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Innovationsmanagement Schöpferische Zerstörung mit System

Wer innovativ sein will, darf nicht nur auf die eigene Technologie schauen. Um den Markt zu revolutionieren, brauchen Unternehmer und Innovationsmanager die richtigen Partner – und ein Gefühl fürs optimale Timing.
  • Benedikt Becker
1 Kommentar
Elektronische Bücher revolutionieren die Art und Weise, wie wir lesen. Bereits vor zehn Jahren brachte Sony den "Reader" auf den Markt – trotz gefeierter Technik ein Flop. Amazon bewies 2007 besseres Innovationsmanagement: der Kindle wurde ein Erfolg. Quelle: dpa
Vor zehn Jahren eine bedeutsame Innovation: Lesegeräte für E-Books

Elektronische Bücher revolutionieren die Art und Weise, wie wir lesen. Bereits vor zehn Jahren brachte Sony den "Reader" auf den Markt – trotz gefeierter Technik ein Flop. Amazon bewies 2007 besseres Innovationsmanagement: der Kindle wurde ein Erfolg.

(Foto: dpa)

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Manchmal scheitern sogar die grandiosesten Innovationen. Um zu verstehen, warum, hilft ein Blick zurück: Im September 2006 bringt Sony den „Reader“ auf den Markt. Ein Lesegerät für elektronische Bücher, gelobt für seinen brillanten Bildschirm, einfache Bedienung, geringes Gewicht. Die Erwartungen an das neue Produkt waren hoch. Sony wollte schaffen, was Steve Jobs mit Apples Online-Plattenladen iTunes gelungen war: eine klassisch analoge Industrie zu digitalisieren und ins Internet zu verlegen. Der Reader sollte die Art und Weise verändern, wie wir lesen. Er sollte der iPod der Buchbranche werden – und wurde ein Flop.

Sony hatte sich auf die Entwicklung der Reader-Technologie konzentriert. Und dabei vernachlässigt, was für die Kunden noch wichtiger ist als Speicherplatz und Bildschirmauflösung: E-Books, die sie auf dem neuen Gerät lesen können. Zwar stellten einige Autoren ihre Werke zur Verfügung. Die Buchverlage jedoch hatten viele Fragen: Wie viel soll ein E-Book kosten? Wie viel davon geht an die Autoren, wie viel an den Verlag? Und vor allem: Wie wird verhindert, dass die E-Books nicht kopiert und illegal weiterverkauft werden?

Auf diese wirtschaftlichen und rechtlichen Fragen blieben die Japaner Antworten schuldig. „Sony war nicht in der Lage, den Buchverlagen Lösungen anzubieten und ihre Zweifel zu zerstreuen“, sagt Ron Adner, Professor für Unternehmensstrategie an der renommierten Tuck School of Business im Nordosten der USA. Man könnte auch sagen, Sony hat zwar den iPod für die Buchbranche entwickelt, aber das dazu passende iTunes vergessen.

So leicht bauen Sie Ihr Netzwerk auf
In zehn Schritten zum Netzwerk-Experten
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Um beruflich oder auch privat voran zu kommen, ist es oft von Vorteil, viele Menschen mit unterschiedlichen Kompetenzen zu kennen – und sich ein Netzwerk aufzubauen. Aber wie baut man den Kontakt zu Fremden auf? Die Karriereplattform The Changer gibt in ihrem Buch „Karriere mit Sinn“ zehn Tipps, wie Laien zu Netzwerk-Experten werden.

Frühzeitig da sein
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Ganz wichtig beim Netzwerken: die Ruhe vor dem Sturm ausnutzen. Um neue Kontakte während einer Veranstaltung zu knüpfen, bietet es sich an, etwas früher da zu sein als die Mehrheit der Gäste. So bleibt einem nichts anderes übrig, als auf diese zuzugehen. Und dann ist auch die Chance groß, die Organisatoren oder Sprecher wichtiger Organisationen zu erwischen, bevor sie von einer Meute umringt werden, die sich gerne vorstellen will.

Gewohntes Umfeld verlassen
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Leute außerhalb des direkten Umfeldes können dafür sorgen, dass man eine ganz neue Perspektive auf Projekte oder Probleme einnimmt. Jedem sollte daher eine Chance gegeben werden: Schließlich weiß man nie sofort, wer eine interessante Kontaktperson ist.

Freiwillig aushelfen
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Wer Probleme damit hat, auf Fremde zuzugehen, sollte den Veranstaltern kurz vor dem Event seine Hilfe anbieten. So geht der angehende Netzwerker auf Nummer sicher, dass er nicht nur dumm in der Ecke herumsteht – schließlich hat er durch sein Engagement eine klare Aufgabe. Und währenddessen kommt er ganz zufällig mit neuen Menschen ins Gespräch, ohne dafür selbst den ersten Schritt machen zu müssen.

Nicht sofort drauf los schießen
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Der angehende Netzwerker ist überpünktlich da, überwindet seine Hemmungen und gesellt sich zu einer kleinen Gruppe. Den größten Fehler, den er dann machen kann: einfach drauflos plappern. Wenn es zu einem Gespräch kommt, sollte er lieber erst einmal aufmerksam zuhören und Fragen stellen. Schließlich ist Netzwerken keine Einbahnstraße: Wenn man ehrliches Interesse an den Problemen anderer zeigt, werden sie wahrscheinlich auch dasselbe für ihr Gegenüber tun.

Lächle
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Noch Fragen?

Sich ein Ziel setzen
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Schon vor der Veranstaltung sollte man sich gut überlegen, mit wie vielen Leuten man sich unterhalten will. Schließlich passt nicht jede x-beliebige Person in das persönliche Netzwerk. „The Changer“ rät angehenden Netzwerkern deshalb dazu, sich vorab die Teilnehmerliste zu organisieren, um vorab herauszufinden, wer während des Events als möglicher neuer Kontakt geeignet ist.

Ron Adner beschäftigt sich seit mehr als 20 Jahren mit der Frage, warum manche Innovation erfolglos bleibt – obwohl sie technisch überlegen ist, echten Fortschritt schafft. Die Entwicklung der E-Book-Reader ist eines seiner liebsten Beispiele. Denn ein Jahr nach Sony, im November 2007, präsentiert Amazon sein Lesegerät: den Kindle. Das Produkt des Internetkonzerns ist der Sony-Konkurrenz technisch unterlegen, größer und schwerer, der Bildschirm schlechter. Aber der Kindle hat gegenüber der japanischen Konkurrenz einen strategischen Vorteil: den direkten Zugriff auf eine Online-Plattform mit mehr E-Books, als man im Laufe eines Lebens lesen kann.

Amazon umwarb die großen Verlagshäuser, zahlte ihnen die Hälfte des Listenpreises eines klassischen Buchs. Um die E-Book-Revolution anzuschieben, opferte der Internethändler seine eigenen Gewinne. Mit 9,99 Dollar lag der Preis eines E-Books unter dem, was Amazon den Verlegern zahlte. Die erfuhren davon erst bei der Produktpräsentation – und sorgten sich um ihre zukünftigen Gewinnmargen. Aber da hatte die Erfolgsgeschichte des Kindle bereits begonnen. Zumal Amazon umsetzte, was Sony nicht gelöst hatte: Es ist nicht möglich, die E-Books auf anderen Geräten zu lesen oder gar auszudrucken.

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1 Kommentar zu "Innovationsmanagement: Schöpferische Zerstörung mit System"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • "Herr Fritz Porters - 18.11.2016, 11:43 Uhr

    @ Herr Hoffmann

    ich habe nicht diesen enormen politischen Sachverstand wie Sie, aber die von Ihnen beschriebene "Grünen-Sozialistischen Vernichtungspolitik".... ist das sowas wie ein "Gemüseauflauf"? :-D
    Herrlich, die Kommentare sind echt Comedy... einige Artikel im HB sind echt besorgniserregend, aber die Kommentare können einem das Lachen zurückzaubern. Danke ...muss weiter arbeiten...aber nachher schaue ich noch mal in die Kommentare...will doch auch später noch was zu schmunzeln haben..."

    @Porters

    VIELEN DANK Herr Porters,
    es ist wirklich ein immenser Zeitaufwand, von morgens bis abends zu jedem Artikel so witzige Kommentare zu schreiben.
    Bei manchen Artikeln sogar mehrere.
    Schön das Sie das zu schätzen wissen.

    Aber die Ehre gebührt nicht mir alleine. An den Comedy-Kommentaren sind noch weitere Leute beteiligt die auch gewürdigt sein wollen:
    Paff, von Horn, Trautmann, Vinci Queri, Delli, Bollmohr, Caruso....

    ohne sie wäre ich hier sehr einsam !
    Danke

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