Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke
Zum Zukunft der Energie Special von Handelsblatt Online

Ausgediente Windkraftanlagen Sprengen, fällen oder gebraucht verkaufen

In Deutschland werden immer mehr Windräder abgebaut. Der Grund: Förderungen laufen aus, das Material ermüdet oder es ist schlicht rentabler, die alten Mühlen durch neue zu ersetzen. Dabei ist der Rückbau äußerst komplex.
15.09.2015 - 20:13 Uhr
Dieser 45 Meter hohe Mast einer Windenergieanlage ist nicht etwa infolge eines Unwetters umgestürzt – das Windrad wurde nach einer Laufzeit von 19 Jahren abgerissen. Quelle: dpa
Ende eines Windrades

Dieser 45 Meter hohe Mast einer Windenergieanlage ist nicht etwa infolge eines Unwetters umgestürzt – das Windrad wurde nach einer Laufzeit von 19 Jahren abgerissen.

(Foto: dpa)

Husum Quer über die Republik verteilt, drehen sich mittlerweile mehr als 25.000 Windräder. Eine Verschandelung der Landschaft sagen die einen; Symbol der Wandlungskraft Deutschlands hin zu einer Stromversorgung aus erneuerbaren Energien, die anderen. Den ersten Windkraft-Boom erlebte Deutschland aber schon lange bevor Angela Merkel 2011 die Energiewende ausrief und das Ende der Atomreaktoren besiegelte.

Bereits Mitte der 90er Jahre wurden in der Bundesrepublik im großen Stil Windräder gebaut. Das führt nun dazu, dass viele der Himmelstürmer langsam ein kritisches Alter erreichen. Im kommenden Jahr werden immerhin mehr als 7.000 Mühlen älter als 15 Jahre sein. Dabei sind die Windkraftanlagen nur auf eine begrenzte Lebensdauer ausgelegt. Nach 20 Jahren Betrieb müssen sie stillgelegt und abgebaut werden – es sei denn der Besitzer kann nachweisen, dass Standsicherheit und Betriebsfestigkeit weiter gegeben sind.

Zunehmender Abbau
Anzahl abgebauter Windanlagen in Deutschland

„Die meisten Anlagen lassen sich locker noch einige Jahre weiterbetreiben“, sagt Torsten Bednarz vom TÜV-Rheinland. Bei den Prüfungen und Zertifizierungen, die der TÜV bei Windanlagen durchführt, zeige sich immer wieder, dass an vielen Standorten oft nur leichte Instandsetzungen nötig seien, um den Fortbetrieb zu gewährleisten. Und so ist es weniger, die vermeintliche Baufälligkeit der Himmelstürmer, die dazu führt, dass alleine im vergangenen Jahr 544 Anlagen abgebaut wurden, als die Frage, ob es wirtschaftlich noch Sinn macht.

Nach 20 Jahren laufen die garantierten Vergütungen für Windstrom aus. Ohne den fixen staatlichen Geldregen rechnen sich viele Anlagen nicht mehr. Zudem lohne sich teilweise schon jetzt, Windräder die gerade einmal zehn Jahre auf dem Buckel haben, durch neue zu ersetzen, sagt Dirk Briese, Geschäftsführer des Bremer Marktforschungsunternehmens Wind-Research. „Heute gibt es ganz andere Technologien als noch vor einem Jahrzehnt“, analysiert Briese. Alleine die Leistung der Turbinen habe sich vervielfacht, die Maschinen seien zudem viel effizienter als früher.

Top-Jobs des Tages

Jetzt die besten Jobs finden und
per E-Mail benachrichtigt werden.

Standort erkennen
    Für Offshore-Park müssen Rücklagen gebildet werden
    Seite 12Alles auf einer Seite anzeigen
    Mehr zu: Ausgediente Windkraftanlagen - Sprengen, fällen oder gebraucht verkaufen
    Zur Startseite
    -0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%