Buchrezension Sind Sie reif für Ihren Traumjob?

Sie sind ehrgeizig, emsig, gebildet und erfolgreich, aber trotzdem unzufrieden? Egal wie alt oder in welcher Lebensphase: Berufungsfinderin Angela Gulder zeigt, wie man mit Spaß und Freude die eigene Bestimmung findet.
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Leo* hat sich gegen seinen Job im Orchester entschieden und baut unter anderem jetzt auch Instrumente. Quelle: ap

Leo* hat sich gegen seinen Job im Orchester entschieden und baut unter anderem jetzt auch Instrumente.

(Foto: ap)

DüsseldorfLeo* erinnert sich noch genau an den Moment, der ihn dazu veranlasste, seinen bisherigen Job als Musiker in einem Orchester an den Nagel zu hängen. Es passierte mitten auf der Bühne der Berliner Philharmonie, als ihm klar wurde, dass er sich noch mehr wünschte vom Leben. „Ich war erfolgreich, aber unglücklich.“

Leo ist erleichtert, als die Entscheidung für den Neustart gefallen ist. Ein Leben ohne das große Ensemble und ohne die großen Bühnen dieser Welt, auf denen dem Publikum doch „immer nur der gleiche massentaugliche Einheitsbrei präsentiert wird.“ Aber auch ohne Geld und Ruhm. Trotzdem. Als selbstständiger Künstler kann er heute wieder seine Arbeit genießen. „Ich kann meine eigene Natur respektieren und mit Musikern spielen, die bereit sind aus Liebe und mit Humor zu musizieren – was für ein großes Glück.“

Matilda* ging es genauso: „Irgendwann habe ich gemerkt: Es funktioniert nicht, weil es nicht funktionieren kann.“ An diesem Punkt angekommen, zieht die Sozialpädagogin die Notbremse und kündigt; nach acht Jahren in ihrem Beruf, der sie am Ende sogar krank gemacht hat. „Ich habe immer länger gearbeitet, irgendwann sogar für zwei. Und vor lauter Strukturproblemen hatte ich gar keine Zeit mehr, das zu tun, was sinnstiftend ist, mich zufrieden macht und was ich gut kann.“

Und auch die 32-jährige Zoé* merkt gerade, dass sie beruflich als Ton- und Bildingenieurin nicht auf dem richtigen Weg ist. Geahnt hat sie das schon länger. „Ähnlich wie wenn man in einer Beziehung ist, die eigentlich wunderbar läuft. Aber du hast die vage Vorahnung, dass du nicht die erfüllende Liebe lebst. So, als würde man zwar einen kleinen Riss in der Wand wahrnehmen, den aber lieber noch eine Weile mit einem schönen Bild kaschieren können.“ Also hat sie weitergemacht. „In einem Job, der mein Potential nicht mal zu 40 Prozent auszuschöpfen versteht und weit entfernt von meiner erträumten beruflichen Erfüllung liegt.“ Ihr Traumberuf? Lehrerin.

Wie Sie wurden, was Sie sind
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9 Kommentare zu "Buchrezension: Sind Sie reif für Ihren Traumjob?"

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  • liegt vermehrt daran, dass personaler in der regel nur noch verwalter sind. wenn man mal nen psychologen oder sozialpädagogen statt nen bwler auf so nen posten setzen würde, dann würden die schneller schaumschläger aussieben und die wirklich interessanten bewerber einstellen. aber dafür braucht es noch nen "change" in den köpfen des managements...

  • das kann ich bestätigen. hab bei uns auch querulantenstatus.

  • Die wirtschaftliche und politische Realität mit ihrem Gesundschrumpfungswahn, den permanenten Umstrukturierungen,dem gewissenlosen Lohndumping, den Fusionen und Übernahmen,der zentralistischen Subventionierung einer Günstlingswirtschaft und besonders der Wirtschaftkriminalität ala Enron, Tyco, Madoff, etc. zeigt deutlich wo die gesellschaftliche Reise hingeht: in eine Welt des Wahnsinns, die ein hervorragender Katalysator für die weitere Verbreitung von Psychopathie ist.
    "Ich sage immer, wenn ich Psychopathie nicht in den Gefängnissen erforschen würde, dann an der Börse. Zweifellos gibt es in den Führungsetagen der Geschäftswelt einen größeren Anteil an Psychopathen als in der Bevölkerung allgemein. Man findet sie in allen Organisationen, in denen ihnen Stellung und Status Macht über andere verleihen und die Chance auf materiellen Gewinn bietet." (Robert Hare)
    Als Psychopath hatten sie noch nie so gute Chancen wie heute ihren "Traumjob" zu finden. Für die anderen bleiben wohl nur Nischen.

  • Die EU macht doch alles kriminell kaputt. Sie lässt die ganzen Armen und Bettler in einen über Jahrzehnte aufgebauten Kontinent hinein. Diese steigern die Kriminalität auf Mexiko-Niveau, verunsichern die Städte, senken die Lebensqualität, sind asozial bis zum letzten Atemzug, verarmen ganze Viertel, aus denen dann dort Geborene gar wegziehen. Auf jeden Fall senkt das die Mieten... Die eurokratischen Kriminellen in Brüssel bereiten doch den Untergang Europas, eine neue Abwertung nach Währungsreform, einen geordneten Raubzug an einem noch unbekannten Wochenende über alle digitalen Konten hinweg vor. Dafür sollen bitte ALLE Bürger in der EU - es fehlen noch 30 Mio. Menschen!!! - ein digitales Konto bei einer Bank haben. Die Pässe wurden schon EU-harmonisiert; defacto sind die Bürger STAATENLOS seit dem 08.10.2010. Und wissen es nicht. Nun will Monsanto den Lebensmittelmarkt monopolisieren; Vielfalt, eine müde Verbalphrase mit EU, abgestaubt im Staub steigener Kriminalität steht weniger Polizisten, sinkender Verbrechensaufklärung und steigender Unsicherheit gegenüber.

  • @ Hermosa

    Es liegt nicht immer an den Personalchefs. Vielmehr an Abteilungsleitern und Vorgesetzten, die ein Feedback an die Personalabteilung geben. Die zwei Gruppen wollen nur MA haben, die zu ihrer Pfeife tanzen. Wer Mut zeigt und Fragen stellt, wird schnell als Friedensstörer bezeichnet.

  • Sehr geehrte Mitleser,
    ich kann sagen, dass ich bisher mein Leben abseits aller gängigen Konventionen durchgezogen habe. Was ich noch sagen kann ist; es ist verdammt hart manchmal, aber es lohnt sich. Und was ich auch noch sicher sagen kann; die Frau Autorin ist anhand einiger Sätze als Schaumschlägerin zu erkennen.

  • @ Benno

    dem kann ich zu 100% zustimmen!

    Mut zu mehr Risiko und unkonventionellen Mitarbeiten würde Deutschland und Ihren Unternehmen gut tun!

    Die deutschen Peronalchefs sind alles andere als auf den Wandel in unserer neuen Arbeitswelt eingestellt!

    Sie handeln stets nach einem starren Profil, dem perfekten Mitarbeiter mit perfekter Lebensbiographie

    Dabei schreit die neue Arbeitswelt doch förmlich nach dem "unkonventionellen & kreativen Mitarbeiter!...auch gerne mit einer "lebendigen" Biograhie im CV

    Wer den Change vorantreiben möchte, braucht "Changer"!

    Deutschland braucht Personalchefs mit Mut zu NEUEN Wegen!


    Sie sind diejenigen, die fähige potentielle Talente vor der Tür stehen lassen und den meist unfähigen ( vermeindlich nach CV perfekten MA) Tür und Tor öffnen!

    Weg mit allen unfähigen Personalchefs!



  • Change muss man sich leisten können!

    z.B. Selbständigkeit

    In der Tat hat man viele Möglichkeiten sein Leben zu ändern

    ...wenn der change finanzierbar ist!


    Wer wenig oder keinen finanziellen Rückhalt sei es durch Partner, Familie , Erspartes, ect. hat, hat so gut wie keine Möglichkeit auf einen change

    + das quäntchen Glück

    ...das ist die Realität


    Jedoch

    wenn es gelingt, dann spürt man eine große Dankbarkeit!




  • Die größten Bremser für Kreativität und Selbstverwirklichung sind die deutschen Personalchefs. Welche Vorschläge hätten Sie für die?
    Auch komplett entrümpeln?

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