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Manager im Sog der Sucht „Eigentlich sind das die richtig armen Schweine“

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Wie Manager zu Abhängigen werden
Tabletten gegen Schlafstörungen, Rückenschmerzen, ein Magenmittel und oben drauf ein Fläschchen Melissengeist: Immer mehr Menschen sind medikamentenabhängig. Quelle: dpa

Tabletten gegen Schlafstörungen, Rückenschmerzen, ein Magenmittel und oben drauf ein Fläschchen Melissengeist: Immer mehr Menschen sind medikamentenabhängig.

(Foto: dpa)

Die Dauerbelastung, die permanente Optimierung und ständige Einsatzbereitschaft in der vernetzten, hektischen Arbeitswelt lösen eine Art von Stress aus, auf die wir evolutionär nicht vorbereitet sind. Das bringt Manager wie Fließbandarbeiter gleichermaßen an ihre Grenzen und kann auf Dauer krank machen. „Das muss nicht immer eine Sucht sein“, erklärt Götz Mundle, ärztlicher Geschäftsführer der privaten Oberbergkliniken, die sich auf die Behandlung von süchtigen Ärzten und Führungskräften spezialisiert haben. „Aber die psychischen Erkrankungen nehmen immer mehr zu.“

Allein die Zahl behandlungsbedürftiger Alkoholiker ist zwischen 1950 und 2007 um das Zwölffache gestiegen. Laut aktuellem Drogen- und Suchtbericht der Bundesregierung gelten 1,3 Millionen Menschen hierzulande als alkoholabhängig, etwa 9,5 Millionen konsumieren in „gesundheitlich riskanter Form“ Alkohol. Mindestens 1,4 Millionen Bürger sind medikamentensüchtig, bis zu 750.000 Menschen pflegen einen gefährlichen Cannabiskonsum oder sind opiatabhängig. Den volkswirtschaftlichen Schaden schätzt die Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen auf jährlich mehr als 26 Milliarden Euro – nur bei Alkohol.

Und natürlich machen Hochprozentiges, Tabletten und Drogen auch vor Werkstoren und Chefetagen nicht Halt. Vor allem die sogenannten „High Potentials“ leiden an chronischem Stress und „stehen unter dem großen Druck, die an sie gesetzten Erwartungen zu erfüllen“, so Psychiater Schmitt.

Insbesondere Manager, in deren Leben der Leistungsgedanke von früher Jugend an eine zentrale Rolle spielte, sind gefährdet, an einer Sucht zu erkranken. Schmitt: „Weil viele von ihnen die Erfahrung gemacht haben, dass sie über ihre Leistung neben der finanziellen auch menschliche Zuwendung erhalten.“ Selbst das Erbgut funkt dazwischen, erklärt Klinik-Geschäftsführer Götz Mundle: „Zu 30 Prozent sind die Gene schuld.“

Berauscht im Chefsessel
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27 Kommentare zu "Manager im Sog der Sucht: „Eigentlich sind das die richtig armen Schweine“"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Ganz großes Kino, wie hier kollektiv auf "Manager" draufgehauen wird. Doch was sind Manager eigentlich? Leute, die keine operative Tätigkeit ausüben sondern lediglich den Overhead, die Organisation Kommunikation usw. regeln. Damit die Belegschaft in Ruhe arbeiten kann. Sind das automatisch schleche Menschen? Bin ich als Manager ein schlechter Mensch? Nö - ich habe lediglich mein Schicksal in die Hand genommen, mich weitergebildet und mich weiterentwickelt. Management an sich kann man sehr schlecht, kann man aber sehr gut machen. Meist sind unfähige Manager in der Position wo sie sind, weil alle Anderen sich blenden lassen und sie nicht die eigentliche fachliche Qualifikation hinterfragen / probieren. Thema Oberflächlichkeit. Ist das die gleiche Oberflächlichkeit, die viele dazu verleitet, eine gesamte Berufsgruppe zu verteufeln?
    Was mich persönlich interessieren würde: Ein Querschnitt durch die Bevölkerungsgruppen der jeweiligen Suchtarten. Ich denke doch, dass sich für jede Drogen-Sucht eigene "Zielgruppen" herausfinden lassen.

  • Die wirklich armesligen Penner sind unfähige "Business-School" - "Gesellen-Meister". Ich habe noch nie so viel Schwachsinn gehört wie von "Wirtschafstwissenschaftlern".

  • Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich.

  • Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich.

  • OK! Aber es bleibt der Grundsatz !

    Trinke ich die Flasche aus, oder trinkt die Flasche mich aus !

    Jeder kann sich entscheiden, zwischen am Riemen reissen oder an der Flasche reissen

  • "Dort, wo Leistungsdruck, Konkurrenz und Tempo den Takt vorgeben, wo sich die Top-Manager im Hamsterrad die Pfoten wund laufen."

    Entschuldigung, aber mein Mitleid hält sich in Grenzen. Diese Menschen haben sich diesen Weg ausgesucht, um entweder mehr Geld oder mehr Macht oder eben beides zu haben. Um dies zu erreichen lassen sie oft skrupellos andere auf der Strecke. Und die sollen ihm dann wieder helfen? Wozu? Für den nächsten Tritt, wenn derjenige sich wieder erholt hat?
    Der Druck kommt nicht plötzlich von heute auf morgen, der baut sich mit jedem Aufstieg weiter auf. Wenn man seine Grenzen erreicht hat, sollte man eben aufhören und denjenigen den Vortritt lassen, die damit umgehen können.
    Bevor man den Schritt nach oben wagt, sollte man sich entscheiden. Man arbeitet um zu leben oder man lebt um zu arbeiten.

    Das ist wie mit einigen Fußballern. Sie wollen Stars/Helden sein, richtig viel Geld verdienen und kommen dann mit dem Erwartungsdruck nicht klar. Kein Mitleid. Sie müssen ja nicht. Sie haben ja die Wahl, einer anderen Arbeit nachzugehen.

  • Manche Manager können Ihre Betrügereien ebend nur im Suff ertragen!

  • Zu diesem Beitrag möchte ich einen Hinweis auf einen Bericht geben, der für Betroffene einen Weg aufzeigt, bei dem mit einer hohen Erfolgsquote zu rechnen ist. www.alternativtherapie.org/2013/01/11/den-alkohol-einfach-und-erfolgreich-besiegen-wie-geht-das
    Es bleibt jedem viel Erfolg zu wünschen, der in diesem Teufelskreis gefangen ist.

  • @wolfsfreund :-)

    "auch zu Zeiten, wo die Hühner noch oder schon schlafen"

    Hühnchenfilme: z.B.
    http://www.youtube.com/watch?v=zGHuQWlCdQg&list=ULWNRoBl8cu1E

  • Und was wollen Sie uns nun damit sagen ?

    Das wir mehr Mitleid haben sollten ??

    Sorry, aber es gibt positiven und negativen Stress.
    Der positive Stress ist wenn man wirklich davon überzeugt ist etwas Gutes, Sinnvolles zu tun.

    Aber wenn man sich (nur ein Beispiel) jeden Tag selber einreden muss, dass es wichtig + richtig ist die Menschen davon zu überzeugen, dass sie ihren noch funktionierenden PC unbedingt durch ein neues Modell, natürlich der eigenen Firma, ersetzen müssen dann entsteht eben negativer Stress ...

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