Arbeitsmarkt für Auszubildende Nachwuchs gesucht

Das Stellenangebot für Azubis ist auch in diesem Jahr wieder gestiegen. Die offenen Plätze sind jedoch immer schwerer zu besetzen. Das verlangt den Unternehmen zunehmend Engagement und Kreativität ab.
  • Miriam Bax
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Lehrlinge werden händeringend gesucht. Foto: Fotolia
Auszubildende

Lehrlinge werden händeringend gesucht. Foto: Fotolia

KölnDie Anzahl der Schulabgänger lag im vergangen Jahr laut einer Umfrage des Deutschen Industrie- und Handelskammertags (DIHK) um 53.000 unter dem des Vorjahres. Nur wenige Monate vor Beginn des neuen Lehrjahrs hat sich der Kampf um den Nachwuchs zunehmend verschärft. Lehrlinge werden dringend gesucht (Vgl. Grafik Arbeitsmarkt für Auszubildende).

Das Angebot für Azubis ist groß. Quelle: Handelsblatt-Jobturbo
Arbeitsmarkt-Azubis

Das Angebot für Azubis ist groß. Quelle: Handelsblatt-Jobturbo

Im Vergleich zum Vorjahr wurden in der Spitze im Monat März rund fünf Prozent mehr Ausschreibungen gezählt als im Vorjahresmonat. Insgesamt hat das Anzeigenvolumen bis Mai in diesem Jahr um zwölf Prozent zugelegt, verglichen mit dem Vorjahreszeitraum. Dies ist das Ergebnis einer aktuellen Auswertung der Stellenangebote  der Jobbörse Handelsblatt-Jobturbo. Hier werden sämtliche Stellenangebote der großen Stellenbörsen wie Stepstone oder Monster, kleiner Special Interest Portale, Zeitungen und Karriereportale der Top-Unternehmen gebündelt und ausgewertet.

Nicht nur die Anzahl freier Ausbildungsplätze steigt, auch die Anzahl suchender Unternehmen ist gewachsen. So meldet der Personaldienstleister Adecco ein Plus von 7,3 Prozent an ausschreibenden Betrieben in den letzten zwölf Monaten. Der Adecco-Stellenindex basiert auf der Analyse von Ausbildungsangeboten in 184 Printmedien und Online-Jobbörsen.

„Das haben wir in meiner alten Firma anders gemacht“
Besser ich - Von Anfang an richtig gut im Job
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Die erste Zeit im neuen Job stellt die Weichen für den beruflichen Erfolg und eine langfristige Karriere. Das Buch von Elke Zuchowski, das am 10. September im Campus-Verlag erschienen ist, ist ein absolutes Muss für die junge Arbeitnehmergeneration, um diese entscheidende Phase gut zu meistern. Die Autorin und studierte Betriebswirtin zeigt auf eine sehr anschauliche Weise, worauf es beim Job-Start wirklich ankommt und wie man sich optimal darauf vorbereitet. Neben Do’s und Dont’s im Arbeitsalltag wird auf den sehr kurzweiligen Seiten auch die rechtliche Sicht mit vielen Tipps aus der Praxis und nützlichen Expertenkommentaren vermittelt.

„Besser ich - Von Anfang an richtig gut im Job“ gibt Antworten auf Fragen wie „Welche Dos und Don’ts gelten in der Probezeit?“, „Wie arbeite ich an meiner Selbstdarstellung?“ und „Woran erkenne ich, wie das Unternehmen tickt?“ und natürlich „Was sind absolute No-Gos in den ersten Tagen?“ Wir haben die Top Ten der Peinlichkeiten für Sie im Überblick.

Elke Zuchowski
Besser ich – Von Anfang an richtig gut im Job
Campus, 2014
D 17,99 € / A 18,50 € / CH 25,90 Fr.
ISBN 978-3-593-50130-7

1. Zu spät kommen
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Wer schon am ersten Tag zu spät an die Arbeit kommt, sollte schon eine sehr plausible Erklärung parat haben. Obwohl: „Eigentlich gibt es hier gar keine Entschuldigung“, sagt die Autorin Elke Zuchowski. Ausgenommen natürlich eine Sperre der Autobahn, Bombendrohung oder Erkrankung in der Familie. Die Expertin rät allen Job-Startern, besser eine halbe Stunde früher los zu fahren und die Zeit dann für einen gemütlichen Morgenkaffee zu nutzen, anstatt schweißgebadet und unter Zeitdruck anzureisen. Wer absieht, dass er zu spät kommt, sollte zum Telefon greifen, sich plausibel entschuldigen und Vorgesetzte informieren.

2. Ungepflegte Erscheinung
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Unrasiert und die leichte Alkoholfahne vom Abend davor ist noch nicht restlos verschwunden? Das macht im neuen Unternehmen schnell die Runde. Zuchowski: „Partys sollte man daher nicht umbedingt am Vorabend des Beginns bei der neuen Firma feiern.“ Darüber hinaus sollte man immer auf ein ordentliches Aussehen achten – nicht nur am ersten Arbeitstag.

3. Unkonzentriertheit und mangelhafte Leistung
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Eine hohe Einsatzbereitschaft und konzentriertes Arbeiten ist von der ersten Stunde an Pflicht. Auch wenn eine neue Aufgabe unbedeutend erscheint, sollte man sich darauf konzentrieren, rät die Expertin. Denn: „Vielleicht wollen die Kollegen nur testen, wie gut du zuhörst und wie konzentriert du bei der Sache bist.“ Zu einer guten Arbeitsleistung gehört übrigens auch das Einhalten von vorgegebenen Terminen wie regelmäßige Teambesprechungen und Fristen.

4. Pausenclown, Dauerredner und Besserwisser
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Halten Sie sich als Neuer in den ersten Tagen zurück und beobachten Sie, bis Sie mit den gängigen Abläufen, organisatorischen Dingen, Ansprechpartnern und Gepflogenheiten vertraut sind. „Dauerredner und Besserwisser sind nicht gefragt“, so das klare Urteil von Elke Zuchowski. Genauso ist in Sachen Humor Zurückhaltung angesagt, denn es ist nicht klar, ob man mit den Kollegen auf einer Wellenlänge liegt. Wer es sich direkt bis an sein Lebensende verscherzen will, unterbricht seine Kollegen bei der Einarbeitung schon mit Verbesserungsvorschlägen, etwa „Das haben wir in meiner alten Firma aber anders gemacht“ oder „Ich weiß, wie man das Projekt viel schneller und effektiver umsetzen kann.“

5. Einzelgänger
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Klar, nicht jeder ist der geborene Small-Talker. Das weiß auch die Expertin. Aber auch wenn man zu den ruhigeren und introvertierten Zeitgenossen gehört, sollte man sich nicht ausschließen. Das gilt insbesondere für Kantinenbesuche, Pausenzeiten und informelle Treffen wie After-Work-Termine. Elke Zuchowski: „Um dich möglichst schnell ins Team zu integrieren und nicht als Einzelgänger abgestempelt zu werden, solltest du auf die Kollegen zugehen.“

6. Dauernde Privatgespräche
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„Im Büro solltest du durch deine fachliche Meinung auffallen – nicht durch deinen Klingelton“, heißt es bei der Expertin. Auch zum Umgang mit sozialen Netzwerken gibt es Regelungen, über die man sich rechtzeitig informieren sollte. Wer sich voll und ganz auf die Einarbeitung konzentrieren möchte, schaltet sein Handy sowieso am besten auf lautlos. Und gegen ein privates Telefonat in der Mittagspause, so Zuchowski, spricht natürlich nichts.

Ausbildungsplätze in den Berufsfeldern Hotel- und Gastronomie, Büro und Verwaltung sowie Technik stellen erfahrungsgemäß den Löwenanteil der Gesuche. Die wenigsten Stellen gab es  in den Berufsfeldern Bildung und Soziales, in Rechtsberufen und im Bereich Medien und Marketing. In einigen Branchen ist das Angebot sogar rückläufig. In der Informations- und Kommunikationsbranche (-13 Prozent), in der Personaldienstleistung (-6 Prozent) und auch im Gastgewerbe (- 3 Prozent) schwindet das Angebot, so der Adecco Stellenindex.

Anwärter werden vor allem im Baugewerbe händeringend gesucht. „Einen ähnlich großen Zuwachs beobachten wir auch in der Verkehrs- und Lagerbranche sowie in den traditionellen Ausbildungsbereichen, allen voran dem Handwerk, in der Hotellerie und im Einzelhandel“, sagt Adecco-Geschäftsführer Thomas Bäumer.

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Diese Jobs suchen die Handelsblatt-Leser:
1. Ingenieur   6. Bauingenieur
2. Geschäftsführer   7. Marketing
3. Financial Analyst   8. Jurist
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5. Steuerberater   10. Designer

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5 Kommentare zu "Arbeitsmarkt für Auszubildende: Nachwuchs gesucht"

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  • @ Herr Hans Mayer30.06.2015, 11:38 Uhr

    Ihr Beispiel :Kfz Gewerbe 1900 - 2300

    Rente bei 2328,04 € Brutto a' 45 Jahre Arbeits-Lebensleistung !
    Monatsbeiträge 440 € / Jahresbeitrag 5280,00 €
    Monatsrente 23,07 € / Jahresrente 276,84 € für das eingezahlte Jahr !
    *******Was passiert mit den ca. 5000 € Differenzbetrag ?*******

    Jahresrente 276,84 x die 45 Jahre Arbeitsleistung = 12457,80 € /Jahr = 1038,15 € / Monat
    Das ist die "Rendite" - Rente, die man für das eingezahlte JAHR "belohnt" wird !
    Stand 2014 der Rentenanwartschaften !

    Wer erreicht noch in Zukunft reibungslos die 45 Arbeitsjahre in Zukunft ?
    Bei Hartz IV werden keine Rentenbeiträge weitergezahlt !

    Welche Rente erhält man bei Vollzeit bei einem Mindestlohn ?
    8,50 Std x 152 Std. im Monat = 1292,00 € Brutto-Monatslohn
    Das wären ca. 566 € / Rente im Monat bei 45 Jahren Arbeitsleistung !

    Der nie gearbeitet hat erhält eine ca. 660,00 € Grundversorgung !

    Schöne unseriöse Scheinwelt, die uns die Politik + deren profitierende Lobby "andichten" möchten !

    Die Rede in Davos 2005 von Gerhard Schröder sagt alles aus :
    Der größte Billiglohnsektor in Europa geschaffen...... ! >>> Lesenswert<<<
    Damit meinte er DEUTSCHLAND !!!

  • Bitte nicht der Illusion hingeben, daß ein x-beliebiger Bachelor mehr verdient. Da gibt es ein Überangebot. Ich kenne einige Wirtschafts- und Rechtswissenschaftler die aufatmeten, als sie endlich in den Metalltarifvertrag kamen. Da hat sich der Industrie- oder Werkzeugmechaniker über deren jahrelanges fruchtloses Studieren schon totgelacht.

  • Ich habe doch gehört es strömen massenhaft Facharbeiter zu uns, aber bei uns steht der Wirtschaftsreisende eher später auf, dafür wird es abends schon mal nach Mitternacht bis der Hammelofen erloschen ist. Gerade bei den jetzigen Temperaturen weiß der Südländer das es ungesund ist am Tage zu arbeiten.
    Selbst hier in BW mal die Tariflöhne
    Brutto Steuerklasse 1, keine Kinder, unverheiratet aber abgeschlossene Ausbildung
    Kfz Gewerbe 1900 - 2300
    Metall-Elektro 2400- 2700
    Schreiner 2019
    Metzger 1906
    Bäcker 1901

    Es geht in den neuen Bundesländern noch billiger. Wer wird so blöd sein und dort eine Ausbildung anfangen um sein restliches Leben am Existenzminimum rumzukrebsen.

  • Und bei Sklavenhändlern wie Adecco arbeitet man nicht. Erst wenn diese Parasieten vom Markt verschwunden sind, haben wir einen Fachkräftemangel!

  • Marktwirtschaft: Angebot und Nachfrage bestimmen den Preis (Lohn) für den Azubi!

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