Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Frauenquote in Deutschland Kulturwandel kommt nur langsam voran

Seite 2 von 2:
„Man darf keine Wunder erwarten“
Diese Frauen wollen wir bis 2025 als Dax-CEO sehen
Der Wettbewerb
1 von 26

Welche der nominierten Frauen wollen Sie bis zum Jahr 2025 im Vorstand eines Dax-Konzerns sehen? Gemeinsam mit der Plattform Edition F und der Huffington Post haben wir den Wettbewerb ausgerufen – und mehr als 500 Nominierungen erhalten. Aus den 50 Frauen, die es in die Vorauswahl geschafft hatten, konnten unsere Leser wiederum ihre Favoritin auswählen und ihre Stimme abgeben. Heute präsentieren wir die Gewinnerinnen.

(Foto: Getty Images)
Aliz Tepfenhart, Geschäftsführerin der Burda Digital Holding
2 von 26

Im Mai dieses Jahres wechselte Aliz Tepfenhart von der Otto Group zur Burda Digital Holding, für die sie ab sofort als Geschäftsführerin fungiert. Die Managerin zeichnet sich vor allem durch ihre breite Erfahrung im E-Commerce aus, die sie sich als Geschäftsführerin des Baur Versands sowie als Geschäftsführerin von Quelle (Burda Group Russland) aneignete. Das Wissen setzt sie nun für die B2C-Transaktionen der von Burda gebündelten Digitalunternehmen und -Marken ein.

Jetzt für Aliz Tepfenhart abstimmen.

(Foto: privat)
Antonella Mei-Pochtler, Geschäftsführung Boston Consulting Group
3 von 26

Antonella Mei-Pochtler ist Senior Partnerin und Geschäftsführerin bei der Boston Consulting Group und berät als Expertin für Markenführung internationale Unternehmen, vor allem aus der Konsumgüterindustrie und der Medienbranche. Sie ist 1984 bei BCG im Münchener Büro eingestiegen, wurde 1990 zur Partnerin und acht Jahre später zur Senior Partnerin ernannt. 1997 eröffnete sie das Wiener Büro von BCG.

Jetzt für Antonella Mei-Pochtler abstimmen.

(Foto: privat)
Dr. Caren Genthner-Kappesz, CEO Kalahari
4 von 26

Nach ihrer Promotion in Mathematik und einer Firmengründung verbrachte sie einige Jahre bei der Boston Consulting Group, es folgten Führungspositionen bei Ebay, Shopping.com und Brands4friends. Seit zweieinhalb Jahren ist sie CEO bei Kalahari.com, Südafrikas größtem Shoppingportal, das kürzlich mit dem zweiten Marktführer Takealot.com fusionierte. Ihr ehemaliger Chef bei Ebay schwärmte in einem Interview mit der „Wirtschaftswoche“ geradezu: „Ihr Team hat sich bei ihr gut aufgehoben gefühlt. Auch in Konfliktsituationen argumentiert sie sachlich. Sie packt mit an, ist eine Macherin.“

Jetzt für Dr. Caren Genthner-Kappesz abstimmen.

(Foto: privat)
Catrin Hinkel, Vorstandsmitglied Accenture und Geschäftsführerin des Bereichs Health
& Public Service und Human Capital & Diversity Lead
5 von 26

Sie gehört zu den Top-Frauen der deutschen IT-Branche: Catrin Hinkel ist Geschäftsführerin bei Accenture, einem der weltweit führenden Managementberatungs-, Technologie- und Outsourcing-Dienstleister, hat in ihrer Karriere Klienten aus den Sparten Telekommunikation, Versorger, Chemie, High Tech und Public Service betreut. Bis 2010 verantwortete sie das gesamte SAP-Implementierungsgeschäft von Accenture im deutschsprachigen Raum.

Jetzt für Catrin Hinkel abstimmen.

(Foto: privat)
Claudia Michalski, Geschäftsführerin der Verlagsgruppe Handelsblatt
6 von 26

Claudia Michalski ist Geschäftsführerin der Verlagsgruppe Handelsblatt und schwerpunktmäßig für den Fachmedienbereich der Verlagsgruppe sowie die Tochter- und Beteiligungsgesellschaften (wie etwa VDI-Verlag, Meedia, Bellevue & more) zuständig. Hier verantwortet sie insbesondere den strategischen Ausbau und das Beteiligungsmanagement. Darüber hinaus ist Michalski stellvertretende Sprecherin des Verbandes Deutsche Fachpresse und Sprecherin der Arbeitsgemeinschaft Zeitschriftenverlage. Die Medienmanagerin arbeitete zuvor für den Verlag Walter de Gruyter und den Beuth Verlag.

Jetzt für Claudia Michalski abstimmen.

(Foto: privat)
Dr. Claudia Nagel, Gründerin und Geschäftsführerin Operations, Technik & Finanzen Kiwi.ki
7 von 26

Die Idee zu Kiwi.ki kam Claudia Nagel im Jahr 2011, als die dreifache Mutter mit Tüten und Taschen behängt vor ihrer verschlossenen Haustür stand und sich fragte, warum man im 21. Jahrhundert immer noch so etwas wie einen Metallschlüssel braucht. 2012 gründete die Ingenieurin und ehemalige McKinsey-Beraterin dann mit zwei Partnern ihr Hardware-Startup, das die herkömmlichen Schlüssel abschaffen will: Das schlüssellose Zugangssystem kann über einen kleinen Transponder Haustüren automatisch aus einer Entfernung von bis zu drei Metern entriegeln. Außerdem lässt sich die Haustür über eine Smartphone-App öffnen. Mehrere Millionen Euro konnte die Gründerin von Investoren einsammeln. Großkonzerne wie die Deutsche Post haben mittlerweile Exklusivverträge mit dem Startup abgeschlossen.

Jetzt für Dr. Claudia Nagel abstimmen.

(Foto: privat)

„Da gibt es relativ wenig Fortschritte“, sagt Schulz-Strelow. Manche Unternehmen hebelten die gesetzte Frist 2017 aus, indem sie sich für Ende 2016 eine sehr bescheidene Zielvorgabe setzen, und sich dann die nächsten fünf Jahre nicht weiter verpflichten müssten. „Die Fristen sind sehr kurz. Man darf keine Wunder erwarten“, sagt Lösch vom BDI.

Auch die 100 Großen müssen sich über die Aufsichtsräte hinaus für Vorstände und Führungsetagen Zielvorgaben zur Frauenquote setzen. Bei den Dax 30 liegt sie derzeit nur bei 7 bis 8 Prozent (Stand August 2015). Insgesamt sind demnach bei den 30 Unternehmen nur 16 Frauen im Vorstand. Ein Jahr vorher waren es 12, von insgesamt 192.

„Der Kulturwandel braucht mehr Zeit als wir uns das gewünscht haben“, sagt Schulz-Strelow. Aber sie ist nicht ohne Hoffnung: „Viele sehen es so: Wenn wir etwas tun, dann erwarten wir eine bessere Reputation für das jeweilige Unternehmen. Das ist der Hebel, wo wir ansetzen müssten, denn Reputation ist ein hohes Gut bei der Unternehmerschaft.“

Eindeutig positiv sieht die Unternehmensberaterin Ana-Cristina Grohnert, Managing Partner bei Ernst & Young, die Quote. „Sie hat die Diskussion beschleunigt. Und einige Unternehmen haben den Weckruf gebraucht.“ Das Thema Frauen in Führungspositionen sei nun höher auf der Agenda aller Entscheider.

Auch Grohnert weist allerdings auf die großen Unterschiede zwischen den Firmen hin. „Einige Unternehmen sind früher wach geworden als andere.“ International ausgerichtete Konzerne seien oft schneller gewesen, andere einfach nicht gut vorbereitet. „Die sagen jetzt: Es gibt keine geeigneten Frauen.“

Insgesamt habe sich das Klima in den Unternehmen aber geändert: „Die Stimmung ist nicht mehr so ängstlich wie vor der Quotendiskussion, sondern sehr viel pragmatischer und positiver als die Abwehrreaktion, die vorher da war.“ Viele wüssten inzwischen: „Eine Kultur, die offen ist für Andersartigkeit, kann auch wirtschaftlichen Erfolg bedeuten“, sagt Grohnert, die auch Vorstandsvorsitzende des Vereins „Charta der Vielfalt“ ist.

  • dpa
Startseite
Seite 12Alles auf einer Seite anzeigen

Mehr zu: Frauenquote in Deutschland - Kulturwandel kommt nur langsam voran