Hall of Fame für Familienunternehmen Widerstand ist Ansporn

Zum achten Mal hat das Handelsblatt Unternehmerpersönlichkeiten ausgezeichnet: Nicola Leibinger-Kammüller, Jörg Sennheiser und Roland Mack. Sie kämpfen für ihre Ziele, gegen Konventionen, Patriarchen oder die Bürokratie.
Von Kopfhörern, Lasertechnik und Achterbahnen
Gastgeber, Laudatoren und Geehrte
1 von 10

Von links nach rechts: Gabor Steingart, Stefan Heidbreder, Roland Mack, Nicola Leibinger-Kammüller, Maria-Elisabeth Schaeffler-Thumann, Jörg Sennheiser, Klaus Becker und Moderatorin Judith Rakers.

Feierlicher Rahmen
2 von 10

Mehr als 190 Familienunternehmer waren in das The Charles Hotel in München zur Preisverleihung gekommen.

Gabor Steingart
3 von 10

Der Handelsblatt-Geschäftsführer empfing die Gäste zum Abendbriefing.

Klaus Becker
4 von 10

Der Sprecher des Vorstands der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft KPMG AG würdigte in seiner Laudatio für Jörg Sennheiser das internationale Standing der Marke Sennheiser. Weltweit würden Stars „von Madonna über Pink“ Sennheiser vertrauen.

Stefan Heidbreder
5 von 10

Der Geschäftsführer der Stiftung Familienunternehmen hob in seiner Laudatio über Roland Mack das Umtriebige an dem Chef des Europaparks Rust hervor.

Roland Mack
6 von 10

Der Chef des Europaparks Rust erhält seinen Preis: Ein Unikat aus der Porzellan-Manufaktur Nymphenburg aus der Hand von Moderatorin Judith Rakers. Stefan Heidbreder von der Stiftung Familienunternehmen gratuliert.

Andächtig lauschend
7 von 10

Moderatorin Judith Rakers mit Laudator Klaus Becker, Sprecher des Vorstands der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft KPMG AG hören Jörg Sennheiser bei seiner Dankesrede zu.

MünchenRoland Mack, Chef des Europaparks Rust, entwickelte einst auf einem Bierdeckel auf dem Rückflug aus den USA seine Vision eines Freizeitparks. Er kämpfte ein Vierteljahrhundert für eine eigene Autobahnausfahrt. Er schuf Deutschlands beliebtesten und größten Freizeitpark, auch wenn das Wetter im Ortenau-Kreis nicht so schön ist wie beim großen US-Konkurrenten in Orlando, erklärt Laudator Stefan Heidbreder, Geschäftsführer der Stiftung Familienunternehmen. Heute strömen fünf Millionen Besucher jedes Jahr in den Europapark.

Solchen Geschichten lauschen Familienunternehmer gern. Mehr als 190 von ihnen waren am Mittwochabend in das The Charles Hotel in München gekommen, um die neuen Mitglieder in die Handelsblatt Hall of Fame der Familienunternehmen aufzunehmen.

King of fun - Roland Mack

In seiner Laudatio lobte Heidbreder die Weitsicht des Unternehmers Roland Mack. „Die weltweit einzigartige Kombination von Anlagenbauer und Betreiber ist ein echtes Alleinstellungsmerkmal, mit dem Mack seine Kunden bis heute überzeugt.“ So baut er neue Achterbahntypen stets als erstes in seinem Park, um den Abnehmern zu beweisen, dass ein Modell funktioniert und von den Besuchern angenommen wird. Schließlich kostet so eine Achterbahn zwischen 15 und 30 Millionen Euro.

Heidbreder imponiert auch, wie der 66-Jährige immer wieder Neues ausprobiert. So stoße Roland Mack mit einer Filmproduktionsfirma, die virtuelle Welten schafft, in völlig neue Geschäftsfelder vor. Fahrgästen würden über selbst entwickelte Brillen filmische Realitäten eingespielt, die auf die Bewegungen der Achterbahn aufs Genaueste abgestimmt sind. Langfristig sichere er sich so für den Fall ab, „falls die Menschen eines Tages tatsächlich lieber vor dem Bildschirm zuhause statt in einem Fahrgeschäft sitzen“.

Mit der „Wilden Maus“ durch die Welt
Mit Kutschen fängt alles an
1 von 20

Im Jahr 1780 wird von Paul Mack die Firma Mack in Waldkirch im Schwarzwald gegründet, die Wagen und Postkutschen aller Art produziert. 1880 entsteht die Idee, spezielle Fahrzeuge für Schausteller und Jahrmärkte zu bauen, als man ein Gefährt für den Transport einer Orgel hergestellt. Orgelbau hat in der Region damals Tradition.

Produkte für Zirkus und Schausteller
2 von 20

Je mobiler die Bevölkerung wird, desto mehr Fahrzeuge werden gebraucht. Auch die Schaustellerei wächst rasant und Mack versorgt die Kirmesleute mit fahrbaren Untersätzen. Einen Großteil der Produktion machen damals noch Wohn- und Packwagen aus.

Super-Sause mit der Achterbahn
3 von 20

Ab 1920 werden auch Fahrgeschäfte entwickelt und der Familienbetrieb der Macks baut alles, was die Kunden brauchen - von Achter- und Geisterbahnen über Karussells bis zu Autoscootern. Zum Verkaufsschlager auf der ganzen Welt wird die „Wilde Maus“, bei der die Wagen, in denen man sitzt, schon abbiegen, während man das Gefühl hat, noch geradeaus zu fahren.

Franz Mack und seine Söhne
4 von 20

Im Jahr 1921 wird Franz Mack (m) geboren. Nach dem Krieg übernimmt er gemeinsam mit seinen Brüdern die väterliche Fabrik in Waldkirch, investiert viel und treibt die internationale Expansion des Betriebs voran. Sein Sohn Roland (r) kommt 1949 zur Welt, der zweite Sohn Jürgen (l) wird 1958 geboren.

Produktionsstätte in Waldkirch
5 von 20

Achterbahnen, Spinning Coaster, Mega Coaster, Launch Coaster, Wilde Maus und und und. Hier in der Produktionsstätte in Waldkirch entstehen damals die Produkte.

Hereinspaziert!
6 von 20

Während einer USA-Reise, bei der sie viele amerikanische Parks besuchen, haben Franz Mack und Sohn Roland die Idee, einen eigenen Freizeitpark zu bauen, der gleichzeitig auch als eine Art Schaufenster für die Produkte aus Waldkirch dienen soll. Für die Umsetzung ihres Konzeptes benötigen die Unternehmer drei Jahre. 1975 eröffnet der Europa-Park, der seinen Namen dem nahegelegenen Europa-See verdankt, zum ersten Mal seine Tore in Rust.

Junior-Park-Chef Roland bei der Eröffnung
7 von 20

Nicht jeder glaubt zu Beginn an den Erfolg, die anfängliche Skepsis gegenüber Franz Mack und seinen Söhnen Roland (ganz rechts im Bild) und später auch Jürgen ist groß.

In seiner Dankesrede offenbarte Roland Mack, dass er noch immer einen Heidenspaß an seiner Aufgabe hat: „Ich habe einen der schönsten Berufe überhaupt“, rief er den Unternehmern zu. Schließlich sehe er so viele leuchtende Kinderaugen. Er selbst, so verriet er, sei bis heute der erste Tester neuer Achterbahnen aus eigenem Haus. „Ich stehe hier in der siebten Generation“, unterstrich der Geehrte.

1780 hat sein Vorfahr Paul Mack einen Handwerksbetrieb im badischen Waldkirch gegründet, aus dem einmal das heutige Unternehmen hervorgehen sollte: Der Achterbahnhersteller Mack Rides, vor allem aber Deutschlands größter Freizeitpark, der Europapark. „Viele meiner Vorfahren würden sich freuen, dass ich diese Ehrung annehmen kann.“ Der Unternehmer hatte fast die gesamte Familie mitgebracht. Frau Marianne, die Söhne Michael und Thomas, beide bereits in der Geschäftsführung des Parks, deren Gattinnen, sowie Bruder Jürgen Mack mit Frau.

Jörg Sennheiser: Ein Nein für Apple
Seite 123Alles auf einer Seite anzeigen
Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%