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Wann Arbeit glücklich macht „Kranke Mitarbeiter stecken mit negativen Gefühlen an“

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So gelingt der Arbeitsalltag
Wir sind in einer Welt angekommen, in der es keiner bei noch so viel Anstrengung mehr schafft, allen Anforderungen gerecht zu werden. Quelle: Getty Images

Wir sind in einer Welt angekommen, in der es keiner bei noch so viel Anstrengung mehr schafft, allen Anforderungen gerecht zu werden.

(Foto: Getty Images)

Beide haben gemeinsam, dass es eine relativ klare Haltung dazu gibt, dass Wohlbefinden etwas für die Freizeit ist und nichts mit Arbeit zu tun hat. Kein Wunder, dass immer weniger Menschen gern arbeiten gehen.

Kümmern Sie sich um Menschen - zuerst um sich selbst: Investieren Sie in sich selbst, damit es Ihnen gut geht. Mitarbeiter haben feine Antennen dafür, wie Ihre Chefs drauf sind. Führen Sie chancenorientiert: Barbara Fredrickson hat erforscht, in welchem Verhältnis positive zu negativen Momenten stehen müssen, damit Menschen langfristig gesund und Teams erfolgreich sind. Dadurch, dass negative Gefühle stärker wirken als positive, braucht es ein 3:1 von Positivem zu Negativem. Auf einmal Ärgern darf sozusagen drei Mal Freuen kommen. Dies klingt anstrengender als es ist, denn unser Leben ist ja voll von schönen Dingen. Wir müssen nur hinsehen.

Legen Sie ein Recht auf gute Stimmung fest: Hilfreich ist, sich mit optimistischen Menschen zu umgeben. Halten wir uns mehr und mehr fern von Menschen und Nachrichten, wenn negative Informationen, Missmut und Zweifel verbreitet werden. Je mehr wir davon hören, umso normaler ist es für uns, und am Ende glauben wir gar, so ist die Realität. Weit gefehlt. Wir filtern genau das, was zu unseren Erwartungen und Erfahrungen passt. 

Fördern Sie unternehmensfreundlichen Egoismus: Es ist egoistisch, nicht gut für sich zu sorgen, weil wir dann von anderen die Lieferung unsers Wohlbefindens erwarten. Ermutigen Sie zu Pausen, Urlaub, pünktlichem Feierabend und kleinen Auszeiten am Arbeitsplatz, in denen die Mitarbeiter für einige Minuten etwas tun, was gute Stimmung bringt. Und – leben Sie es vor.

Starten Sie Aufwärtsspiralen: Teilen Sie gute Nachrichten mit vielen Menschen, beginnen Sie Teammeetings mit Erfolgsnachrichten, schreiben Sie Nettigkeiten in den Absender Ihrer E-Mails. Gute Gefühle ziehen weitere nach sich und stecken genauso an wie negative.

Wir sind in einer Welt angekommen, in der es keiner bei noch so viel Anstrengung mehr schafft, allen Anforderungen gerecht zu werden. Die Flut an Angeboten, Optionen und Informationen führt das Gehirn in einen Stresszustand, der mit fehlender Weitsicht und unglücklichen Verhaltensroutinen einhergeht. In diesem Zustand ist es fast unmöglich, gute Entscheidungen zu treffen, die man nicht später bereut. Deshalb ist es so wichtig, sich wohl zu fühlen. Erst dann sind wir in der Lage, die vollen Kapazitäten unseres Denkmotors zu nutzen. Haben Sie Geduld, neues Verhalten braucht mindestens 30 Tage bis 3 Monate, bevor es etabliert ist.

Die Gast-Autorin

Ilona Bürgel ist Expertin für körperliches und geistiges Wohlbefinden. Sie hat es sich als Vertreterin der Positiven Psychologie zur Aufgabe gemacht, Menschen an sich selbst zu erinnern und tut dies als Topreferentin, Kolumnistin und Autorin. Die Diplom-Psychologin führt nach 15 Jahren Managementerfahrung in der freien Wirtschaft seit 2005 ihr eigenes Unternehmen. Sie lebt und arbeitet in Dresden und Aarhus (Dänemark).

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