Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke
Zum Special von Handelsblatt Online

Innovationsmanagement Schöpferische Zerstörung mit System

Seite 2 von 3:
Ob Elektroauto oder HD-TV: Umfeld nicht ignorieren
Zehn Fehler, die Sie im neuen Job vermeiden müssen
Andere zurechtweisen
1 von 10

„In meiner alten Firma haben wir das aber so gelöst“ oder: „In der Uni haben wir andere Strategien verwendet“. Wenn Sie sich nicht beim Rest des Teams unbeliebt machen wollen, sollten Sie solche Sätze lieber lassen. Besser: Nachfragen und vom langjährig beschäftigten Kollegen lernen.

Quelle: Stepstone

(Foto: Fotolia)
Das Unternehmen umkrempeln wollen
2 von 10

Trotz anfänglicher Übermotivation und gefühlten tausend Ideen zur Verbesserung der Arbeitsabläufe sollten Sie in Ihrer Anfangsphase nicht direkt versuchen, alles umzukrempeln. Über bestimmte Punkte wurde vielleicht bereits diskutiert und Änderungen sind in Planung, von denen Sie noch nichts wissen.

(Foto: Fotolia)
Nicht nachfragen
3 von 10

Als neuer Kollege wird niemand von Ihnen erwarten, dass alles reibungslos abläuft. Allerdings wird man von Ihnen verlangen, sich mit der Arbeitsweise vertraut zu machen. Sind Sie unsicher oder machen etwas zum ersten Mal, sollten Sie die Initiative ergreifen und einfach nachfragen. Aber bitte in Maßen, um die anderen nicht zu nerven.

(Foto: Fotolia)
Fehler vertuschen
4 von 10

Es ist völlig normal, am Anfang Fehler zu machen. Allerdings sollen Sie eigene Fehler nicht unter den Teppich kehren. Oft verursachen diese größeren Schaden als gedacht. Stattdessen lieber die Fehler zugeben und Pluspunkte sammeln, indem Sie eigene Lösungsmöglichkeiten äußern und daraus lernen. Ein Zeichen für die Kollegen, dass Sie sich weiterentwickeln möchten.

(Foto: Fotolia)
Lästern
5 von 10

In jedem Team bilden sich Grüppchen. Die verstehen sich besonders gut mit denen, aber nicht mit jenen. Hier ist besondere Vorsicht geboten! Selbst, wenn es Ihnen gelungen ist, erste Kontakte zu Kollegen zu knüpfen und Sie sich sympathisch sind, sollten Sie sich aus Lästereien heraus halten. Damit schaden Sie sich nur selbst.

(Foto: Fotolia)
Sich selbst isolieren
6 von 10

Auch wenn Sie bei Gerüchten und Lästereien Vorsicht walten lassen sollten, neue Kontakte zu knüpfen ist sehr wichtig, um Kollegen zu finden, die mit Ihnen die Mittagspause verbringen. Machen Sie einen Schritt auf Ihre Kollegen zu. Denn sind Sie einmal als Einzelgänger abgestempelt, wird man denken, dass Sie sich nicht ins Team einfügen möchten.

(Foto: Fotolia)
Hierarchien missachten
7 von 10

In jedem Unternehmen herrscht ein eigener Ton. In einigen duzen sich die Mitarbeiter, in anderen wird konsequent gesiezt. Achten Sie auch darauf, was an Ihrem neuen Arbeitsplatz gang und gäbe ist und übernehmen Sie diese Verhaltensweisen. Auch die Struktur des Teams sollten Sie durchschauen und verstehen. Damit verhindern Sie, dass jemand sich auf die Füße getreten fühlt.

(Foto: Fotolia)

Adners Forschung ist voll von Beispielen gefeierter aber, zumindest vorerst, gescheiterter Produkte: Da ist der HD-Fernseher, der bereits in den 1980er Jahren entwickelt wurde, auf dessen Durchbruch die Entwickler jedoch 30 Jahre warten mussten. Da ist die Cloud, die bereits in den 1990er Jahren bereitstand, die lokale Festplatte abzulösen, sich aber erst jetzt als Speicherort für Daten etabliert. Da ist der Microsoft Tablet PC, an den sich die iPad-Generation kaum erinnert. Und da ist das Elektro-Auto, das sich immer noch nicht durchgesetzt hat – während klassische Motoren immer effizienter werden und Hybrid-Fahrzeuge einen Hype erleben.

All diese Beispiele, analysiert Ron Adner, zeigten das gleiche Problem: Die Unternehmen haben zwar ein technologisch hervorragendes Produkt entwickelt. Aber sie ignorieren das komplexe Umfeld, in dem sie ihre Innovation platzieren. Adner nennt es „Ökosystem“. Sein Kernargument lautet: „Gutes Innovationsmanagement ist mehr als die perfekte Produktentwicklung.“ Der Fokus dürfe auch nicht allein auf den Kunden liegen.

Wichtig sei vielmehr, was das neue Produkt am Verhältnis zu den eigenen Partnern verändert. Inwiefern muss etwa ein Zulieferer seine Prozesse anpassen? Welche Co-Innovation wie im Falle von Apples iPod und Plattenladen iTunes ist nötig, damit sich das eigene Produkt durchsetzen kann? Zudem beeinflusst das Innnovationspotenzial der alten Technologie, wie schnell die neue erfolgreich wird.

Auch Adners jüngster Forschungsbeitrag, erschienen in der aktuellen Ausgabe der „Harvard Business Review“, baut auf diesen Annahmen auf. Darin stellt Adner einen Analyserahmen vor, der Managern helfen soll, die entscheidende Frage zu beantworten: Wird sich meine neue Technologie durchsetzen? Vier mögliche Szenarien hat er definiert, dargestellt in vier Quadranten innerhalb seines Koordinatensystems aus Potenzial und Hindernissen. Manager können ihr Produkt einsortieren und auf einen Blick erkennen, wie gut sie mit ihrer Innovation positioniert sind.

Der erste Quadrant oder Szenario 1 repräsentiert dabei genau die Situation, in der sich junge Start-ups und die Innovationsabteilungen großer Unternehmen gerne sehen würden. Das neue Produkt etabliert sich sofort, wird nicht von seinem Ökosystem gebremst. Die bisherige Technologie hat ausgedient. Innovatoren empfiehlt Adner daher, aggressiv in ihr neues Produkt zu investieren. Auch bisherige Marktführer sollten den Wandel schnell vollziehen – oder sich eine Nische suchen, in der das alte Produkt überleben kann. „Schöpferische Zerstörung“ hat Adner dieses Szenario in Anlehnung an Joseph Schumpeter genannt. Für den österreichischen Ökonom war schon zu Beginn des vorherigen Jahrhunderts innovativ, wer eine neue Technologie durchsetzte – nicht, wer sie erfand. Der ideenreiche Unternehmer schuf so jene „schöpferische Zerstörung“, in der Schumpeter die Stärke des Kapitalismus sah.

Spielraum für Interpretation
Seite 123Alles auf einer Seite anzeigen

Mehr zu: Innovationsmanagement - Schöpferische Zerstörung mit System

1 Kommentar zu "Innovationsmanagement: Schöpferische Zerstörung mit System"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • "Herr Fritz Porters - 18.11.2016, 11:43 Uhr

    @ Herr Hoffmann

    ich habe nicht diesen enormen politischen Sachverstand wie Sie, aber die von Ihnen beschriebene "Grünen-Sozialistischen Vernichtungspolitik".... ist das sowas wie ein "Gemüseauflauf"? :-D
    Herrlich, die Kommentare sind echt Comedy... einige Artikel im HB sind echt besorgniserregend, aber die Kommentare können einem das Lachen zurückzaubern. Danke ...muss weiter arbeiten...aber nachher schaue ich noch mal in die Kommentare...will doch auch später noch was zu schmunzeln haben..."

    @Porters

    VIELEN DANK Herr Porters,
    es ist wirklich ein immenser Zeitaufwand, von morgens bis abends zu jedem Artikel so witzige Kommentare zu schreiben.
    Bei manchen Artikeln sogar mehrere.
    Schön das Sie das zu schätzen wissen.

    Aber die Ehre gebührt nicht mir alleine. An den Comedy-Kommentaren sind noch weitere Leute beteiligt die auch gewürdigt sein wollen:
    Paff, von Horn, Trautmann, Vinci Queri, Delli, Bollmohr, Caruso....

    ohne sie wäre ich hier sehr einsam !
    Danke

Serviceangebote