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Politische Ideologien Verfassungsschutz warnt vor Extremismus in Unternehmen

Verfassungsschutz warnt Firmen vor der Bedrohung durch Extremisten in den eigenen Reihen. Auch weil diese Fachkräfte und Investoren abschrecken.
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Mit wachsender Sorge beobachtet der Inlandsgeheimdienst das Treiben von Rechtsextremen – auch in Unternehmen. Quelle: dpa
Bundesamt für Verfassungsschutz

Mit wachsender Sorge beobachtet der Inlandsgeheimdienst das Treiben von Rechtsextremen – auch in Unternehmen.

(Foto: dpa)

Berlin Der Bundesverfassungsschutz sieht die Verbreitung radikaler Ideologien nicht nur als politische Gefahr, sondern auch als unternehmerisches Risiko. „Extremisten können Firmen durch Sabotage und Anschläge schwere Schäden zufügen“, warnte der Vizepräsident des Bundesamts, Sinan Selen, am Mittwoch. Zugleich gefährdeten Extremisten den Wirtschaftsstandort Deutschland, wenn sie durch „menschenverachtendes Agieren“ Fachkräfte und Investoren abschreckten.

Mit wachsender Sorge beobachtet der Inlandsgeheimnis das Treiben von Rechtsextremen. Die neue Rechte komme im zivilen, teils sogar intellektuellen Gewand daher, nicht mehr in Springerstiefeln und Bomberjacken. Selen appellierte an die Wirtschaft, selbst gegen extremistische Äußerungen am Arbeitsplatz vorzugehen. „Wir müssen hingucken“, forderte er. Auch Unternehmen müssten für demokratische Werte eintreten, der Kampf gegen den Extremismus sei nicht allein Aufgabe des Staates.

„Extremistische Kommentare können das betriebliche Miteinander stören“, mahnte er, Extremisten seien nicht nur Feinde des Staates, sondern auch Feinde der Wirtschaft. Der Verfassungsschutz beobachtet, dass Rechtsradikale und Islamisten voneinander lernen und sich gegenseitig zu neuen Gewalttaten anstacheln. Generell habe die „Organisations- und Kampagnenfähigkeit“ zugekommen, vor allem durch Onlinenetzwerke. Sorge bereitet Selen, dass die Grenzen zwischen radikalem, gewaltbereitem und dem legitimen, bürgerlichen Protest verwischen.

Das gelte auch für das linke Meinungsspektrum, wie sich etwa bei politisch umstrittenen Fragen wie Kohleabbau und Klimaschutz zeige. Unter Angriffen aus dem linksextremistischen Spektrum hätten zuletzt unter anderem eine Reederei in Hamburg, der Geschäftsführer einer Messegesellschaft und die Deutsche Bahn gelitten. Wegen steigender Mieten und der Verdrängungsdebatte in Großstädten gerieten auch Immobilienfirmen auf die Liste der Anschlagsziele der Linksextremisten.

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