Arbeitszeitmonitor 2015 Viele Überstunden werden nicht ausgeglichen

Arbeiten bis spät in die Nacht, Extraschichten am Wochenende: Für einen Großteil deutscher Arbeitnehmer ist das der Normalfall. Doch längst nicht jeder von ihnen erhält dafür einen angemessenen Ausgleich.
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Länger im Büro sitzen, ohne Ausgleich? Für 44 Prozent der Arbeitnehmer, die regelmäßig Überstunden leisten, ist das Alltag. Quelle: dpa
Unbezahlte Überstunden

Länger im Büro sitzen, ohne Ausgleich? Für 44 Prozent der Arbeitnehmer, die regelmäßig Überstunden leisten, ist das Alltag.

(Foto: dpa)

HamburgViele Arbeitnehmer in Deutschland bekommen einer Studie zufolge für Überstunden weder mehr Geld noch einen Freizeitausgleich. Von den Arbeitnehmern, die Mehrarbeit leisten müssen, erhalten 44 Prozent keinerlei Ausgleich, ergab der am Donnerstag in Hamburg veröffentlichte „Arbeitszeitmonitor 2015“ der Vergütungsplattform Gehalt.de. Nur etwas mehr als die Hälfte dieser Gruppe, nämlich 56 Prozent, bekommt demnach Geld oder Freizeit für die Überstunden.

Arbeit über die vereinbarte vertragliche Arbeitszeit hinaus ist der Studie zufolge für die meisten Arbeitnehmer normal. Insgesamt leisten demnach 62,9 Prozent aller Beschäftigten Mehrarbeit. Gute 40 Prozent kommen auf bis zu fünf zusätzliche Stunden pro Woche, fünf bis zehn Stunden mehr arbeiten knapp 16 Prozent der Beschäftigten, elf bis 15 Stunden fast vier Prozent.

Die attraktivsten Arbeitgeber der Welt
Platz 45 (Engineering/IT)/ 43 (Business): Adidas
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Ein hohes Einkommen in der Zukunft, Weiterentwicklung und ein dynamisches Arbeitsumfeld – das alles macht einen Arbeitgeber für Studierende attraktiv. Mehr als 240.000 Studierende der Wirtschafts- und Ingenieurswissenschaften in zwölf Ländern wurden befragt, für welches Unternehmen sie am liebsten arbeiten würden. Das Ergebnis zeigt: Die Mehrheit der attraktivsten Unternehmen der Welt kommt aus den USA, aber deutsche Unternehmen bilden die zweitstärkste Gruppe in den Top 50. Der globale Index „The World's Most Attractive Employers 2015“ wurde von Universum, einem Unternehmen im Bereich Employer Branding, veröffentlicht. Der Index ist in zwei Kategorien gegliedert: Business, das sind die Studierenden der Wirtschaftswissenschaften, und Engineering/IT, das sind die Präferenzen der Studierenden der Ingenieurwissenschaften.

In der Kategorie „Engineering/IT“ landet Adidas auf Platz 45. Bei den Wirtschaftswissenschaftlern (Kategorie „Business“) scheidet der deutsche Sportausrüster deutlich besser ab: Rang 24. Diese deutschen Unternehmen sind ebenfalls weltweit beliebt...

Quelle: Universum Deutschland

Platz 43 (Engineering/IT): Bayer
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Der einzige deutsche Pharmakonzern im Ranking: Bayer. Für Ingenieurwissenschaftler und Informatiker ist es wichtig, dass das Unternehmen für Innovation steht. Das Unternehmen mit Sitz in Leverkusen landet auf Platz 43. Ein weiteres wichtiges Kriterium ist, dass das Unternehmen eine sichere Anstellung bietet. „Die größte Angst der jungen Talente ist es, dass sie bei einem Arbeitgeber landen, der ihnen keinen Freiraum für berufliche und persönliche Weiterentwicklung bietet. Sie suchen Arbeitgeber, die ihnen erlauben, ihr Leistungspotenzial auszuschöpfen“, sagt Stefan Lake, Country Manager Germany bei Universum.

Platz 34 (Engineering/IT): BASF
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Es ist nicht verwunderlich, dass die BASF attraktiv für angehende Ingenieure und IT-Experten ist. Zur Feier ihres 150. Geburtstags zahlt der weltweit größte Chemiekonzern ihren Mitarbeitern Prämien von bis zu 1000 Euro. Insgesamt soll der Konzern dafür 100 Millionen Euro ausgeben. Das kommt gut an: Platz 34 in der Kategorie „Engineering/IT“.

Platz 32 (Engineering/IT): Bosch
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Auch Bosch ist ein Traum-Arbeitgeber: Der Stuttgarter Technologiekonzern platziert sich in der Kategorie „Engineering/IT“ auf Rang 32.

Platz 23 (Business): Deutsche Bank
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Weltweit beliebt: die Deutsche Bank. Viele Absolventen der Wirtschaftswissenschaften können sich vorstellen, bei der derzeit skandalgeschüttelten Großbank zu arbeiten: Platz 23.

Platz 19 (Engineering/IT)/ Platz 32 (Business): Daimler
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Autokonzerne sind beliebte Arbeitgeber. Da darf Daimler natürlich nicht fehlen. Der deutsche Autobauer ist in beiden Kategorien zu finden. Platz 19 in der Kategorie „Engineering/IT“, etwas schlechter schneidet Daimler aber in der Kategorie „Business“ ab: Rang 32.

Platz 13 (Engineering/IT)/ Platz 36 (Business): VW
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Mit Platz 13 ist Volkswagen bei den Ingenieuren und Informatiker beliebter als Daimler. Ein Vorteil für weibliche Studenten: Als attraktiver Arbeitgeber setzt sich VW dafür ein, den Anteil weiblicher Fach- und Führungskräfte im Unternehmen zu erhöhen. Auch die Daimler AG hat sich das zur Aufgabe gemacht. Bei den Wirtschaftswissenschaftlern landet der VW-Konzern auf Rang 36.

Am längsten arbeiten laut der auf einer Auswertung von Datensätzen des Portals beruhenden Studie Beschäftigte in der Unternehmensberatung mit im Schnitt sechs Überstunden pro Woche. Es folgen demnach das Hotel- und Gaststättengewerbe mit 5,5 Stunden und das Segment für Konsum- und Gebrauchsgüter mit 5,2 Stunden. Der branchenübergreifende Durchschnitt der Mehrarbeit liege bei 3,8 Stunden.

Je älter Beschäftige sind, desto mehr Überstunden müssen sie machen, ermittelte das Portal weiter. Während unter 20-Jährige nicht länger als 2,4 Stunden zusätzlich arbeiten, seien es bei den 50- bis 60-Jährigen im Schnitt oft vier bis fünf Stunden. Dies erkläre sich mit den höheren Hierarchieebenen, die die Älteren besetzen.

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