Gehaltsübersicht für 2014 Verdienen Sie, was Sie verdienen?

Deutschlands Unternehmer blicken laut einer Studie des Personaldienstleisters Robert Half außerordentlich zuversichtlich in die Zukunft – gute Voraussetzungen für mehr Gehalt. Wie viel Ihr Chef Ihnen mehr zahlen sollte.
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Die Unzufriedenheit über das Gehalt ist häufig ein Grund zur Kündigung. Zeit, zu verhandeln! Quelle:

Die Unzufriedenheit über das Gehalt ist häufig ein Grund zur Kündigung. Zeit, zu verhandeln!

DüsseldorfDeutschlands Unternehmen sind zuversichtlich. Gerade erst ist das ZEW-Konjunkturbarometer auf den besten Stand seit April 2010 gestiegen. Und laut Ifo-Geschäftsklimaindex geht es für die deutsche Wirtschaft ebenfalls weiter aufwärts, wenn auch in kleinen Schritten. Zu einem optimistischen Ergebnis kommt auch eine Studie des Personaldienstleisters Robert Half, die Handelsblatt Online vorliegt. Demnach erwartet ein Großteil der Chefs hierzulande im kommenden Jahr eine positive Entwicklung für ihre Firma – gute Voraussetzungen also für die Einstellung neuer Mitarbeiter.

Schon im zweiten Halbjahr 2013 wollen 37 Prozent der Unternehmen neue Stellen schaffen. Das entspricht einem Zuwachs von 10 Prozent gegenüber dem ersten Halbjahr. Darüber hinaus will mehr als die Hälfte aller Unternehmer aus dem Finanz- und Rechnungswesen frei werdende Stellen wieder neu besetzen.

Doch in Deutschland herrscht gleichzeitig auch Fachkräftemangel. Darüber hinaus sorgen sich die Firmen, dass sie ihre Top-Mitarbeiter in Zukunft an einen Wettbewerber verlieren könnten. Zeit also, über Gehalt zu reden. Denn auch wenn Mitarbeiter meist mehrere Gründe für ihre Kündigung nennen: bei jedem Dritten führt neben der fehlenden Anerkennung auch die Unzufriedenheit über das Gehalt zur Trennung vom aktuellen Arbeitgeber. „Heutzutage spielen Themen wie Jobsicherheit, bessere Karriereentwicklungschancen und eine ausgeglichene Work-Life-Balance die wichtigste Rolle bei der Entscheidung für einen Jobwechsel“, erläutert Sven Henninge von Robert Half. „Nach wie vor jedoch ist in den meisten Fällen ein attraktives Gehaltsangebot der größte Anreiz, dass Fach- und Führungskräfte tatsächlich kündigen.“

Welche Gehälter 2014 gezahlt werden, welche Markttrends die Nachfrage nach gutem Personal steuern und welche Kenntnisse aktuell besonders gefragt sind, haben wir auf den folgenden Seiten zusammengestellt. Dabei gibt die Gehaltsstudie einen Überblick für 23 Positionen im Finanz- und Rechnungswesen. Wichtig: Die angegebenen Zahlen sind Durchschnittswerte für Deutschland beziehen sich immer auf die Brutto-Jahresgehälter ohne Benefits, Boni oder andere Zusatzleistungen. Zu beachten ist außerdem, dass die Einkommenshöhe auch von Faktoren wie der Region oder der Unternehmensgröße beeinflusst wird. Daher dürfte es kaum verwundern, dass in Metropolen wie Frankfurt oder München und in großen Unternehmen tendenziell höhere Gehälter gezahlt werden als in kleinen Unternehmen in ländlichen Gebieten.

Gehaltsübersicht für das Finanz- und Rechnungswesen 2014
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9 Kommentare zu "Gehaltsübersicht für 2014: Verdienen Sie, was Sie verdienen?"

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  • @Handelsblatt
    Überschrift: "Verdienen Sie, was Sie verdienen?"

    Was meint ihr eigentlich? Verdien ich zu viel oder zu wenig?
    Oh, ihr seid so subtil...

  • Man sollte beachten, dass die Daten einerseits eine grobe Range abbilden und andererseits von einem Dienstleister in der Personalvermittlung stammen. Gehaltsdaten von Headhuntern/Personalvermittlern sind ja "Nebenprodukte" aus der eigentlichen Vermittlungstätigkeit. Dicht dran am Kunden, immer gut informiert für Trends, in absoluter Höhe aber im Zweifel mit Bias in Richtung "Jobwechsler" aus Kandidatensicht bzw. "Suchmandat" aus Unternehmenssicht. Dieser Bias kann erfahrungsgemäß um die 20 % gegenüber tatsächlich bezahlten Gehältern für vergleichbare Funktionen in anderen Unternehmen ausmachen. Ein Jobwechsel lohnt eben in der Regel nur, wenn man auch mehr bekommt und mehr aufruft. Entsprechend müssen die Daten interpretiert werden. Für Einsteiger und Zeitarbeit gelten ohnehin eigene Gesetze.

  • Es bleibt jedem überlassen, selbst nachzusehen.

    WWW.Bundesanzeiger.de.

    Viele Unternehmen haben hier zwangsläufig Gehaltssumme und Mitarbeiteranzahl veröffentlicht.

    Sicher, Gehaltssumme / Mitarbeiter ist ein Durchschnittswert. Der Median wäre aussagekräftiger.

    Doch viele Unternehmen unterliegen noch der Tarifbindung. Somit sind die Werte sehr aussagekräftig.

    Man sieht: In der Zeitarbeit wird teilweise sehr schlecht verdient. Bei Banken, Versicherungen und großen Industrieunternehmen sind aber Gehaltssummen von 70 – 100 kEuro pro Mitarbeiter und Jahr (Durchschnittswert) keine Seltenheit.


    Doch viele

  • Als IB (Prop-Trader auf dem Trading-Floor) und mittlerweile selbst. Börsenhändler kann ich die Sehnsucht nach einem angestellten Job nicht nachvollziehen. In meiner Branche kommt ein angestellter Börsenhändler an einem Trading-Desk hier Frankfurt selten über 200.000 € (Brutto inkl. Bonus) hinaus.

    Dabei ist die Selbständigkeit das Erstrebenswerte für jeden unternehmerisch denkenden Menschen; auf eigenen Füßen zu stehen, sich von niemanden reinreden zu lassen, sein eigenes Ding/Baby zu machen (ich kann, muss aber nicht arbeiten, da auch sonst finanziell nach über 10 angestellten Jahren alles im grünen Bereich ist) und sich auch sein Gehalt selber zu zahlen. Aber auch finanziell ist es die deutlich bessere Lösung. That`s all.

  • Anonym: Das soll wohl "Arbeitnehmer" heißen?

  • @ Zeitarbeitssklave

    Ich kann Ihre Ausführungen nicht nachvollziehen. In dem Artikel wird ganz klar darauf hingewiesen, dass der persönliche Verdienst natürlich auch von der Weiterbildung abhängig ist. Ich bin Anfang 30, auch Banker in Hessen und verdiene als Firmenkundenberater mehr als 50.000 € inkl Boni. In den letzten Monaten habe ich immer wieder Angebote von anderen Banken erhalten, die mir auch mehr Geld und eine Festanstellung geboten haben. Bei Banken ist es wie in jedem anderen Unternehmen. Spezialisten werden händeringend gesucht, Mitarbeiter die "nur" die Ausbiuldung gemacht haben und nur "einfachere" (soll nicht beleidigend oder abwertend sein) Tätigkeiten erledigen können, gibt es hingegen viele und entsprechend ist die Bezahlung. Ich habe auch erst mehr Geld verdient, anchdem ich mich zum Bankfach- und anschließend -betriebswirt weitergebildet und viele zusätzliche Seminare besucht habe. Derzeit absolviere ich den diplomierten Bankbetriebswirt. Nur so kann man bei der Vielzahl von Mitbewerbern bestehen. Falls es bei Ihnen jedoch nicht an den Weiterbildungen, sondern an der Region hängt, würde ich in dieser Situation ggf. über einen Umzug nachdenken. Generell ist die Situation bei den Banken für Spezialisten jedoch sehr angenehm.

  • Bei mir verursacht dieser Artikel nur ein schmerzhaftes Lächeln. "Witzigerweise" arbeite ich ebenfalls über RH im Controlling. Meine Berufserfahrung in diesem Bereich ist länger als 10 Jahre und ich verdiene trotz hoher Qualifikation weniger als der vorgezeigte Junior-Controller.

    Bitte konkrete Stellen nennen, die diese Vergütungen mit entsprechenden Verträgen bieten! Ich fühle mich von diesen Berichten nur noch verschiffschaukelt!

  • Da gebe ich giwi recht! Bin Zeitarbeiter (Bank) und hatte bisher folgende Angebote Netto 1.000 Euro (für Datenerfassung) war wohl eher für gerade ausgelernte Banker gedacht. Dann im Bereich von 1.300 bis 1.400 Euro, bessere Angebote so bei 1.500 Euro und nur ein sehr gutes mit 1.650 Euro. Im Augenblick bekomme ich mehr (1.750 Euro) da diese Zeitarbeit ohne Marge arbeitet, da sie direkt der Muttergesellschaft untersteht und nur an diese vermittelt. Bruttogehalt hatte ich bisher auch nie über 35.00 Euro inklusive Bonus, Überstundenauszahlung. Also kann die Tabelle hier nicht stimmen das ein Sachbearbeit3er mit 10-15 Jahren 45.000 Euro Brutto und mehr verdietn. Bin gelernter Banker und zwischen 30 und 40 Jahre alt. Seit langem keine Festanstellung mehr, nur Sklavenarbeit / Zeitarbeit.

  • Selten so herzhaft gelacht....
    Da schaut der Personaldienstleister wohl eher optimistisch in seine eigene Zukunft, denn die meisten dieser zu besetzenden Stellen werden wohl wieder nur über Zeitarbeitsverträge und Leiharbeit besetzt werden. Und diese Gehaltsrechner gelten wohl auch für die wenigsten Arbeitnehmer, die von Benefits, Boni oder anderen Zusatzleistungen noch nie was gehört haben. Daß wir einen Fachkräftemangel haben, bekommen wir ja ständig zu hören, aber keine Fachkraft möchte sich gern unter Wert verkaufen. Wird aber leider tagtäglich von uns verlangt. Ich beneide jeden Arbeitgeber, der entsprechend seiner Qualifikationen und Arbeitsleistung entlohnt wird. Leider kenne ich nicht besonders viele.

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