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Testserie E-Bikes Elektrobike als rasender Kaninchenjäger

Mit fast 45 km/H auf einem Fahrrad über Stock und Stein: Das vollgefederte Hybrid Delite 500 HS Cup von Riese und Müller ist ein Elektrobike der Spitzenklasse - zumindest so lange keine Kaninchen in der Nähe sind.
3 Kommentare
Delite Hybrid 500 HS - der Cup-Renner
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Auch wenn das Delite Hybrid 500 HS Cup äußerlich an ein vollgefedertes Mountainbike erinnert, macht es in der City optisch eine gute Figur.

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Eingeschaltet wird der Elektroantrieb über dieses Display, dessen Anzeigen vielleicht etwas zu klein geraten sind - von der etwas wackeligen Halterung, die eher vom Zubehörständer aus dem Fahrradladen stammen könnte, mal ganz abgesehen. Ansonsten ist die Bedienung relativ einleuchtend.

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Zu breit macht sich der Bordcomputer am Lenker des Delite nicht. Die Verkabelung wirkt etwa bei Konkurrenzprodukten mit Bosch-Elektro-Antrieb etwas weniger aufdringlich.

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Kritischer Blick im Rückspiegel - gut gemeint ist der Spiegel ja, aber im Alltag allerdings nur von begrenztem Nutzen. Und einen Schulterblick sollte man sich nur wegen des Spiegels erst recht nicht schenken.

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Größter Pluspunkt des Delite ist sein vollgefederter Rahmen: hinten genauso wie...

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...vorne. Eine dicke Federgabel von Fox erspart dem Fahrer kleine wie große Unebenheiten.

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Vor allem dank der guten Federung fährt das Delite nicht nur auf der Straße gut.

Serie: Elektrobike-Tests

Entspannt in den Arbeitstag starten – das klappt mit dem Auto selten. Stau und Spritpreise sorgen für Zähneknirschen. Einfacher ginge es mit dem Rad ins Büro. Aber wer sitzt schon gern verschwitzt am Arbeitsplatz? Fahrräder mit Elektroantrieb versprechen einen mühelosen Arbeitsweg mit positiver Ökobilanz. Handelsblatt Online hat einige E-Bikes getestet.

Kaninchen, immer wieder diese Kaninchen. Dunkle Kulleraugen, kurze Löffel, weißes Schwänzchen, braunes Fell. Süß - aber ein einziges Verkehrshindernis, zumindest wenn man auf einem Hybrid Delite 500 HS Cup sitzt.

Bisher wurde das gemeine Stadtkaninchen, das in Scharen die Parks bevölkert, dann und wann höchstens einmal von einem übermütigen Yuppie-Mouintainbiker im grellen Rennoutfit aufgeschreckt. Dieses ruhige Leben ist mit dem Elektrobike von Riese und Müller vorbei. Die Kaninchen müssen jetzt wirklich besser aufpassen - sonst hängt ihr Überleben nur noch an der Aufmerksamkeit der Fahrer und der Magura-Scheibenbremsen des Elektro-Fahrrads ab.

Wahrscheinlich ist das elektrisch angetriebene Delite mit dem genauso langen wie umständlichen Namen einfach zu schnell. Um es mal so zu sagen: Riese und Müller verspricht nicht zu viel, wenn der Darmstädter Fahrradhersteller sein Elektrobike mit einem Porsche 911 GT3 RSR vergleicht. Wobei das nicht ganz korrekt ist.

Das Delite Hybrid 500 HS Cup ähnelt weniger einem Rennauto mit Straßenzulassung als vielmehr einem kraftstrotzenden Porsche Cayenne Geländewagen. Denn anders als andere bis 45 km/H zugelassene S-Pedelecs, also besonders schnelle Fahrräder mit Elektroantrieb, bringt das Delite seine schier unbändige Kraft auch tatsächlich auf die Straße - und zwar auf jede.

Während andere Bikes bei hohen Geschwindigkeiten trotz Federgabel mit Stößen und Schlägen ihrem Fahrer allzu großen Übermut mit schmerzenden Handgelenken austreiben, gibt das Delite ungehemmt weiter Gas - die Vollfederung macht’s möglich. Damit braust das E-Bike mit seinem 500 Watt Hinterradnaben-Motor dann über Feld, Flur, Bordsteinkanten, Gullideckel, Schlaglöcher und Kopfsteinpflaster als ob es kein Halten mehr gäbe. Heftiger Gegenwind am ungeschützten Rheinufer spielen dabei genauso wenig eine Rolle wie dickes Gepäck.

Das Delite ist schnell, sehr schnell
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3 Kommentare zu "Testserie E-Bikes: Elektrobike als rasender Kaninchenjäger"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Zu den ganz kleinen Freuden des Rennradfahrers gehört es, den ungläubig strampelnden Delight-HS500Cup-Fahrer durch einen Zwischenspurt auf über 50 km/h einfach stehen zu lassen...

  • @Daniel: Es ist sicher so, dass Fahrräder jenseits der 40kmh auf deutschen Straßen ein seltenes Bild sind und für viele Verekhrsteilnehmer eine Umstellung erfordert. Diese sehe ich aber zu großen Teilen beim Radfahrer selbst. Man muss sich angewöhnen wesentlich presenter und berechenbarer zu fahren, dass bedeutet z.B. eine Spur in einer 30er oder 50er Zone in der Mitte zu befahren wie man aus auch mit einem Motorrad oder eine Roller tun würde. So wird man wesentlich besser wahrgenommen und als vollwertiger Verkehrsteilnehmer respektiert. Sowohl auf dem Rennrad(ich muss für meine Ausfahrten auch erstmal aus der Stadt raus kommen) als auch auf meinem Delite verhalte ich mich so und vermeide damit so manches gewagte Überholmanöver.

  • Nach einen Unfall im Mai mit meinen E-Bike sehe ich diese schnellen Bikes sehr skeptisch. Ein Autofahrer übersah mich auf der Strasse. Er rechete nicht mit so schnellen Radfahrern. Auch die Polizei sagt das sie sich in Zukunft erst auf schnelle E-Bikes einstellen muss. Von weiten sieht man wie ein Radfahrer aus der gemütlich mit 15-20kmh daher kommt.Aber es sind locker 40kmh. Und wer sagt es gibt ja noch die Rennradfahrer den sage ich diese fahren kaum in der Stadt.

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