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Mehr Geld, mehr Macht, mehr Prestige Plötzlich Chef - So packen Sie's an

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Vieles lässt sich lernen

Trotzdem ist „ein guter Chef zu werden“ kein Buch mit sieben Siegeln, da sind sich Karrieretrainer einig. Wer den Schritt zur Führungsverantwortung ernst meint und auch ernst nimmt, bekommt mit der entsprechenden Vorbereitung die Kurve. Je nach Begabung manche eben besser, manche etwas schlechter.

„Man muss sich immer vor Augen halten: Zu Beginn seiner Laufbahn hat man ein komplettes Studium in Wirtschaft oder Technik absolviert, hat jahrelang Bücher gewälzt und Seminare besucht, um seinen Beruf zu erlernen. Einen ähnlichen Aufwand bedeutet es jetzt, einen Führungsjob zu beherrschen. Darauf ist man bei einer Beförderung oft gedanklich gar nicht eingestellt“ sagt Karriere-Coach Gudrun Happich. „Und dafür muss man vor allem Zeit einplanen.“

So wie sich für Politiker in neuen Ämtern eine 100-Tage-Schonfrist etabliert hat, sollten sich auch Führungskräfte – Nachwuchs wie alte Hasen – beim Antritt einer neuen Stelle genügend Einarbeitungszeit ausbedingen. „Ob einem tatsächlich 100 oder 180 Tage zugestanden werden und ob so lange dann überhaupt sinnvoll ist, hängt von der Position ab, aber ein Monat Einarbeitungszeit sollte das Minimum sein“, empfiehlt Personalberater und Buchautor Ulrich Jordan („Das erfolgreiche Einstellungs-Interview, Gabler Verlag).

„Einem Newcomer wird am Anfang bestimmt einiges verziehen, aber dennoch kann man in Unkenntnis der Situation Dinge so nachhaltig in die Grütze reiten, dass es in der Folge enorm viel Energie kostet, den Flurschaden zu bereinigen. Vertrauen wiederzugewinnen dauert deutlich länger als es sich zu verscherzen.“ Wer also die Wahl hat, nehme sich beim Amtsantritt lieber ein bisschen mehr Zeit als zuwenig.

Doch im Grunde beginnen die Vorbereitungen auf den neuen Lebensabschnitt als Führungskraft bereits deutlich früher, schon vor der Vertragsunterschrift. Nach der ersten Freude über das entgegengebrachte Vertrauen, sollten angehende Jobwechsler das Angebot kritisch unter die Lupe nehmen, raten Karriereberater. „Klären Sie vorab, was das Unternehmen von Ihnen erwartet, was es in Ihnen sieht und warum es Sie holt“, rät Gudrun Happich. Sind es Ihre fachlichen Fähigkeiten? Liegt das Unternehmen mit seiner Einschätzung Ihrer Erfahrungen und Fähigkeiten überhaupt richtig? Ist das Firma unter Beförderungsdruck? Sind Sie womöglich ein Notnagel? Wie tickt die Firma? Welches Image hat die Abteilung? Selbst bei Wechseln innerhalb eines Unternehmens kann man auf völlig neue Kulturen und Führungsstile treffen.

„Gehen Sie in sich, ob die neuen Aufgaben und die Rahmenbedingungen auch der Richtung entsprechen, in der Sie sich künftig sehen und die Ihnen liegt.“ Denn: Auch wenn Beförderungen per se erst dem Ego schmeicheln und zum schnellen Zugreifen animieren, muss man mit dem Job später auch tatsächlich klar kommen – und vor allem glücklich werden. Erst wenn in Bezug auf die gegenseitigen Erwartungen eine gewisse Deckungsgleichheit herrscht, sollte man sich guten Mutes auf die neue Chance stürzen. „Und je genauer das Bild von der Aufgabe im Vorfeld schon ist, desto ruhiger und souveräner macht einen das beim Jobeintritt“, weiß Happich.

Vom Kollegen zum Chef
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5 Kommentare zu "Mehr Geld, mehr Macht, mehr Prestige: Plötzlich Chef - So packen Sie's an"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Das Chefsein ist ein neuer Beruf! Wer vom Mitarbeiter zum Chef wird, braucht dazu Wissen und Fähigkeiten. Besonders wichtig: die innere Einstellung. Ein guter Chef ist so gut wie seine Mitarbeiter. Deswegen ist die wichtigste Aufgabe von Chefs, ihre Mitarbeitern zu unterstützen, erfolgreich zu sein. Wer das verinnerlicht hat, wird es mit seiner Führungsaufgabe leicht haben. Mehr Info auf http://vom-mitarbeiter-zum-chef.com/.
    Frank-Michael Zernia

  • Guten Tag,

    nicht alle aus reichen Familien werden automatisch Chef von einem Unternehmen, sondern es gibt auch viele die aus Armen Verhältnissen kommen und sind jetzt Chef geweorden.

    Sie leiten ein sehr großes Unternehmen oder sind jetzt Vorstandsvorstizende.

    Aber ich gebe "aruba" recht wenn man erst einmal sehr viel Geld und Macht hat gibt es viele falsche Freunde und Neider.

    Ich weiß es au eigener Erfahrung.

  • Was soll diese Foto? Das sobald man Chef wird, darf man von blondinen geblasen werden? Sexistisch und kindisch Handelsblatt.

  • Wer um Gottes Willen kommt auf solche Fotos zu einem Artikel. Wird in online-Redaktionen nur noch reflexartig das "passende" Bild gesucht? CHefs sind also Männer mit ZIgarren. Wilkommenn 2012. Und welcher Konnotation unterliegen Bilder von Frauen mit Zigarren im Mund? Großartig. Da wird schnell klar, wie Unbewußtes funktioniert. Außerordentlich kontraptroduktiv.

  • Guten Tag,... Bloedsinn;.... Alle Oberen stammen aus bestem Hause, [...]. So laeuft das. Anders ist es wenn jemand bei Null anfaengt,... Arbeitet und seinen eigenen Laden gruendet;..... wenn der Teufel will schafft er es und macht ein grosses Ding daraus. Am Ende ist er ein Reicher Einsamer Mann,.... umgeben von Neidern Kriechern und Saecken die Ihn nur belumpen wollen. Also schreiben Sie keinen solchen Scheiss. Kollegen Freunde oder so was, gibt es nicht. Nur Neider, und kalte Krieger. Jedoch in Einem haben Sie Recht. Hat einer erst mal die Kohle;...[...]

    [+++ Beitrag von der Redaktion editiert +++]