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Compliance Kontrolle schafft Vertrauen

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Was im Umgang mit Geschäftspartnern erlaubt ist

Beim Mittelständler Peiker Acustic ist das weltweite Netzwerk weit verzweigt: Einige Bauteile kommen aus Asien, produziert wird neben Deutschland noch in Mexiko, weitere Niederlassungen bestehen in den USA und in Frankreich. Eine eigene Compliance-Abteilung gibt es zwar nicht. Allerdings hat Peiker die Anti-Korruptions-Richtlinien in den Arbeitsverträgen der Mitarbeiter festgeschrieben. Was im Umgang mit Geschäftspartnern erlaubt ist,  beantwortet ein Nachschlagewerk im Intranet.

Für Nicole Schwäbe, bei Peiker Bereichsleiterin Personal und Kommunikation sowie kommissarische Leiterin der Zoll- und Exportkontrolle, ist mit der zunehmenden Internationalisierung auch die Kontrolle der Geschäftspartner immer wichtiger geworden. Neben den eigenen Standards überprüft Peiker auch die seiner Partner regelmäßig. „Überall wo Geld fließt, veranlassen wir auch ein Screening“, sagt Schwäbe. „Wir schauen uns aber genauso die Produktionsbedingungen unserer Lieferanten in Asien an, damit wir zum Beispiel Kinderarbeit ausschließen können.“

Im internationalen Geschäft wacht die Abteilung Zoll- und Exportkontrolle über mögliche Verstöße, die eigenen Mitarbeiter werden von der Personalabteilung überprüft. Die Kontrolle der Geschäftspartner schließlich übernimmt der Vertrieb.

Wer auf die eigene Compliance-Abteilung verzichtet,  sollte zumindest einen zentralen Ansprechpartner im Unternehmen benennen, sagt Franz Leisch.  Einzelne Aufgaben würden freilich an die Fachabteilungen übertragen: „Die interne Revision kann beispielsweise die Einhaltung der Geschenkerichtlinie überprüfen. Denn irgendeine Form von Kontrolle ist zwingend, sobald eine Richtlinie eingeführt wird.“

Für unverzichtbar hält der Experte, die Mitarbeiter etwa in Seminaren umfassend über geltende Richtlinien zu informieren. Eine Investition, die sich in jedem Fall bezahlt macht. „Wenn sie geschult werden, entstehen zwar erst einmal Kosten. Aber erst dann setzt der Denkprozess bei jedem Einzelnen auch wirklich ein.“

Dieser Artikel ist Teil einer Serie, die sich mit der Bedeutung von Vertrauen in der Wirtschaftswelt beschäftigt. Die Serie ist im Rahmen einer Kooperation zwischen Handelsblatt Online und der Lehrredaktion der Kölner Journalistenschule für Politik und Wirtschaft entstanden.

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1 Kommentar zu "Compliance: Kontrolle schafft Vertrauen"

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  • Wie soll Kontrolle Vertrauen schaffen?
    Als ehemaliger DDR-Bürger weiß man wohin Kontrolle führt, es schafft ein Klima von Angst und Unterwürfigkeit.

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