Beruflicher Stress Jeder zweite Manager schläft schlecht

Der moderne Arbeitsstil raubt uns den Schlaf: Viele Führungskräfte sind unzufrieden mit ihrer Nachtruhe. Das liegt einerseits am Stress, andererseits an privaten Problemen. Auch Alkohol spielt eine Rolle.
Alles schläft, einer arbeitet? Viele Führungskräfte beschäftigen sich auch kurz vor dem Schlafengehen mit dem Job. Quelle: dpa
Stress im Job

Alles schläft, einer arbeitet? Viele Führungskräfte beschäftigen sich auch kurz vor dem Schlafengehen mit dem Job.

(Foto: dpa)

BerlinMehr als jeder zweite Manager in Deutschland schläft nach eigenen Angaben schlecht. Laut einer Umfrage der Max-Grundig-Klinik in Bühl sind 54 Prozent der männlichen Führungskräfte unzufrieden mit ihrer Nachtruhe. Bei Frauen sind es demnach sogar 59 Prozent. „Es ist offensichtlich, dass der moderne Arbeitsstil, rund um die Uhr online zu sein, vielen Führungskräften die innere Ruhe raubt“, sagte der ärztliche Direktor der Klinik, Curt Diehm, gegenüber der „Welt am Sonntag“, die die Studie veröffentlicht hat.

Mehr als ein Viertel (27 Prozent) der Manager sind der Studie zufolge bis kurz vor dem Schlafen online, mehr als die Hälfte (54 Prozent) ein bis zwei Stunden vor der Nachtruhe. Drei Viertel der Führungskräfte rufen E-Mails zu Hause vor der Fahrt zur Arbeit ab.

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Die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin hat eine umfangreiche Untersuchung zur Arbeitsbelastung und ihren Auswirkungen vorgelegt. 17.000 Befragungen geben ein umfangreiches Bild. Für 43 Prozent der deutschen Arbeitnehmer hat der Stress bei der Arbeit demnach in den vergangenen zwei Jahren zugenommen. Die genauen Umstände sind vielfältig:

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Die Mittagspause ist bei vielen schon lange nicht mehr die Regel: Jeder Vierte (26 Prozent) gibt an die Pause ausfallen zu lassen.

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Bei fast der Hälfte lasse der Arbeitsablauf die Pause schlicht nicht zu – oder sie haben nach eigenen Angaben einfach zu viel zu tun (38 Prozent).

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Knapp 60 Prozent betreiben sogenanntes "Multi-Tasking" im Job, bewältigen also mehrere Aufgaben gleichzeitig. Zudem wird bei 44 Prozent der Arbeitsablauf ständig durch E-Mails und Anrufe unterbrochen.

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Jeder Zweite muss auf der Arbeit mit starkem Termin- und Leistungsdruck umgehen.

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Arbeiten am Wochenende: 64 Prozent aller Befragten verdienen ihr Geld auch am Samstag. 38 Prozent gehen auch an Sonn- und Feiertagen einer Beschäftigung nach.

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Seit Jahren warnen Mediziner vor den gesundheitliche Folgen bei chronischem Stress. Die Umfrageergebnisse dürften diese nun bestätigen:

Beeinträchtigt wird der Schlaf in vielen Fällen aber auch durch Alkohol. Vier von zehn Chefs trinken abends in der Regel mehr als ein Glas Wein oder ein Glas Bier, bei den Männern ist es mehr als die Hälfte.

Als Grund für schlechten Schlaf gibt knapp jeder Zweite beruflichen Stress an, jeder Vierte nennt private Probleme. Für 17 Prozent der Befragten sind finanzielle Sorgen der Auslöser.

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