Tipps für Meetings Stehen Sie doch mal auf

Wer im Büro nicht nur auf dem Hintern sitzt, sondern auch mal im Stehen arbeitet, steigert seine Produktivität. Das gilt ganz besonders für Meetings: Die werden dadurch nicht nur besser, sondern vor allem kürzer.
Viele Meetings sind Laberrunden die Lebens- und Arbeitszeit vergeuden.
„Death by Meeting“

Viele Meetings sind Laberrunden die Lebens- und Arbeitszeit vergeuden.

Sitzen tötet, da sind sich Sportmediziner einig: Wer morgens und abends im Bus, den ganzen Tag vor dem Computer und zuhause noch auf der Couch sitzt, bekommt Rückenschmerzen und stirbt früher. Da hilft auch abends die Stunde Joggen nicht, wenn auf der anderen Seite der Bilanz zwölf Stunden des Herumsitzens stehen. Entsprechend empfehlen Experten schon lange, den täglichen Sitzstreik immer wieder zu unterbrechen und wenigstens beim Telefonieren aufzustehen. Dass tut nicht nur dem Bewegungsapparat, dem Kreislauf und der eigenen Lebensdauer gut, sondern auch der Produktivität wie eine aktuelle Studie zeigt.

Das texanische Unternehmen A&M Health Service Centers hat seine Callcenter-Mitarbeiter ein halbes Jahr lang beobachtet und dabei festgestellt: Diejenigen, die höhenverstellbare Schreibtische hatten und sowohl im Sitzen als auch im Stehen arbeiten können, sitzen im Schnitt rund anderthalb Stunden weniger pro Tag als die Kollegen mit einem normalen Schreibtisch.

Außerdem machten sie pro Stunde 46 Prozent mehr Anrufe als die sitzenden Kollegen. Die Mitarbeiter gaben nach Ende der Studie außerdem an, sich körperlich wohler zu fühlen. Ob die Produktivitätssteigerung damit zusammenhängt, belegt die Studie nicht, aber dass Bewegung die Produktivität positiv beeinflussen kann, zeigen bereits andere Studien. Und zwar beim Produktivitätskiller Nummer eins: dem Meeting.

Diese Treffen, die oftmals nur stundenlange Laberrunden ohne richtiges Ergebnis sind, stehlen vielen Büroangestellten und so gut wie jeder Führungskraft regelmäßig Arbeits- und Lebenszeit. Der britische Softwarehersteller Atlassian hat eine Metastudie zum Thema Arbeitszeitfresser veröffentlicht, aus der hervorgeht, dass jeder Büromensch pro Monat im Schnitt an 65 Meetings teilnimmt, für die 34 Arbeitsstunden pro Monat draufgehen. Und die Hälfte dieser Meetings sei nicht nur zeitintensiv, sondern auch überflüssig. Bei Atlassian spricht man in diesem Zusammenhang von „Death by Meeting.“

So schlafen, sitzen und arbeiten Sie sich fit
Kleine Helfer im Alltag
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Wer rastet, der rostet – und wer regelmäßig Sport treibt oder im Alltag aktiv ist, kann seinen Rücken auch ohne großen Zeitaufwand stärken. Wie Sie ihm in jeder Situation Gutes tun können, erklärt das neue Bunte-Magazin „Gesundheit”, dass gerade erschienen ist. Wir zeigen Ihnen eine Auswahl der besten kleinen Helfer.

Wie man sich bettet, so schläft man
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Wussten Sie, dass der Flüssigkeitsgehalt der Bandscheiben und damit die Pufferfähigkeit tagsüber abnimmt? „Wie ein Schwamm, den man 1000 mal ausdrückt”, erklärt der Schmerzspezialist Oliver Wolf in dem Magazinbeitrag. „In Ruhelage füllen sich diese Puffer wieder auf.” Achten Sie also unbedingt darauf, dass Sie eine gute Matratze haben, die Sie am besten im Fachhandel kaufen.

Kissen für Erholung im Schlaf
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Wichtig ist auch die Wahl des richtigen Kopfkissens - dabei sollte der Kopf eine gerade Linie mit dem Rücken bilden und nicht abgeknickt sein. Im Handel gibt es inzwischen spezielle Kissen für Rücken- und Seitenschläfer, die den Nacken- und Lendenwirbelbereich entlasten. Wer gerne auf dem Bauch schläft, braucht - wenn überhaupt - nur ein ganz dünnes Kissen, damit der Nacken nicht so stark abknickt.

Schmerzfrei Autofahren
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Endlose Autofahren sind ein Rückenkiller. Das muss nicht sein, denn mit ein bisschen Vorbereiten übersteht man auch das ganz gut. Im Magazinbeitrag wird dazu geraten, Geldbeutel, Schlüssel, Handy, Kopfhörer aus den Hosentaschen zu nehmen, bevor Sie starten – diese Dinge können drücken und schnell schmerzen.

Massagematte, Handtuch, Pause
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Mit einem kleinen Kissen oder einem zusammengerollten Handtuch können Sie sich ein bisschen zusätzlichen Halt in der Lendengegend geben. Und eine echte Entlastung für den Rücken ist neben regelmäßigen Pausen mit kleinen Dehnübungen ein Tempomat. Auch eine Massagematte für den Fahrersitz und eine Hängematte für die Pausen tun bei langen Fahrten gut.

Omas Hackenporsche im Einsatz
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Wer viel in der Küche am Herd steht, weiß, wie sehr die Hausarbeit dem Rücken zusetzen kann. Dabei kann man schon beim shoppen gegensteuern, indem man sich einen Einkaufstrolley zulegt und so wenig schwere Sachen wie möglich nach Hause schleppt. In der Küche legen Sie sich am besten eine weiche Matte unter die Füße, denn die harten Fliesen bedeuten für den Rücken puren Stress.

Gartenarbeit macht fit
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Rasenmähen, Unkrautjäten, Blumengießen: Gartenarbeit kann, so sehr man sich dabei auch vom Arbeitsstress erholt, anstrengend sein. Abhilfe schaffen hier unter anderem besonders leichte Elektro-Rasenmäher mit ergonomischen Griffen, die man der Körpergröße anpassen kann. Arbeitsgeräte kaufen Sie am besten mit einem langen Stiel, denn je aufrechter Sie bei der Gartenarbeit stehen können, desto besser ist das für Ihren Rücken. Eine schöne Regel hat das Bunte-Magazin auch noch parat: „Was man schieben kann, muss man nicht tragen.” Bewegen Sie es mit einer Schubkarre.

Um diesem Tod zu entgehen, empfehlen verschiedene Psychologen und Meeting-Gequälte, die unvermeidlichen Besprechungen im Stehen abzuhalten. Schon 1999 ließ der amerikanische Management-Professor Allen C. Bluedorn für ein Experiment Probanden bei Meetings stehen. Er ließ 111 Grüppchen bilden, die in einem Meeting verschiedene Gegenstände nach ihrer Relevanz für ein Überleben auf dem Mond beurteilen sollten. Die eine Hälfte sollte sich während der Diskussion hinsetzen, die andere Hälfte blieb stehen. Die Vorteile des Meetings im Stehen liegen auf der Hand:

- Wer steht, kann sich nicht hinter seinem Laptop verschanzen oder mal eben mit dem Smartphone oder Tablet seine Mails checken oder den nächsten Urlaub buchen. Die Teilnehmer sind also weniger abgelenkt.
- Wer stehen muss, ist wacher – auch wenn das Thema langweilig ist.
- Da sich niemand verstecken oder entspannt zurücklehnen kann, werden alle miteinbezogen und es ist keine Veranstaltung einer einzelnen Labertasche.

- Niemand hat Lust, zwei Stunden in einem stickigen Raum zu stehen, weil er sich so gerne reden hört – die Neigung zum Überziehen wird also subtil abtrainiert.

Zehn Büro-Sätze, die gar nichts aussagen
„Das Issue muss adressiert werden.“
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Eine besonders effektive Floskel für den Vorgesetzten, der verschleiern möchte, dass er sich nicht um einen wichtigen Belang gekümmert hat und dies auch in Zukunft nicht für nötig hält. So kann er das Krisenmanagement getrost auf die anderen abwälzen - vorausgesetzt die verstehen, von welchem der vielen „Issues“ die Rede ist.

„Wir müssen den Work-flow optimieren.“
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Auch nicht schlecht bei völliger Ahnungslosigkeit. Eine denglische Binse macht immer mehr her, denn mal ehrlich: „An dem Arbeitsablauf arbeiten zu müssen“ würde sich doch niemand eingestehen.

„Ich habe da keine Aktien drin.“
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Mit anderen Worten: Ich habe und will mit dem Projekt nichts zu tun haben. Die elegante Lösung, wenn etwas schief läuft, ist wohl erstere.

„Das habe ich schon angedacht“
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Eine besonders wichtige Floskel für Meetings, bei denen man nicht zum Punkt kommen möchte: Nicht ergebnisorientiert und deshalb höchst gewinnbringend bei völliger Ahnungslosigkeit.

„Wir dürfen jetzt nicht in blinden Aktionismus verfallen.“
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Warum auch? Nichts tun ist doch die bessere Variante. Bevor man noch auf die Idee kommt, irgendetwas nur des Handelns Willen zu tun oder gar falsch zu machen.

„Wir sind auf einem guten Weg“
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Eine überzeugende Aussage, wenn geschäftliche Abschwünge sich abgezeichnet haben. Sie wiegt die Mitarbeiter in der Sicherheit, dass es bald wieder bergauf geht. Wenn das nicht mehr zieht, ist Freibier eine gute Alternative.

„Sie sind herzlich zu einem All Hands Event eingeladen“
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Wow, das klingt nach viel Spaß. Ist es allerdings in den seltensten Fällen, denn damit gemeint ist eine offizielle Mitgliederversammlung, die durch vorgegebene Lockerheit von einer Krise ablenken soll. Wird mit Präsentationen und Powerpoint-Folien bis zum Abwinken schmackhaft gemacht.

Entsprechend fielen die Standup-Meetings von Bluedorns Studenten auch kürzer aus als die der Gruppe, die sich gemütlich hinlümmeln durfte. Insgesamt brauchten die stehenden Meeting-Teilnehmer 34 Prozent weniger Zeit, um zu einem Ergebnis zu kommen. Die Qualität der Ergebnisse beider Gruppen unterschied sich jedoch nicht signifikant. Gleiches Ergebnis bei kürzerer Dauer? Wenn das kein Argument ist, beim nächsten Meeting auf Stühle zu verzichten.

Die amerikanische Unternehmensberaterin Nilofer Merchant geht übrigens noch einen Schritt weiter. Sie rät dazu, Besprechungen im Gehen abzuhalten. So schlage man zwei Fliegen mit einer Klappe: Man tue etwas für den Körper und die eigene Fitness und die frische Luft sorge zugleich dafür, dass die Teilnehmer mehr und bessere Ideen haben als in einem stickigen Konferenzraum.

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