Zum Zukunft der Energie Special von Handelsblatt Online

Energiespeicher Tschüss Eon, au revoir RWE

Sonnenbatterie sagt den Energieriesen den Kampf an. Europas führender Anbieter von Eigenheimspeichern will Besitzer von Solaranlagen und Akkus miteinander vernetzen. Das Ziel: Versorger überflüssig machen.
Christoph Ostermann und Torsten Stiefenhofer (rechts), die Gründer und Geschäftsführer des Unternehmens. Quelle:
2010 gegründet: Sonnenbatterie

Christoph Ostermann und Torsten Stiefenhofer (rechts), die Gründer und Geschäftsführer des Unternehmens.

DüsseldorfPhilipp Schröder pfeift auf Bescheidenheit. Der 32-Jährige Manager will die Energiewirtschaft revolutionieren. Sein Ziel? Eine Stromversorgung völlig ohne konventionelle Energiekonzerne und Großkraftwerke. RWE, Eon und Co. stehen in seiner Welt auf verlorenem Posten. Spätestens in zehn Jahren, so seine These, sind sie endgültig überflüssig.

Schröder war bis vor Kurzem Deutschland-Chef von Tesla. Die großspurigen Ansagen hat er von Elon Musk abgekupfert, dem Chef des US-Elektroautoherstellers. Mittlerweile macht er seinem Idol aber Konkurrenz. Denn Schröder führt nun die Geschäfte der Sonnenbatterie GmbH, Europas führendem Anbieter von Batteriespeichern. Anders als Tesla stellt der Mittelständler aus dem Allgäu seine Akkuzellen aber nicht selbst her, sondern setzt vorwiegend auf Software. Und die soll nun das Ende der Energieversorger einläuten.
Schröders Schlachtplan: Alle Eigenheimbesitzer mit Solaranlage auf dem Dach und Energiespeicher im Keller sollen sich auf einer Plattform, die Sonnenbatterie am Mittwoch vorgestellt hat, vernetzen und gegenseitig mit Elektrizität versorgen. Der überschüssige Strom des einen, wird online mit einem anderen Nutzern, der gerade Strom benötigt, geteilt. Der Clou dabei: Die sonst übliche Handelsmarge entfällt. Der Strompreis, bezogen auf die einzelne Kilowattstunde, sei damit „wesentlich günstiger als beim Versorger“, sagte Schröder dem Handelsblatt. Nachsatz: „Wir brauchen die Eons und RWEs gar nicht mehr.“

Die dreckigsten Airlines der Welt
Platz 9: Air Canada Express
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Die Luftfahrtbranche ringt um ein grüneres Image. Weitere Ersparnisse beim CO2-Ausstoß sollen her – doch es geht nicht so schnell voran wie erhofft. Das zumindest zeigt der jüngste Klimaindex der Organisation Atmosfair. Der Airline-Index von Atmosfair vergleicht jährlich die 190 größten Airlines der Welt nach ihrer Klimaeffizienz, also den CO2-Emissionen pro Transportleistung. In die Berechnungen der CO2-Emissionen fließen der Flugzeugtyp, die Triebwerke sowie Sitzplatzkapazität und Auslastung ein – 100 Effizienzpunkte können dabei jeweils erreicht werden.

Auf Platz neun der dreckigsten Airlines landet Air Canada Express mit 53 Effizienzpunkten.

Platz 9: Hongkong Airlines
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Die Fluggesellschaften haben ihre CO2-Emissionen pro Passagier und Kilometer weltweit um zwei Prozent gesenkt. Gleichzeitig habe der Flugverkehr jedoch weltweit um gut vier Prozent zugelegt, so Atmosfair. Der aktuelle Bericht 2015 beruht auf den jüngsten verfügbaren Daten der Branche von 2013.

Hongkong Airlines fliegt 4,8 Millionen Passagiere im Jahr, mit 53 von 100 Effizienzpunkten belegt sie ebenfalls Platz neun der Umweltverschmutzer am Himmel. Es gilt die Faustformel: Je mehr Passagiere in einem Flugzeug sitzen, umso weniger umweltschädlich ist der Flug.

Platz 8: Meridiana Fly
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Atmosfair hat das Ziel, mit dem Airline-Index den Klimaschutz zum Wettbewerbsfaktor unter den Fluggesellschaften zu machen. Mit 52,4 Punkten belegt Meridiana Fly den achten Platz – von hinten. Mit ihren 17 Maschinen fliegt die italienische Fluggesellschaft mit 3,6 Millionen Passagieren im Jahr hauptsächlich Inlandsziele sowie London, Moskau und Nizza an.

Platz 7: South African Airlines
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Spritsparende und damit auch umweltschonendere Neuauflagen betagter Modelle sind echte Verkaufsrenner – auch bei South African Airways. Die Airline will die Flotte mit 23 neuen Flugzeugen vergrößern. Mit 51,1 Punkten liegt die Gesellschaft mit aktuell 65 Maschinen und einem Fluggastaufkommen von 7,1 Millionen auf Rang sieben der dreckigsten Airlines der Welt.

Platz 6: Brussels Airlines
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Nicht klimafreundlich wird auch Brussels Airlines eingestuft: Platz sechs mit 50,6 Effizienzpunkten. Die Lufthansa-Tochter transportierte mit ihren knapp 50 Maschinen 5,9 Millionen Passagiere im Jahr.

Platz 5: Egyptair
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Der Arabische Frühling machte vielen Fluggesellschaften in der Region zu schaffen – eine davon ist Egyptair. Nun will die Airline wieder in die schwarzen Zahlen und plant ein Wachstumsprogramm mit neuen Flugzeugen und Destinationen. Mit ihren rund 60 Maschinen flog Egyptair 9,4 Passagiere im Jahr. Beim CO2-Ausstoß steht sie nicht besonders gut da: Platz fünf in der Negativrangliste mit 50,6 Effizienzpunkten.

Platz 4: PIA
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Bis 2050 soll der CO2-Ausstoß der Branche halbiert werden. Dafür gibt es zwei Möglichkeiten: die Auslastung der bestehenden Flotten zu verbessern oder umwelteffizientere Flugzeuge anzuschaffen. Denn mit einer höheren Flugzeugauslastung sinkt der Treibstoffverbrauch pro befördertem Passagier. Pakistan International Airlines, kurz PIA, beförderte 4,4 Millionen Fluggäste im Jahr – und das mit hohen Ausstößen. Mit 50,2 Punkten kommt die Airline auf Rang vier.

Bisher war das freilich anders. Der Traum, unabhängig von den großen Atom- und Kohlestromkonzernen zu sein, hatte stets einen Haken: Er war nicht zu hundert Prozent zu realisieren. Wer sich eine Solaranlage aufs Dach schraubte und einen Batteriespeicher an die Kellerwand hängte, konnte zwar vielfach mehr als 80 Prozent seines Strombedarfs selbst herstellen. Aber gerade in den Herbst- und Wintermonaten, wenn die Sonne weit weniger lang und kräftig scheint als im Sommer, mussten viele Ökoidealisten einen Teil ihres Stroms weiterhin von den verhassten Energieversorgern beziehen.

Immer mehr Deutsche produzieren selber Strom
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