Zum Zukunft der Energie Special von Handelsblatt Online

Energiewende EEG-Umlage steigt auf neuen Rekordwert

Stromkunden in Deutschland müssen 2016 für die Ökostromförderung erneut tiefer in die Tasche greifen. Die Ökostromumlage steigt auf 6,39 Cent. Für die Große Koalition ist der Zeitpunkt äußerst ungelegen.
Die EEG-Umlage wird ab 2016 auf 6,39 Cent erhöht. Quelle: dpa
Windräder im Windpark Nordsee Ost

Die EEG-Umlage wird ab 2016 auf 6,39 Cent erhöht.

(Foto: dpa)

BerlinDie Förderung der erneuerbaren Energien steigt auf neue Höchststände. Das belegen Berechnungen des Bundesverbandes Erneuerbare Energie (BEE), die dem Handelsblatt vorliegen. Der Verband geht in seiner aktuellen Prognose für 2016 von einer Umlage nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) in Höhe von 6,39 Cent je Kilowattstunde aus. Das wäre ein Rekordwert. Derzeit beträgt der Wert 6,17 Cent. Offiziell wird die Höhe der neuen Umlage Mitte Oktober bekannt gegeben.

Der BEE mach zwei Faktoren als Kostentreiber aus: Zum einen seien 2015 einige Offshore-Windparks ans Netz gegangen, was sich jetzt in der Umlage bemerkbar mache. Außerdem verweist der Verband auf die gefallenen Preise an der Strombörse: Wenn dort die Preise in den Keller gehen, wird die Differenz zu den vergleichsweise hohen Vergütungen, die für Wind- und Sonnenstrom gezahlt werden, immer größer. Das treibt die EEG-Umlage.

Der Großen Koalition kommt die Entwicklung äußerst ungelegen. Sie war mit dem Anspruch angetreten, die Kostendynamik bei der EEG-Umlage zu durchbrechen. Mit der EEG-Reform 2014 wollte sie die Trendwende schaffen.

Die Umlage stellt den größten Kostenblock der Energiewende dar. Sie summierte sich allein 2014 auf über 22 Milliarden Euro. Mit dem sich abzeichnenden Anstieg der Umlage je Kilowattstunde wird der Gesamtwert weiter steigen.

Schaffen die Stromriesen die Energiewende?

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