Kenpo-Coaching Mit Faust und Fuß Karriere machen

Siegen, ohne zu gewinnen: Nach diesem Prinzip funktionieren viele Kampfkünste. Sie sind mehr als nur Sport und machen Manager fitter und erfolgreicher – so wie das hawaiianische Kenpo, das aus Schwächen Stärken macht.
  • Patrick Peters
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Die Prinzipien der Kampfkunst lassen sich auch auf den beruflichen Alltag übertragen. Quelle: ap

Die Prinzipien der Kampfkunst lassen sich auch auf den beruflichen Alltag übertragen.

(Foto: ap)

MönchengladbachKönig Kalakaua, der vorletzte Monarch des Inselreiches Hawaii, war ein kluger Mann: Weit gereist und sehr offen für Neues, lud er Ingenieure, Philosophen und andere Experten und Denker aus der ganzen Welt im späten 19. Jahrhundert nach Hawaii ein, um seine Insel durch deren Hilfe entwickeln und sein Volk durch das Beste anderer Kulturen veredeln zu lassen.

So kommt es, dass sich beispielsweise in der hawaiianischen Philosophie Einflüsse aus Japan und China wiederfinden, Kalakaua schon in den 1880er Jahren ein Telefon in seinem Palast hatte und noch vor dem Weißen Haus elektronische Beleuchtung einführte.

Und so passt auch das Kenpo perfekt nach Hawaii. Die Kampf- und Lebenskunst wurde um die Mitte des vergangenen Jahrhunderts vom Kampfkünstler Edmund Parker (1931 bis 1990) begründet und vereinigt Elemente aus verschiedenen Kampfsystemen, die größtenteils aus Fernost stammen. Dass Kenpo mehr ist als Selbstverteidigung, zeigt Robert Fuhr.

Der Kampfkunstlehrer aus Mönchengladbach und frühere Spitzenmanager – der 50-Jährige war Vertriebsleiter und Geschäftsführer in einem mittelständischen Unternehmen – nutzt die hawaiianische Kampf- und Lebenskunst als Coaching-Konzept in seiner Schule „Cogito Meum“. „Ich übertrage die Prinzipien des Kenpo auf den beruflichen Alltag von Berufstätigen in allen Situationen, ob Manager oder Freiberufler, ob Fabrikarbeiter oder Buchhalter.“

Bei der Entwicklung des Kenpo ging es Parker um die praktische Umsetzung und Effizienz, nicht um Esoterik und Künstlichkeit. „Die Bewegungen des Systems sind natürlich und jede Übung ist alltagserprobt“, sagt Robert Fuhr, der seinen schwarzen Gürtel – wie in Karate und Co. das Zeichen für Meisterschaft – von Ed Parker selbst erhalten hat.

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