Job und Karriere Welche Berufe jetzt gefragt sind

Unternehmen haben 2015 kaum mehr Stellen ausgeschrieben als im Vorjahr. Innerhalb der Berufsgruppen gibt es allerdings starke Veränderungen. Der Handelsblatt Jobturbo zeigt, welche Experten jetzt besonders gefragt sind.
  • Miriam Bax
Die Aussichten für die kommenden Monate sehen gut aus. Quelle: Fotolia.com
Neuer Job

Die Aussichten für die kommenden Monate sehen gut aus.

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KölnNeuer Job im neuen Jahr? Studien zeigen, dass die günstige Situation am Arbeitsmarkt den Wechselwillen deutscher Angestellter beflügelt. Nach einer Umfrage der Online-Jobbörse Stepstone heißt das konkret: Jeder Vierte der 20- bis 59-Jährigen plant einen Jobwechsel im Jahr 2016. 24 Prozent sind momentan aktiv auf Jobsuche und 28 Prozent behalten passende Jobs im Blick. Im Gegensatz dazu planen nur drei Prozent der Angestellten den internen Aufstieg im selben Unternehmen.

Mit Beginn des Jahres prasseln so auch wieder zahlreiche Suchanfragen auf die Jobbörsen ein. Traditionell zählt der Januar zu den Monaten mit den meisten Suchanfragen von Bewerbern. Und zu den beliebtesten Bereichen gehören „Marketing“, „Jurist“, „Assistenz“, „Controller“ und „Ingenieur“. Dies sind zumindest die Suchbegriffe, die Bewerber in den vergangenen zwölf Monaten am häufigsten in die Suchmaske des Handelsblatt Jobturbos eingegeben haben. Die Suchmaschine durchforstet die Stellenanzeigen der großen Jobbörsen wie Stepstone und Monster, kleiner Special-Interest-Portale sowie von Zeitungen und den Karriereseiten der Top-Unternehmen.

Dabei hat sich zusammengenommen auf dem Stellenmarkt in den Jobportalen und Zeitungen nicht viel getan. Zwar lag das Angebot im letzten Quartal noch einmal deutlich über dem in den Sommermonaten. Mit einem Minus von 0,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahr blieb das Stellenangebot im vergangen Jahr insgesamt aber recht stabil. Innerhalb der einzelnen Berufsbereiche zeigt sich hingegen mehr Bewegung.

„IT-Spezialisten, Gesundheitsexperten und Mitarbeiter aus technischen Berufen sind aktuell besonders gefragt", weiß Stepstone-Geschäftsführer Sebastian Dettmers. So zeigt auch der Jahresvergleich des Jobturbos, dass der Bedarf an Mitarbeitern im Bereich Führung und Management mit plus 3,6 Prozent, in der IT und Telekommunikation (plus 2,3 Prozent) sowie für Berater und Consultants (plus 2 Prozent) gewachsen ist. Auch im Bauwesen und Immobiliensektor und in der Gastronomie suchen Unternehmen stärker nach Personal. Unverändert hält sich das Angebot im Gesundheits- und Sozialwesen.

Diese Jobs haben Zukunft
Intelligente Autos brauchen IT-Experten und Ingenieure
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Längst werden autonom steuernde Fahrzeuge getestet und auch im offenen Verkehr erprobt. Die Zukunft auf der Straße gehört intelligenten Smart Cars. In der Automobilindustrie werden deswegen nicht nur verstärkt Fahrzeugbauingenieure gesucht, sondern immer mehr IT-Experten benötigt. Während Ingenieure hier als Berufseinsteiger bei über 61.000 Euro beginnen, starten IT-Experten mit etwa 58.000 Euro.

Cybersicherheit – IT-Security wichtiger denn je
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Hackerangriffe auf Bankkonten, Sicherheitsbehörden und Unternehmen haben in den vergangenen Jahren deutlich zugenommen. Durch die elektronische Vernetzung des Alltags erhalten Internetkriminelle immer mehr Angriffsfläche. IT-Sicherheitsexperten und Mathematiker müssen nicht nur Systemlücken schließen, sondern auch neue Verschlüsselungsmethoden entwickeln. Mathematiker in der IT-Branche beginnen mit etwa 49.000 Euro im Jahr, hochqualifizierte IT-Security-Spezialisten kommen auf über 53.000 Euro Einstiegsgehalt.

High-Speed-Versand: Logistiker gesucht
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Per Mausklick bestellen und noch am selben Tag die Lieferung erhalten – was noch vor einigen Jahren kaum möglich war, ist heute mit „Same-Day-Delivery“ Realität. Dieser Service setzt ein ausgeklügeltes Logistiksystem voraus, bei denen Prozesse bis aufs kleinste Detail durchdacht werden. Hierfür werden Supply-Chain-Manager benötigt. Die Jobaussichten für die Logistikexperten sind sehr gut, und ihr Gehalt liegt anfangs bei 47.000 Euro.

Experten für Suchmaschinen
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Die Auffindbarkeit eines Unternehmens im Internet ist für viele Firmen existenzrelevant – vor allem im Onlinehandel, dem Netzjournalismus oder Dienstleistungsgewerbe. Auch in 2016 spielen SEO-Experten für Suchmaschinenoptimierung eine relevante Rolle. Berufsanfänger starten mit rund 36.000 Euro.

Digitales Marketing und Online-Kommunikation
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Erfolgreiches Wirtschaften im Internet erfordert neben Entwicklern auch Experten im Online Marketing und der Kommunikation. Online Marketing-, PR- und Social Media-Manager transportieren die Botschaften und Marken ins Digitale, was auch ein gewisses technisches Know-How erfordert. Alle drei Berufe starten auf vergleichsweise niedrigem Niveau bei etwa 35.000 Euro.

Pflegemanagement – vom Altenpfleger bis zum Geschäftsführer
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Aufgrund der alternden Gesellschaft werden Pflegeberufe immer wichtiger. „Wir beobachten seit ein paar Jahren, dass es im Pflegebereich immer mehr Stellen gibt. Leider befinden sich die Gehälter auf einem eher geringen Niveau“, sagt Dr. Philip Bierbach, Geschäftsführer von Gehalt.de. Derzeit bekommt ein frisch ausgebildeter Altenpfleger 27.000 Euro im Jahr.

Methodik
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Das Vergleichsportal Gehalt.de ermittelte Trendberufe für das Jahr 2016. Bei der Gehaltsanalyse wurden ausschließlich Daten von Berufsanfängern mit bis zu drei Jahren Erfahrung berücksichtigt. Die Gehaltsangaben stammen aus Unternehmen unterschiedlicher Größenordnungen.

Pessimistischer erweist sich die Stimmung hingegen in anderen Berufsfeldern. Stark betroffen vom Rückgang an freien Stellen ist das Handwerk. Hier gab es elf Prozent weniger freie Stellen als im Jahr zuvor. Das Angebot für Rechtsberufe ist mit einem Minus von zehn Prozent ebenso gesunken. Im Bildungswesen liegt das Minus bei neun Prozent. Auf ein Minus von rund fünf Prozent kommen Angebote für Ingenieurberufe.

Die Prognose von Arbeitsmarktforschern für die kommenden Monate ist gut. Als Wachstumsbranche gelten Gesundheitswesen und der soziale Bereich. 80.000 neue Stellen sollen hier geschaffen werden, um die neuen Aufgaben stemmen zu können. Laut Institut für Arbeitsmarkt und Berufsforschung (IAB) sollen außerdem neue Jobs bei Firmendienstleistern (110.000 neue Stellen) entstehen. Hier sind Beraterberufe als auch Werbefachleute, Wirtschaftsprüfer und Marktforscher weiter im Kommen.

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Diese Jobs suchen die Handelsblatt-Leser:
1. Ingenieur   6. Bauingenieur
2. Geschäftsführer   7. Marketing
3. Financial Analyst   8. Jurist
4. Controller   9. Volkswirt
5. Steuerberater   10. Designer
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