Rezension: Zeit ist Leben - Leben ist Zeit „Werden Sie zum Nein-Sager“

Unsere Tage sind davon beherrscht, Plänen hinterherzulaufen. „Die Zeit läuft uns davon!“, schreibt Bestseller-Autor Lothar Seiwert in seinem neuen Buch. Er gibt Tipps, wie man Zwängen entflieht und Zeit besser einteilt.
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Lothar Seiwert hat beinahe 30 Jahre Erfahrung mit Zeitmangement. Quelle: Campus Seiwert

Lothar Seiwert hat beinahe 30 Jahre Erfahrung mit Zeitmangement.

DüsseldorfHandys, Kalender, Fahrpläne, Chefs oder Wecker: Das sind die Taktgeber, die unser Leben rasanter und flüchtiger machen. Unter dieser beschleunigten Kultur leiden immer mehr Menschen. „Wo man hinhört: Schlaflosigkeit, Magengeschwür, Migräne, Hörsturz, Ausgebranntsein, Depressionen.“

Der Bestseller-Autor Lothar Seiwert gilt als Experte für Work-Life-Balance und Zeitmanagement. In seinem neuen „Wendebuch“ mit dem Titel „Zeit ist Leben, Leben ist Zeit“ will er gegensteuern und uns nicht nur zeigen, wie wir unsere Probleme mit der Zeit lösen, sondern auch, wie wir die Chancen der Zeit für uns entdecken und nutzen können. Das klingt vielversprechend – vorausgesetzt, man hat noch nicht in das Buch reingeblättert.

Die Figur „Linda Lucky“ sorgt für ein luftiges Layout, das aus wenig Text ein „dickes Buch“ macht. (Quelle: PR)

Die Figur „Linda Lucky“ sorgt für ein luftiges Layout, das aus wenig Text ein „dickes Buch“ macht.

(Quelle: PR)

Denn: „Wer nicht mit der Zeit geht, geht mit der Zeit“, heißt es da auf den ersten Seiten. Ein Zitat, das mir blau umrahmt in großer Schrift direkt ins Auge springt und mit dem mich Seiwert in der Buchhandlung sicher nicht neugierig gemacht hätte. Aber ich bin ja Journalistin und lese das Buch, um es zu rezensieren. Und da liegt es nun, auf meinem großen Holztisch. Ganz im Sinne von Lothar Seiwert, den man getrost als den Zeitmanagement-Papst bezeichnen darf, habe ich mir zum Lesen heute viel Zeit genommen. Mehr noch:Ich habe einen Tag Home-Office beantragt. Genehmigt.

Ein Glück, denn schon auf Seite elf treffe ich auf „Linda Lucky“, eine Kunstfigur, die an eine Stewardess erinnert und sich als „Begleiterin“ für das Buch vorstellt. Sie gibt immer wieder Tipps und macht mit freundlicher Strenge („Ich möchte Sie darüber informieren, dass Mobiltelefone oder Tablet-PCs während der Lesezeit ausgeschaltet bleiben müssen“) und direkt deutlich, dass hier nicht nur gemütlich geschmökert, sondern hart gearbeitet wird auf den nächsten 320 Seiten. Linda Lucky: „Zum Start legen Sie nun Stift und Papier auf einem Beistelltisch bereit und nehmen eine entspannte Sitzhaltung ein.“

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7 Kommentare zu "Rezension: Zeit ist Leben - Leben ist Zeit: „Werden Sie zum Nein-Sager“"

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  • Zeitklau!

  • Eine sinnvolle Lebensstrategie ist die, nach dem Studium einen Job mit maximalem Gehalt anstreben und bis zum 45 Lebensjahr 70-Stunden-Wochen schieben. Man kann es so schaffen, mit 45 rd. 3 Mio. € auf der Bank zu haben. Man hat schließlich keine Zeit zum Geldausgeben. Mit 45 dann ab in den Ruhestand. Das funktioniert nur, wenn man keine Frau und Kinder am Bein hat, denn die würden das Ansparen großer Beträge verhindern.

  • dabei ist es so einfach :-)

    Jeder hat so viel Zeit wie er/sie sich nimmt :-)

    ab und zu einfach mal in den Himmel gucken und den Wolken beim vorbeiziehen zu schauen.
    Ab und zu einen Juchen backen und den Duft wärend des Backens genießen.
    Ab und zu einfach mal ein gutes Buch lesen. Eines das die Zeit vertreibt, eines das in fremde Welten entführt, eines das einem Nahe brint wie schön oder wie schlecht die Welt sein kann. Statt so einen Schmarrn zu lesen :-)

  • Profane Tipps für eine aus den Fugen geratene Idiotengesellschaft, ohne Anfang, ohne Ende, ohne Ziel, die ständig an anderen herumzerrt. Political correctness ist Streß pur und vergiftet das Dasein eines jeden, weil sie auf die Ohren gefallen ist.
    Da nun erwiesenermassen nur die ihre Ketten fühlen, die daran gezerrt haben, bleibt die Tatsache bestehen: ein Schlauer in einer devoten Ja-Umgebung ist schon durch seine Anwesenheit provokant, an ein Entkommen ist nicht zu denken, vor allem nicht, wenn er Nein sagt. Dann wird zensiert, verbessert mit Plattheiten, oder schlimmer, sich aalglatt weggedreht.

    Die Masse ist eine Hydra, die nichts vom Leben und nichts vom Sterben versteht, nur vom Ich, Ich, Ich.






  • Das sind wirklich Uralt-Kamellen, die der Seiwert hier zum x.ten Mal bringt. Alter Wein in neuen Schläuchen!

  • Ich werde von diesem Autor nichts mehr lesen. Die beiden Titel, die ich kenne, hätte man auf wenigen Seiten zusammenfassen können. Seitenlang werden Selbstverständlichkeiten breitgetreten, ich vermisse Präzision und Knappheit. Aus der Rezension schieße ich, daß es auch beim neuen Titel so ist. Schon beim zweiten Titel, den ich vom Autor gelesen habe, dachte ich, daß hier einer sein Thema immer wieder neu verpackt und verkauft. Fazit: mir ist meine Zeit und mein Geld zu schade...

  • ....also nix neues....nur einer der auf dem zug sein buch verkaufen möchte...nix neues sagt und denjenigen die hilfe bräuchten etwas gutes tut....geld einfach sparen und NEIN zum buch sagen

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