Henkel

Henkel

Die Henkel AG & Co. KGaA ist ein weltweit tätiger Konsumgüterhersteller. Das Unternehmen hat seinen Sitz in Düsseldorf-Holthausen. Henkel ist in die Geschäftsfelder Laundry & Home Care (Wasch-/Reinigungsmittel), Beauty Care (Schönheitspflege) und Adhesive Technologies (Klebstoffe) aufgeteilt. Ähnlich wie Procter & Gamble oder Unilever verfolgt Henkel eine Mehrmarkenstrategie. Henkel ist vor allem für seine Marken wie unter anderem Persil, Pril, Weißer Riese, Perwoll, Somat, Schwarzkopf, Schauma, Taft und Pritt bekannt. Das börsennotierte Unternehmen ist im Dax gelistet.

Das Unternehmen wurde 1876 von Fritz Henkel als die Waschmittelfabrik Henkel & Cie in Aachen gegründet. Zwei Jahre später zog Henkel nach Düsseldorf um von einer besseren Verkehrsanbindung und höheren Absatzmöglichkeiten zu profitieren. Erste Erfolge zum Beispiel mit der Bleich-Soda stellten sich schnell ein. Im Jahr 1900 zog Henkel nach Düsseldorf-Holthausen, wo sich heute noch immer der Sitz des Unternehmens befindet. 1907 brachte Henkel Persil auf den Markt, welches schnell zu einem Erfolg wurde. In den nächsten Jahren brachte das Unternehmen weitere Produkte auf den Markt wie zum Beispiel Sil (1918) und das Putz- und Reinigungsmittel Ata (1920). Im Jahr 1922 startete Henkel mit der Produktion von Klebstoffen, zunächst aber nur für den Eigenbedarf. 1935 übernahm Henkel das Unternehmen Böhme Fettchemie GmbH, welche das erste vollsynthetische Feinwaschmittel der Welt (Produktname Fewa) herstellte.

Im Jahr 1950 übernahm Henkel das Unternehmen TheraChemie und stieg dadurch mit dem Produkt Poly Color in das Kosmetik-Geschäft ein. In den Fünfziger Jahren wurden auch weitere Produkte wie zum Beispiel Pril oder Fa eingeführt. Außerdem bewarb Henkel 1956 mit dem ersten kommerziellen TV-Spot im deutschen Fernsehen das Waschmittel Persil. In den Sechziger Jahren übernahm Henkel die Sichel-Werke AG und führte weitere Produkte wie Somat und Pritt ein. 1975 wurde die Henkel GmbH in eine Kommanditgesellschaft auf Aktien (KGaA) umgewandelt. Zu dieser Zeit umfasste der Konzern bereits circa 70 Tochterunternehmen. In den Achtziger Jahren folgten die Erstnotierung an der Börse sowie die Übernahme des Bauchemie-Geschäfts der Beecham Group. In den Neunziger Jahren übernahm Henkel weitere Unternehmen. Auch im neuen Jahrtausend folgten weitere Akquisitionen sowie die Umwandlung der Henkel KGaA in die Henkel AG & Co. KGaA

Seit Mai 2016 ist Hans Van Bylen der Vorstandsvorsitzende des Unternehmens.

Im Geschäftsjahr 2017 machte das Unternehmen einen Umsatz von 20,029 Milliarden Euro und landete in den Forbes Global 2000 der weltweit größten Unternehmen auf Platz 293.