Zum Zukunft der Energie Special von Handelsblatt Online

Energiewende Zu früh gefreut

Die Hoffnungen der Politik auf eine Trendwende bei der Förderung erneuerbarer Energien erfüllen sich nicht. Die EEG-Umlage steigt weiter – auf ein Rekordhoch. Doch Endkunden müssen das nicht untätig hinnehmen.
2015 sind wieder eine Reihe von Windparks auf See in Betrieb gegangen. Das treibt die Kosten. Quelle: dpa
Windpark nordwestlich von Borkum

2015 sind wieder eine Reihe von Windparks auf See in Betrieb gegangen. Das treibt die Kosten.

(Foto: dpa)

BerlinIm Oktober vergangenen Jahres war sich Sigmar Gabriel (SPD) sicher, bei der Förderung der erneuerbaren Energien endlich die Trendwende geschafft zu haben. Damals war die Umlage nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) erstmals überhaupt minimal gesunken.

Diese Entwicklung zeige, „dass wir beim EEG die Kostendynamik der vergangenen Jahre erfolgreich durchbrochen haben“, sagte der Bundeswirtschaftsminister damals stolz. Gabriel hatte erst kurz zuvor eine Reform des EEG durchgeboxt.

Doch die Erfolgsmeldung aus dem vergangenen Jahr ist überholt. Die EEG-Umlage steigt voraussichtlich auf einen neuen Höchststand. Das belegen Berechnungen des Bundesverbandes Erneuerbare Energien (BEE), die dem Handelsblatt vorliegen.

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