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Data & Analytics
Facebook

In der Vergangenheit sind dem Netzwerk einige Datenschutz-Pannen unterlaufen.

(Foto: Reuters)

Soziales Netzwerk Facebook soll offenbar einen unabhängigen Datenschutz-Ausschuss einrichten

Die Liste der Datenskandale bei Facebook ist lang. Nun erhöht die US-Handelskommission einem Bericht zufolge den Druck auf das soziale Netzwerk beim Datenschutz.
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Düsseldorf Facebook und die US-Handelskommission (FTC) verhandeln einem Medienbericht zufolge über eine Einigung, die das Unternehmen zur Einrichtung eines unabhängigen Datenschutz-Ausschusses verpflichten würde. Zudem müsste Facebook einen Datenschutz-Beauftragten auf höchster Ebene einstellen, dessen Auswahl durch die US-Behörden bestätigt werden müsste, berichtete das US-Nachrichtenmagazin „Politico am Mittwoch unter Berufung auf eine nicht näher definierte Quelle.

Weder von Facebook noch von der FTC war zunächst eine Stellungnahme zu erhalten. Der Internetkonzern war zuletzt wegen mehrerer Datenschutz-Pannen in Europa und den USA in die Kritik geraten. Das Unternehmen erhöhte deswegen seine Rücklagen für potenzielle Strafzahlungen von drei Milliarden Dollar auf eine nicht näher bezifferte Summe bis zu fünf Milliarden Dollar.

Derzeit untersucht die FTC Vorwürfe, Facebook habe unzulässigerweise Daten von 87 Millionen Nutzern weitergegeben. Bei der US-Präsidentenwahl wurden die Daten dieser Facebook-Nutzer durch die britische Firma Cambridge Analytica mutmaßlich missbraucht, um US-Präsident Donald Trump zu unterstützen.

Zwar hat Facebook-Chef Mark Zuckerberg auf der Entwicklerkonferent F8 in San José gerade erst versucht, die Kritiker zu besänftigen: Er erhob die Privatsphäre quasi zum neuen Mantra des Konzerns: „Die Zukunft ist privat“, sagte er.

So kündigte Facebook unter anderem an, künftig die Kommunikation im Netzwerk bei Messenger und Instagram so Ende zu Ende zu verschlüsseln wie es bereits bei WhatsApp der Fall ist. Das hatte Zuckerberg allerdings bereits im März versprochen.

Gleichzeitig sammelt das Netzwerk, das die Auswertung von privaten Daten für Werbezwecke perfektioniert hat, weiterhin Unmengen solcher Angaben: was die Mitglieder wann wo anklicken, anschauen, kommentieren, mit wem sie sich wie lange unterhalten. Es ist klar, dass der Konzern unter Privatsphäre etwas anderes versteht als viele seiner Nutzer weltweit.

So ist auch aus dem Versprechen Zuckerbergs von 2018, ein Software-Werkzeug zur Löschung gespeicherter Nutzer-Informationen zu entwickeln, bislang nichts geworden. Hier hat nun ein anderer Internet Konzern, der wegen seines Umgangs mit Datenschutz und Privatsphäre in der Kritik steht, vorgelegt.

Wie Google in einem Blogeintrag am Mittwoch (Ortszeit) mitteilte, erhalten Nutzer die Möglichkeit, gespeicherte Daten zu besuchten Websites und Orten in regelmäßigen Abständen automatisch löschen zu lassen. Der Zeitraum könne auf drei oder 18 Monate eingestellt werden.

Alternativ könnten Nutzer die Informationen auch wie bisher unbefristet in ihrem Profil lassen und manuell löschen – oder der Datensammlung ganz widersprechen. Google betont allerdings, dass die Datenauswertung Dienste des Konzerns wie die Websuche durch Personalisierung nützlicher mache.

  • dpa
  • rtr
  • cgn
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