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Zum Zukunft der Energie Special von Handelsblatt Online

China und die Ökologie In 56 Schritten zur grünen Wirtschaft

China verschärft die Umweltschutzrichtlinien und arbeitet hart daran, grüne und energieeffiziente Industrien als neue Wachstumstreiber zu etablieren. Wie Deutsche Mittelständler davon profitieren können.
70 Prozent des Hausmülls landen auf Deponien. Quelle: Wu dongjun - Imaginechina
Müllhalde in China

70 Prozent des Hausmülls landen auf Deponien.

(Foto: Wu dongjun - Imaginechina)

Dalian„Wir arbeiten hart daran, grüne und energieeffiziente Industrien als neue Wachstumstreiber zu etablieren", sagte Chinas Ministerpräsident Li Keqiang vor Unternehmern auf dem Weltwirtschaftsforum in der Küstenmetropole Dalian vor wenigen Wochen. Kurz darauf legt der Staatsrat unter seiner Führung nach und veröffentlicht einen Reformplan zum ökologischen Umbau der Wirtschaft, der in 56 Punkten der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt einen grünen Wandel verordnet.

Umweltschädliche und energieintensive Industrien sollen schrittweise geschwächt oder ganz aus dem Land gedrängt werden. Allein in Peking wurden zwischen Januar und September 315 Firmen geschlossen. Dafür will die Staatsführung nachhaltige Energien gezielt stärken.

Alternative Energien, Abwasseraufbereitung, Luftreinigung und weitere Branchen sollen in den Genuss besonderer Förderungen kommen. Die großen Staatsbanken sollen Kredite künftig stärker nach ökologischen Kriterien verteilen. "Das ist keine Beruhigungspille. Das ist eine ernsthafte Absichtserklärung", sagt Stuart Gulliver, Vorstandschef der britischen Großbank HSBC.

Während viele Branchen der Schwerindustrie leiden, will Li die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt auf einen langfristigen Wachstumspfad führen. Einige deutsche Mittelständler sind den Lockrufen aus dem Reich der Mitte gefolgt. Sie wollen Chinas grüne Wende forcieren und daran verdienen.

Deutschlands zweitgrößtes Abfallunternehmen, Alba, setzt stark auf China. „Unsere Lage ist ähnlich wie die von BMW vor 30 Jahren. Wer später profitieren will, muss jetzt dabei sein“, sagt Axel Schweitzer, der das Unternehmen zusammen mit seinem Bruder, DIHK-Präsident Eric Schweitzer, leitet. „Der Markt ist noch sehr jung. Jetzt werden die Weichen gestellt.“

Abfallweltmeister China
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