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Zum Zukunft der Energie Special von Handelsblatt Online

Kampf ums Klima Die USA entdecken den Klimaschutz

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China: Pekings ambitionierte Ziele

China ist der größte Klimasünder. In keinem Land der Welt wird so viel CO 2 produziert wie in der Volksrepublik. Fast ein Viertel des weltweiten Ausstoßes von Treibhausgasen kommt aus dem Milliardenreich. Deshalb beeinflusst kein Staat der Welt die Erderwärmung so stark wie der chinesische. Aber die Führung der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt unternimmt viel, um das Image als Sündenbock loszuwerden.

Dabei geht es Peking natürlich um sein Ansehen in der Welt - aber nur zum Teil. „Chinas Regierung hat erkannt, dass sich der Klimawandel negativ auf die Landwirtschaft und damit auch auf die Versorgung mit Nahrungsmitteln auswirkt“, sagt Jost Wübbeke vom Mercator Institut für China-Studien (Merics). „Auch deshalb ist China heute im Bereich der Klimapolitik deutlich aktiver geworden. Unter anderem hat es das internationale Zwei-Grad-Ziel akzeptiert.“

Beim Besuch von US-Präsident Barack Obama hatte Chinas Staatschef Xi Jinping vergangenes Jahr erstmals die Vorgabe gemacht, dass China ab dem Jahr 2030 den Ausstoß von Kohlendioxid reduzieren werde. Vor vier Monaten legte Ministerpräsident Li Keqiang mit einem erweiterten Klimaprogramm nach.

Der weltgrößte Energieverbraucher will seine Kohlendioxid-Emissionen gemessen an der Wirtschaftsleistung bis 2030 um 60 bis 65 Prozent gegenüber 2005 reduzieren. Darüber hinaus soll der CO 2 - Ausstoß möglichst schon vor 2030 reduziert werden. Studien schätzen das Jahr 2025 als realistisch ein.

Um das zu erreichen, setzte Li ambitioniertere Ziele für den Ausbau nicht-fossiler Energieträger: Der Anteil von erneuerbarer Energie und Atomstrom soll bis 2020 von derzeit 11,2 Prozent nicht wie bisher angepeilt auf 15 Prozent, sondern sogar auf 20 Prozent steigen. Stephan Scheuer.

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