Buchrezension Hilfe, mein Boss ist ein Affe!

„Chefs sind auch bloß Affen in Anzügen“, sagt Patrick van Veen. Der Biologe und Unternehmensberater glaubt, dass tierisches Verhalten in Konzernen an der Tagesordnung ist. Wie Sie mit ihren Vorgesetzten auskommen.
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Ein Gorilla im Zoo von Sydney. Quelle: Reuters

Ein Gorilla im Zoo von Sydney.

(Foto: Reuters)

DüsseldorfAn die Berühmtheit von King Kong kommt Richard „Dick“ Fuld nicht heran. Aber gleich danach reiht sich der frühere Chef von Lehman Brothers ein in die Reihe der berühmtesten Gorillas der Welt.

Denn so wurde Fuld genannt – offenbar nicht ohne Grund: Denn sein Verhalten als Investmentbanker erinnerte laut Zeitzeugen stark an das eines Gorillamännchens, das die Konkurrenz in die Schranken wies und mit seinem Auftreten die Umgebung einschüchterte. Besonders unglücklich war Fuld über seinen Spitznamen nicht: Er stellte sich einen großen Stofftier-Gorilla ins Büro.

Patrick van Veen hat jahrzehntelang die Parallelen zwischen den Verhaltensweisen von Managern und Primaten vergleichen. Er war jahrelang Projektleiter in einem Versicherungsunternehmen. Van Veen gibt Seminare und schreibt Bücher. Jetzt ist gerade sein neues Werk „Hilfe, mein Chef ist ein Affe!“ erschienen. Mit „Chef“ meint er nicht nur Vorstand oder Geschäftsführer einer Firma, sondern jeden, der „Verhalten beeinflussen will“, also auch Abteilungsleiter und so weiter.

Van Veen identifiziert gewisse Grundfehler unseres Bürolebens. Eines davon ist bei vielen Führungspersonen die übertriebene Suche nach einer schnellen Lösung. Dabei gebe es deutlich effektivere Lösungen, um das Wohl des Unternehmens zu fördern. Wer zur Wurzel des Problems vordringt, behebt Probleme langfristiger und kann Verhaltensweisen der Mitarbeiter besser beeinflussen.

Führungskräfte brauchen noch viel Übung
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6 Kommentare zu "Buchrezension: Hilfe, mein Boss ist ein Affe!"

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    Möchtegerns nur in Wirtschaft und Politik ?
    Zum Glück ist in der Bevölkerung keiner.
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  • Rangelei, Imponiergehabe -> nicht das Umfeld meiner Wahl.

  • Hat man einen Idioten zum Chef und mal wieder eine unschöne Diskussion mit ihm, oder leidet untr seinen Einschüchterungsversuchen, dann stelle man sich diesen Typen einfach in Unterhosen vor und schon nimmt man es leichter und kann innerlich o richtig lächeln
    Wir ahben ja auch ind er Wirtschaft immer mehr "Wulffs", alo Möchtegerns

  • Das Büroleben kann man schon mit einer Affenbande vergleichen. Liegt ja nahe. Nur weil wir abstrakter denken können als unsre nächsten Kollegen, heißt das nicht, dass unsere Triebe das tägliche Geschick lenken.

    Ich finde das schon gar nicht so schlecht, den Ansatz. Denn obwohl wir in der Lage sind Atomkraftwerke zu bauen und zum Mond zu fliegen, verhalten wir uns oft wie eine Bande Volldeppen.

    Ich vergleiche das Bürleben gerne mit einem Hühnerstall, in dem sehr viel gegackert und ab und zu gekräht wird. Das eigentliche Eilegen beschränkt sich jedoch auf einen sehr kurzen und bemessenen Zeitraum, und, das ist ganz wichtig, nur ein Ei pro Tag. Wo kämen wir denn hin, wenn jeder plötzlich weniger gackern und dafür mehr Eier legen würde?

    Meine wärmsten Grüße an die Affen da draussen

  • Guten Taf,.... Affen waren nicht darunter,.... aber Scheisskerle, Luegner, Diebe, Trinker, Spieler, einer sitzt im Knast und 2 wurden von den Security-Leuten bis an die Tuer begleitet nachdem sie in die Kasse gegriffen hatten. Einer war ein Chef.... er ist noch heute mein Freund und Ich sehe ihn alle 3 Monate.

  • 1. ist zu "Beobachten", dass wieder jemand ein Buch geschrieben hat, in dem alte Weisheiten neu gemischt und wieder zusammengesetzt wurden. Ein Buch, welches sich nett liest, aber kein Mensch wirklich braucht.
    2. liegt die "Ursache" für das Buch entweder darin, dass der Autor wieder Geld benötigt oder noch nicht genug davon hat und
    3. erfüllt das Buch den "Zweck", sich über den originellen Titel gut zu verkaufen - und damit die Taschen von Verlag und Autor zu füllen.

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