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Nur wenige Berufe gefragt Mehr offene Lehrstellen als Bewerber

Das neue Ausbildungsjahr beginnt, und noch immer sind viele Firmen auf der Suche nach Azubis – und umgekehrt. Das liegt daran, dass Angebot und Nachfrage nicht immer zusammenpassen. Denn nicht alle Stellen sind begehrt.
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Zur Hitliste der beliebtesten Berufe gehörten im vergangenen Ausbildungsjahr beispielsweise auch Verkäufer, Kfz-Mechatroniker und Industriemechaniker. Quelle: dpa
Ausbildungen im Trend

Zur Hitliste der beliebtesten Berufe gehörten im vergangenen Ausbildungsjahr beispielsweise auch Verkäufer, Kfz-Mechatroniker und Industriemechaniker.

(Foto: dpa)

Nürnberg Zum Beginn des neuen Ausbildungsjahres stehen die Chancen auf eine Lehrstelle in Deutschland noch gut: Die Bundesagentur für Arbeit zählte Ende Juli etwas mehr offene Ausbildungsplätze als noch unversorgte Bewerber. Das heißt aber noch lange nicht, dass die Anwärter auch alle fündig werden. Denn wie in den Vorjahren dürfte es wieder einen Ansturm auf einige wenige Berufe geben, die zudem regional unterschiedlich verteilt sind, wie Hans Dietrich vom Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) in Nürnberg der Deutschen Presse-Agentur sagte.

Während beispielsweise in Berlin, Nordrhein-Westfalen und Hessen nach Daten der Bundesagentur nicht jedem gemeldeten Bewerber eine betriebliche Ausbildung angeboten werden kann, gab es im Juli in Thüringen, Mecklenburg-Vorpommern, Bayern, Baden-Württemberg und Hamburg deutlich mehr Stellen als gemeldete Bewerber. Auch dort werden aber sowohl Ausbildungsplätze unbesetzt bleiben als auch junge Leute leer ausgehen, weil für sie im Wunschberuf keine Stelle frei ist und viele nicht zum Umzug oder zu einer alternativen Ausbildung bereit sind.

Für eine abschließende Bewertung ist es noch zu früh - die könne erst vorgenommen werden, wenn auch die Nachvermittlung abgeschlossen ist, wie Dietrich sagte. So wechseln manche Bewerber kurzfristig noch einmal den Ausbildungsplatz oder lösen die Verträge wieder, weil sie doch noch eine Zusage für eine weitere Schulausbildung oder ein Studium bekommen haben. „Die echten Abschlusszahlen werden meistens erst zum Ende des Jahres erfasst, weil da bis zum Dezember hin noch einiges an Dynamik drin ist.“

Die zehn größten Frust-Momente bei der Job-Suche
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Bewerber verbinden die Suche nach Arbeit oft mit Begriffen wie frustrierend, entmutigend, hoffnungsvoll und unerbittlich. Immer wieder werden die Jobsuchenden durch ihre Erlebnisse entmutigt. Das sind die zehn nervigsten Bewerbermomente.

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Keine Rückmeldung auf eine Bewerbung erhalten
Jobsuchende erwarten keine unmittelbare Antwort auf ihre Bewerbung. Man ist sich ja der Tatsache bewusst, dass vermutlich noch zahlreiche weitere Interessenten ihre Unterlagen einreichen. Doch überhaupt keine Rückantwort auf eine Bewerbung zu erhalten, kann sehr entmutigend sein.

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Nach einem Gespräch nichts mehr vom Personaler hören
Noch nerviger ist es, wenn bereits ein erster Kontakt zum Unternehmen bestand und man dann nichts mehr hört. Immer wieder berichten Jobsuchende, dass sie sogar bereits Gespräche mit einem Personaler geführt haben und dann nie wieder etwas vom Unternehmen gehört haben.

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Jobanzeigen für Positionen, die gar nicht neu besetzt werden
Im Gespräch mit Jobsuchenden erfährt man auch, dass manche Unternehmen freie Stellen turnusmäßig in jedem Quartal ausschreiben. Bewerbungen auf diese Stellen führen dann oft zu nichts. Bewerber müssen befürchten, dass es die ausgeschriebenen Stellen überhaupt nicht gibt. Manchen Jobsuchenden haben Personen aus ihrem Netzwerk, die in den besagten Unternehmen arbeiten, diese Vermutung auch so bestätigt. Die Bewerber glauben, dass diese Stellen ausgeschrieben werden, um nach außen zu vermitteln, dass es dem Unternehmen gut geht und man weiter Verstärkung sucht.

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Sehr spezifische Anforderungen
Jobsuchende beschweren sich auch darüber, dass der Markt immer ausdifferenzierter wird und man als perfekte Besetzung sehr spezifische Anforderungen an eine Stelle erfüllen muss. Diesen ausführlichen Anforderungsprofilen kann man aber auch etwas zugutehalten: So kennt man die Anforderungen genau und investiert nicht viel Zeit in eine Bewerbung, die man sich hätte sparen können, weil dem persönlichen Profil eine Qualifikation fehlt, die für den Job notwendig ist.

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Nervige Bewerber-Software
Auch Erlebnisse mit Online-Bewerbungen sind bei einigen Jobsuchenden frustfördernd. So erzählen Bewerber zum Beispiel von schlechten Suchfunktionen in Karriereportalen, die viel Zeit und Nerven kosten.

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Die Geschichten vom Fachkräftemangel
Wenn Bewerber wieder etwas zum Thema Fachkräftemangel hören, würden manche am liebsten aufstehen, ihre Arme schwenken und laut „Hier bin ich!“ rufen.

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Vergleichsweise wenig Interesse zeigten die Bewerber bisher an einer Ausbildung im Hotel- und Gaststättengewerbe, am Bau sowie in zahlreichen Handwerksberufen. Auch die Berufskraftfahrer plagen wie in den Vorjahren Nachwuchssorgen. Dagegen sind Ausbildungsstellen in Büro- und Verwaltungsberufen, in der Tierpflege, in Medien- und gestalterischen Berufen gefragt. Zur Hitliste der beliebtesten Berufe gehörten im vergangenen Ausbildungsjahr beispielsweise auch Verkäufer, Kfz-Mechatroniker und Industriemechaniker. Gut ein Drittel der jungen Leute entschieden sich für einen der zehn gefragtesten Berufe - bei insgesamt rund 250 Ausbildungsberufen, die deutschlandweit angeboten werden.

In den vergangenen Jahren hatten sich Angebot und Nachfrage auf dem Ausbildungsmarkt zahlenmäßig einander angenähert, nachdem es lange Zeit einen Bewerberüberhang gab. Neben einer rückläufigen Zahl an Schulabgängern trägt dazu auch der Trend zum Studium bei. „Abiturienten orientieren sich stärker Richtung Hochschulen, was natürlich für Leute mit Realschul- und Hauptschulabschluss weitere Chancen eröffnet“, sagte Dietrich. Die Betriebe engagierten sich inzwischen auch zunehmend beim Thema Nachhilfe, damit auch schwächere Jugendliche die Anforderungen bewältigen können.

  • dpa
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