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Manager im Sog der Sucht „Eigentlich sind das die richtig armen Schweine“

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Patient Chef
Da drauf was trinken! Ein Satz, der im Geschäftsleben häufig fällt. Gründe zum gemeinschaftlichen Alkoholkonsum gibt es viele. Quelle: dapd

Da drauf was trinken! Ein Satz, der im Geschäftsleben häufig fällt. Gründe zum gemeinschaftlichen Alkoholkonsum gibt es viele.

(Foto: dapd)

Eine andere Schwierigkeit ist häufig die Dauer der Behandlung. Klinikchefs hören nicht selten den Satz: „Ich habe zwei Wochen Zeit, machen Sie mich wieder gesund.“ Nur reicht das für eine krisensichere Lösung der Probleme nicht aus. Kollenbaum: „Erforderlich sind mindestens vier bis sechs Wochen.“ In Einrichtungen, die von den Krankenkassen bezahlt werden, dauert ein Aufenthalt in der Regel drei bis sechs Monate.

Selbst danach ist das Leben eines Suchtkranken noch kein Zuckerschlecken. „Bis sich wirklich ein krankhaftes Verhalten geändert hat, braucht es ein bis zwei Jahre“, berichtet Oberberg-Geschäftsführer Götz Mundle. „Es ist die eine Sache, die schädliche Substanz wegzulassen. Aber die Patienten müssen erlernen, wie sie ohne Suchtmittel mit sich, ihrem Arbeitsalltag und ihrer Familie so umgehen können, dass wieder eine Lebendigkeit da ist.“ Und zwar so, dass sie sich nicht ausschließlich auf Ergebnisse, Ziele und Zahlen versteifen.

Für jemanden, der gesund werden will, ist der Klinikalltag harte Arbeit. Sechs bis sieben Therapiestunden stehen nach Entgiftung und Entwöhnung täglich auf dem Plan, auch am Wochenende. Die Patienten müssen lernen, ohne Alkohol zu leben und bewusst mit Stress umzugehen.

Da tauchen schnell unbequeme Fragen auf, die beantwortet werden wollen. Was gibt es für Grundkonflikte, die entwicklungsbedingt sind? Welche unrealistischen Erwartungen stellen Manager an sich selbst? Welche Veränderungen sind am Arbeitsplatz möglich? Welche unbewussten Konflikte schleppt man mit sich rum?

Lieber schlau als blau
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27 Kommentare zu "Manager im Sog der Sucht: „Eigentlich sind das die richtig armen Schweine“"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Ganz großes Kino, wie hier kollektiv auf "Manager" draufgehauen wird. Doch was sind Manager eigentlich? Leute, die keine operative Tätigkeit ausüben sondern lediglich den Overhead, die Organisation Kommunikation usw. regeln. Damit die Belegschaft in Ruhe arbeiten kann. Sind das automatisch schleche Menschen? Bin ich als Manager ein schlechter Mensch? Nö - ich habe lediglich mein Schicksal in die Hand genommen, mich weitergebildet und mich weiterentwickelt. Management an sich kann man sehr schlecht, kann man aber sehr gut machen. Meist sind unfähige Manager in der Position wo sie sind, weil alle Anderen sich blenden lassen und sie nicht die eigentliche fachliche Qualifikation hinterfragen / probieren. Thema Oberflächlichkeit. Ist das die gleiche Oberflächlichkeit, die viele dazu verleitet, eine gesamte Berufsgruppe zu verteufeln?
    Was mich persönlich interessieren würde: Ein Querschnitt durch die Bevölkerungsgruppen der jeweiligen Suchtarten. Ich denke doch, dass sich für jede Drogen-Sucht eigene "Zielgruppen" herausfinden lassen.

  • Die wirklich armesligen Penner sind unfähige "Business-School" - "Gesellen-Meister". Ich habe noch nie so viel Schwachsinn gehört wie von "Wirtschafstwissenschaftlern".

  • Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich.

  • Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich.

  • OK! Aber es bleibt der Grundsatz !

    Trinke ich die Flasche aus, oder trinkt die Flasche mich aus !

    Jeder kann sich entscheiden, zwischen am Riemen reissen oder an der Flasche reissen

  • "Dort, wo Leistungsdruck, Konkurrenz und Tempo den Takt vorgeben, wo sich die Top-Manager im Hamsterrad die Pfoten wund laufen."

    Entschuldigung, aber mein Mitleid hält sich in Grenzen. Diese Menschen haben sich diesen Weg ausgesucht, um entweder mehr Geld oder mehr Macht oder eben beides zu haben. Um dies zu erreichen lassen sie oft skrupellos andere auf der Strecke. Und die sollen ihm dann wieder helfen? Wozu? Für den nächsten Tritt, wenn derjenige sich wieder erholt hat?
    Der Druck kommt nicht plötzlich von heute auf morgen, der baut sich mit jedem Aufstieg weiter auf. Wenn man seine Grenzen erreicht hat, sollte man eben aufhören und denjenigen den Vortritt lassen, die damit umgehen können.
    Bevor man den Schritt nach oben wagt, sollte man sich entscheiden. Man arbeitet um zu leben oder man lebt um zu arbeiten.

    Das ist wie mit einigen Fußballern. Sie wollen Stars/Helden sein, richtig viel Geld verdienen und kommen dann mit dem Erwartungsdruck nicht klar. Kein Mitleid. Sie müssen ja nicht. Sie haben ja die Wahl, einer anderen Arbeit nachzugehen.

  • Manche Manager können Ihre Betrügereien ebend nur im Suff ertragen!

  • Zu diesem Beitrag möchte ich einen Hinweis auf einen Bericht geben, der für Betroffene einen Weg aufzeigt, bei dem mit einer hohen Erfolgsquote zu rechnen ist. www.alternativtherapie.org/2013/01/11/den-alkohol-einfach-und-erfolgreich-besiegen-wie-geht-das
    Es bleibt jedem viel Erfolg zu wünschen, der in diesem Teufelskreis gefangen ist.

  • @wolfsfreund :-)

    "auch zu Zeiten, wo die Hühner noch oder schon schlafen"

    Hühnchenfilme: z.B.
    http://www.youtube.com/watch?v=zGHuQWlCdQg&list=ULWNRoBl8cu1E

  • Und was wollen Sie uns nun damit sagen ?

    Das wir mehr Mitleid haben sollten ??

    Sorry, aber es gibt positiven und negativen Stress.
    Der positive Stress ist wenn man wirklich davon überzeugt ist etwas Gutes, Sinnvolles zu tun.

    Aber wenn man sich (nur ein Beispiel) jeden Tag selber einreden muss, dass es wichtig + richtig ist die Menschen davon zu überzeugen, dass sie ihren noch funktionierenden PC unbedingt durch ein neues Modell, natürlich der eigenen Firma, ersetzen müssen dann entsteht eben negativer Stress ...

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