Neujahrsvorsätze So verfolgen Sie eisern Ihre Ziele

Im neuen Jahr wollen sich viele Deutsche gesünder ernähren, abspecken und mehr Sport treiben. Wie Ziele definiert sein sollten und wie Sie sich selbst motivieren, diese langfristig zu verfolgen – und auch zu erreichen.
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Zu den beliebtesten Zielen der Deutschen gehören mehr Bewegung, Abnehmen und eine gesunde Ernährung. Quelle: dpa
Gute Vorsätze fürs neue Jahr

Zu den beliebtesten Zielen der Deutschen gehören mehr Bewegung, Abnehmen und eine gesunde Ernährung.

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DüsseldorfNeujahr – das bedeutet für viele: der Start in ein neues Leben. Von heute auf morgen sind sie Selbstoptimierer und machen alles anders. Statt Burger und Fritten aus dem Imbiss um die Ecke gibt es in der Mittagspause nur noch Rohkost. Auf dem Heimweg nach der Arbeit nehmen sie trotz Kälte und Regen neuerdings brav das Rad. Und vorbei sind die Zeiten, in denen sie sich nach Feierabend faul auf die Couch fläzen und sich vom Fernsehprogramm berieseln lassen. Fortan führt der Weg ins Fitnessstudio. Wenn danach noch Zeit bleibt, widmen sie sich Entspannungsübungen wie Yoga oder Meditation – schließlich wollen sie im neuen Jahr Stress vermeiden.

In der Weihnachtszeit wird es ruhig um die betriebsamen Deutschen, viele reflektieren ihr Leben und denken: „Nun ist es an der Zeit, etwas in meinem Leben zu verändern“ – und setzen sich Ziele. Und das sind jedes Jahr die gleichen, wie aus mehreren Untersuchungen hervorgeht: Die Plattform Karrierebibel hat mehr als 900 Leser nach den Vorsätzen fürs Jahr 2017 gefragt und kommt zu dem Resultat: Das Top-Ziel der Deutschen ist mehr Bewegung – gefolgt von einer gesünderen Ernährung und Abnehmen.

Zu einem ähnlichen Ergebnis kamen bereits Forscher der Universität Münster im Jahr 2015 und 2016, die über eine Online-Plattform mehrere Hundert User zu ihren Neujahrsvorsätzen befragten. Jeder Zweite gab an, sich Ziele gesetzt zu haben. „Die Top-Vorsätze bleiben über die Jahre meist unverändert, weil sie viele Menschen betreffen. Meistens wollen die Menschen sich selbst optimieren, indem sie mehr Sport treiben oder ihre Ernährung umstellen“, sagt Studien-Autor und Psychologe Meinald Thielsch.

Während der Durchschnittsteilnehmer sich 2015 fürs neue Jahr vier Ziele setzte, gab es Personen, die bis zu 21 Vorsätze hatten. „Es gibt einen Zusammenhang zwischen einer hohen allgemeinen Lebenszufriedenheit und einer geringen Anzahl an Vorsätzen“, sagt Thielsch.

Hinzu kommt: Kaum jemand kann sich alles merken. Und: „Es ist besser, sich ein paar wenige, aber wichtige Ziele zu setzen als zu versuchen, zehn Dinge gleichzeitig anzugehen.“

So zufrieden sind deutsche Arbeitnehmer
Deutsche sind zufriedener als erwartet
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Die deutschen Arbeitnehmer sind zufriedener in ihrem Job als Personal-Experten denken. Das geht aus der aktuellen Zufriedenheits-Studie des Karriereportals Linkedin hervor, an der hierzulande 1000 Arbeitnehmer und mehr als 500 Personaler teilnahmen. So gehen die HR-Experten mehrheitlich davon aus, dass jeder vierte Mitarbeiter „gar nicht“ oder „nicht sehr erfüllt“ ist – tatsächlich ist das nur bei jedem Zehnten der Fall.

Deutsche sind zufriedene Arbeitnehmer
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Im Vergleich zu anderen Ländern sind deutsche Arbeitnehmer laut der Studie am zufriedensten. Mehr als 56 Prozent der Befragten hierzulande gaben an, erfüllt oder sehr erfüllt im Job zu sein. Männer sind demnach tendenziell glücklicher über ihren Job als Frauen.

Personaler bewerten Gehalt über
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Eine gute Beziehung ist für deutsche Arbeitnehmer laut Studie am wichtigsten, um am Arbeitsplatz glücklich zu sein. Erst dann folgen das Gehalt und die Möglichkeit, bei der Arbeit eigene Ideen einzubringen und auch umzusetzen. Doch vielen deutschen Personalern ist nicht bewusst, welche Faktoren Mitarbeiter zufrieden machen: In der Befragung schätzen HR-Experten den Faktor Gehalt als den wichtigsten ein, gefolgt von der Beziehung zu Kollegen und zum Vorgesetzten. Die Möglichkeit, eigene Ideen zu realisieren, kommt bei ihnen erst an neunter Stelle.

Work-Life-Balance ist elementar
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Dass das Gehalt für viele deutsche Arbeitnehmer eine untergeordnete Rolle spielt, zeigt sich auch bei der Befragung zur Work-Life-Balance: Für ein ausgeglichenes Verhältnis zwischen Arbeit und Privatleben würden fast acht von zehn Angestellten laut Studie eine Lohnkürzung in Kauf nehmen.

Je höher die Position, umso zufriedener der Mitarbeiter
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Je höher ein Mitarbeiter die Karriereleiter in einem Unternehmen erklimmt, desto zufriedener ist er laut Untersuchung. Während im Junior-Level jeder Zehnte angibt zufrieden zu sein, macht diese Angabe im geschäftsführenden Bereich jeder dritte Angestellte.

Im Mittelstand sind Mitarbeiter unzufriedener
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Wenn es um Mitarbeiterzufriedenheit geht, müssen mittelständische Unternehmer offenbar nachsitzen: Während in Kleinst- und Großunternehmen drei Viertel aller Mitarbeiter angaben, glücklich zu sein, machte im Mittelstand nicht einmal jeder Zweite diese Angabe. Dabei können sie Arbeitskräfte nur an sich binden, wenn sie für Zufriedenheit am Arbeitsplatz sorgen. Die Umfrage ergab außerdem, dass die große Mehrheit der Personaler davon überzeugt ist, dass glückliche Mitarbeiter nicht nur länger im Unternehmen bleiben, sondern produktiver sind und als Markenbotschafter für den Betrieb fungieren.

In Dortmund gibt es die meisten zufriedenen Mitarbeiter
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Obwohl in Dortmund die Arbeitslosenquote mit 11,6 Prozent im September 2016 deutlich über dem bundesweiten Durchschnitt liegt, sind die Arbeitnehmer in der Ruhrpott-Metropole die zufriedensten in der Republik: Sechs von zehn Studienteilnehmern aus Dortmund gaben an, glücklich über ihren Job zu sein. Auf Platz zwei landet Berlin, gefolgt von Stuttgart, Köln und Hamburg.

Besonders einfach fiel es den Deutschen laut der Untersuchung 2015, weniger Alkohol zu trinken, sparsamer zu leben und sich weiterzubilden. Schwer fiel es ihnen hingegen, eine neue Stelle zu finden oder das Rauchen aufzugeben.

Für Thielsch wenig verwunderlich – zumal das Rauchen ein enorm hohes Suchtpotenzial birgt. „Wer sich am Tag ein paar Auszeiten durch eine Zigarette nimmt, hat kurzfristig ein positives Gefühl. Die negativen gesundheitlichen Folgen werden ausgeblendet, da sie sich erst auf lange Sicht bemerkbar machen.“

Wie Sie Ihre Ziele definieren sollten
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