindmühle, vollgestopft mit Technikgeschichte. Außerdem kann man hier mit den E-Rollern aus dem Inkubator der Daimler AG fahren. Die Zukunft der Technik ist in Form des Volocopters, des elektrisch betriebenen Flugtaxis, zu bestaunen.

  • Was? Flugtaxis – heute schon Realität!
  • Wann? 6. Mai (Montag) 16.15 bis 17.15
  • Wo? Lab 1886 Truck

Wie der Klimawandel zu stoppen ist

Nachhaltigkeit, der Klimawandel und die Frage, was die Digitalisierung damit zu tun hat, sind eines der Hauptthemen auf der re:publica. Unter anderem wird Umweltministerin Svenja Schulze mit Markus Beckedahl, dem Chefredakteur von „netzpolitik.org“, darüber diskutieren, wie steigende Datenmengen die Erderwärmung beschleunigen und was die Politik dagegen tun will – auch mithilfe digitaler Lösungen.

Hören sollte man auch die Rede von Johan Rockström. Er ist Direktor des Instituts für Klimafolgenforschung an der Universität Potsdam und einer der meistzitierten Forscher weltweit. Rockström hat das Konzept der Belastungsgrenzen des Planeten federführend mitentwickelt. Auf der re:publica will er sechs Wege aufzeichnen, die die Menschen einschlagen müssen, wenn sie die Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen und die des Pariser Klimaabkommens noch erreichen wollen.

  • Was? Ein stabiler Planet für ein gutes menschliches Leben auf der Erde
  • Wann? Mittwoch (8. Mai 16.15 bis 17.15)
  • Wo? Stage 1
  • Was? Die neue DNA: Digitalisierung, Nachhaltigkeit und Action
  • Wann? Dienstag (7. Mai 16.15 bis 17.15)
  • Wo? Stage 4

Über den Cyberkrieg

Über digitale Verteidigungslinien sprechen Hans-Wilhelm Dünn, der Präsident des Cyber-Sicherheitsrats, Julia Schütze von der Stiftung Neue Verantwortung und Marcel Yan vom Innovation Hub der Bundeswehr. Sie fragen sich: Was wird unternommen, um Medien, Infrastruktur und Bürger zu schützen?

„Die Internetnutzer sind zum Kollateralschaden-Potenzial in den Auseinandersetzungen zwischen Staaten, aber auch Konzernen geworden“, sagt Frank Rieger, Sprecher des Chaos Computer Clubs. In seinem Vortrag geht es ihm auch um die „Diskreditierungen von legitimem zivilgesellschaftlichem Protest“, beispielsweise gegen die aktuelle Klimapolitik oder den Artikel 13 innerhalb der neuen Urheberrechtsreform.

  • Was? Cyberwar, hybride Kriegführung, Desinformation – Auseinandersetzungen zwischen Machtblöcken im digitalen Raum
  • Wann? Dienstag (7. Mai) 18.30
  • Wo? Stage 1
  • Was? Digitale Verteidigungslinien. Wie Propaganda und Fake News die Sicherheitspolitik im Netz formen.
  • Wann? Mittwoch (8. Mai) 10.00 bis 11.00 Uhr
  • Wo? Stage 7

Dystopie oder Mythos

Über ein soziales Punktesystem werden „gute“ Bürger belohnt und als vertrauenswürdig eingestuft und „schlechte“ Bürger bestraft, teils grundlegender Freiheiten beraubt und sogar angeprangert: Was wie Stoff für eine Folge der Science-Fiction-Serie „Black Mirror“ klingt, wird in China wohl bis 2020 landesweit Realität.

Dafür sollen so viele Daten wie möglich gesammelt und ausgewertet werden. Doch sind Ängste vor dem Punktesystem übertrieben, gibt es gar Vorteile für die Bürger? Auf der re:publica wollen Wissenschaftler und Journalisten in einem Panel die größten Mythen um das System aufklären. Und wer danach wissen will, wie es eigentlich in Europa aussieht, kann sich noch den Vortrag von Kristina Penner und Matthias Spielkamp von AlgorithmWatch anschauen.

  • Was? Beyond Black Mirror – China’s Social Credit System
  • Wann? Montag (6. Mai), 13.45 bis 14.45 Uhr
  • Wo? Stage 5
  • Was? Citizen Scoring in the EU – it happens at home, not only in China!
  • Wann? Dienstag (7. Mai) 15.30 bis 16.00
  • Wo? Stage 5

Big Tech im Check

Auf der Media Convention, die parallel zur re:publica auf dem Festivalgelände stattfindet, stellen sich Vertreter der großen Plattformen der Diskussion mit Regulierern und Kritikern. Bundeskartellamts-Präsident Andreas Mundt gibt Auskunft über das Facebook-Verfahren. Mit Dennis Kaben von Google Deutschland, Justus Haucap vom Institute for Competition Economics und Katharina de la Durantaye (Europa-Universität Viadrina) diskutiert er über Monopole und den Wettbewerb um die Nutzerdaten.

So viel zur Ökonomie. Um die Demokratie geht es Simon Hegelich von der Technischen Universität München, der Wahlkämpfe auf Facebook, Twitter und Co. beobachtet. Er diskutiert mit Semjon Rens von Facebook Deutschland, Tabea Wilke von Botswatch Technologies, und Anja Zimmer, Direktorin der Medienanstalt Berlin-Brandenburg, über politische Werbung in den sozialen Netzwerken und die Herausforderungen für die Regulierung. Am Dienstag wird die Wettbewerbskommissarin der EU, Margrethe Vestager, eine Keynote halten.

  • Was? Big Tech im Check. Wettbewerb um Daten und Chancengleichheit im Netz.
  • Wann? Montag (6. Mai) 17.30 bis 18.30
  • Wo? Stage 7

  • Was? Medien, Manipulation und Microtargeting. Wie Social Media den Wahlkampf mit politischer Werbung dominiert.
  • Wann? Montag (6. Mai) 16.15 bis 17.15 Uhr
  • Wo? Stage 7

New work, new challenges

Durch die Digitalisierung der Arbeit fühlen sich immer mehr Arbeitnehmer fremdbestimmt. Welche Auswirkungen dies hat – am Arbeitsplatz und in der Gesellschaft –, diskutieren Wissenschaftler und Aktivisten in Halle 2 auf der re:publica. Dort widmet sich die Denkfabrik Digitale Arbeitsgesellschaft des Bundesarbeitsministeriums dem Thema Macht und Kooperation in der digitalen (Arbeits-)Gesellschaft.

  • Was? Ohn(e)Macht und Selbstermächtigung
  • Wann? Montag (6. Mai), 15.15 bis 16.30 Uhr
  • Wo? Denkfabrik

Neue Methoden der Bewerbung

Auf der re:publica können Besucher in diesem Jahr auf unkonventionelle Weise an einen neuen Job kommen. In Speed-Meetings und bei Unternehmenspräsentationen können sie potenzielle Arbeitgeber kennen lernen und sich direkt bewerben. Dazu stehen auch Briefkästen sowie Kabinen zur Aufzeichnung von Bewerbungsvideos zur Verfügung.

  • Was? Vernetzung von Arbeitgebern und Bewerbern (re:cruiting @ re:publica19)
  • Wann? Montag bis Mittwoch
  • Wo? re:cruiting area direkt rechts am Eingang der Station Berlin

Entspannungsmöglichkeiten

Wer zwischen Diskussionen, Vorträgen und Workshops mal etwas Ruhe auf der re:publica braucht, kann sich in diesem Jahr erstmals in eine neue Location begeben: Den „B-Part Am Gleisdreieck“. Dort werden auch Meditations- und Yoga-Sessions angeboten – zum Beispiel Yoga für Unternehmer.

  • Was? Yoga for Entrepreneurs with Zoe
  • Wann? Dienstag (7. Mai), 15 bis 16 Uhr
  • Wo? B-Part Am Gleisdreieck, re:connection Space

Raumfahrt auf der Bühne

Als „Astro-Alex“ kennen und schätzen Social-Media-Nutzer den deutschen Astronauten der European Space Agency (ESA), Alexander Gerst. Fast 1,3 Millionen Follower begeistert er allein auf Twitter mit seinen Bildern aus dem Weltall. Im Dezember 2018 beendete der Deutsche seine zweite Mission auf der Internationalen Raumstation ISS mit einem Video, in dem er sich bei nachfolgenden Generationen für den Zustand der Erde entschuldigte.

Welche Raumfahrtprogramme es in Zukunft geben wird und was unsere Gesellschaft davon hat, darüber spricht Alexander Gerst auf Bühne 1 der re:publica mit Jan Wörner, dem Generaldirekter der Weltraumagentur ESA. Vermutlich wird das viele Besucher interessieren – daher wird die Diskussion auch im Museumspark live übertragen (Open Air Stage).

  • Was? Raumfahrt und Gesellschaft – wohin geht die Reise?
  • Wann? Mittwoch (8. Mai), 17.30 bis 18.30 Uhr
  • Wo? Stage 1 und Livestream auf der Open Air Stage (Museumspark)
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