Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke
Zum Special von Handelsblatt Online

Knigge für Xing und Linkedin So meistern Sie die digitale Jobsuche mit Stil

Jedes zweite Unternehmen informiert sich online über seine Bewerber – und erlebt oft böse Überraschungen. Welche Fehler Jobsuchende bei Xing, Linkedin oder Facebook machen – und worauf es bei digitalen Profilen ankommt.
Kommentieren
Bewerber, die beim potenziellen Arbeitgeber punkten wollen, sollten darauf achten, welche Spuren sie im Internet hinterlassen. Quelle: Getty Images martin-dm
Online-Knigge

Bewerber, die beim potenziellen Arbeitgeber punkten wollen, sollten darauf achten, welche Spuren sie im Internet hinterlassen.

DüsseldorfAls der Personaler die Bewerbungsunterlagen sichtet, meint er sein Glück kaum fassen zu können. Der Kandidat passt laut Lebenslauf fachlich exakt auf die Stelle, für die sich seit Monaten kein geeigneter Mitarbeiter finden lässt. Nun ist er neugierig: Anstatt bis zum Vorstellungsgespräch zu warten, macht sich der Arbeitgeber auf die digitale Suche nach weiteren Informationen über den Bewerber.

Doch die Spuren, die der Jobsuchende bei Twitter, Google+ und Facebook hinterlassen hat, ernüchtern der Arbeitgeber. Denn in den sozialen Netzwerken wirbt der Job-Kandidat exzessiv für eine Partei, will anderen Usern seine Meinung aufdrängen. Die Fragen überschlagen sich im Kopf des Personalverantwortlichen: „Wird der Mitarbeiter seine Interessen gleichermaßen penetrant im Unternehmen durchsetzen wollen? Würde er womöglich Betriebsgeheimnisse ausplaudern, um seiner Partei einen Vorteil zu verschaffen? Und: Wie reagieren Mitarbeiter und Kunden auf seine politischen Aktivitäten?“

Genau in dieser Zwickmühle befindet sich einer von Ralph Dannhäusers Kunden. Er berät Unternehmen im Bereich Social Recruiting und Marketing und hat ein Buch darüber veröffentlicht. „Wie sich Jobsuchende online präsentieren, beeinflusst enorm ihr Karrierechancen. Doch das ist vor allem vielen jungen Menschen nicht bewusst“, sagt er. Ihre Profile seien oftmals für Jedermann einsehbar – und damit beispielsweise peinliche Partybilder, Pöbeleien oder extreme politische Meinungsäußerungen, die schnell zum Job-Killer werden.

Laut der jüngsten Untersuchung des Digitalverbandes Bitkom unter mehr als 400 Personalverantwortlichen informiert sich fast jedes zweite deutsche Unternehmen über soziale Netzwerke über seine Bewerber. Einträge in beruflichen Netzwerken wie Xing und Linkedin werten sie demnach häufiger aus als privat ausgerichtete Plattformen wie Facebook oder Twitter.

So halten Firmen ihre besten Mitarbeiter
Organisationsstrukturen im Umbruch
1 von 10

Mit traditioneller und straffer Organisation vergraulen Mitarbeiter aktuelle und potenzielle Mitarbeiter. Stattdessen sind in Zeiten der Digitalisierung flexible und flache Strukturen gefragt – das ist zumindest das Ergebnis einer gemeinsamen Studie der Personalberatung Kienbaum und der Jobbörse Stepstone, für die 12.000 Fach- und Führungskräfte zu Hierarchie- und Organisationsformen in deutschen Unternehmen befragt wurden. Vier von zehn Führungskräfte gaben an, dass sich ihr Unternehmen mitten im Veränderungsprozess befindet. Die Studienherausgeber haben Tipps zusammengestellt, wie Unternehmen sich auf die Zukunft vorbereiten – und Mitarbeiter so langfristig binden.

(Foto: Getty Images)
Zielorientiert Innovationen fördern
2 von 10

Zahlreichen deutschen Unternehmen ist laut Untersuchung bewusst, dass sie Innovationen in einigen Abteilungen stärker fördern müssen. Nur: Die Betriebe sind nach Einschätzung der Beschäftigten vor allem auf Effizienz ausgerichtet – und nicht unbedingt auf Fortschritt. Unternehmen können sich also als zukunftsfähiger Arbeitgeber auf dem Markt beweisen, indem sie Innovationen fördern. Und zwar zielgerichtet: In welchen Bereichen sind sie notwendig? Welche Teams und Prozesse eignen sich für den Veränderungsprozess?

(Foto: fotolia)
Klein anfangen
3 von 10

Den Studienautoren zufolge genügt es bereits, wenn Verantwortliche diesen Veränderungsprozess langsam, aber sorgfältig einführen. „Lieber kleinere, aber ernst gemeinte und sauber evaluierte Projekte mit veränderten Organisationsstrukturen umsetzen, als groß angelegte, aber oberflächliche Kampagnen ohne wirkliche Einbeziehung der Belegschaft durchführen“, heißt es in der Schlussfolgerung der Untersuchung. Auf lange Sicht profitiere so das gesamte Unternehmen.

(Foto: plainpicture/Hero Images)
Mitarbeiterwünsche als Motivation wahrnehmen
4 von 10

Deutsche Arbeitnehmer wünschen sich laut Studie flache Hierarchien und klare Ansagen vom Chef: Drei von vier Befragten gaben an, dass die Unternehmensstruktur einen Stark Einfluss auf ihre Jobzufriedenheit hat. Wichtig ist deshalb, dass Unternehmen Veränderungsprozesse einleiten, falls flache Hierarchien und wenig Kommunikation herrschen.

(Foto: Fotolia.com)
Mehr Verantwortung
5 von 10

Verantwortungsvolle Aufgaben sind ein weiteres Mittel, um gute Mitarbeiter ans Unternehmen zu binden. Denn drei von vier Studienteilnehmern gaben an, dass sie sich im Job mehr Verantwortung wünschen. Ob der Angestellte tatsächlich für das selbstverantwortliche Arbeiten geeignet ist, stellt sich selbst bei kleinen Projekt heraus.

(Foto: Fotolia.com)
Mitarbeiterinitiative wecken
6 von 10

Die Ideen der Mitarbeiter bieten laut Studie in vielen Unternehmen noch ungenutztes Potenzial: Nur jeder Fünfte gab an, dass sein Arbeitgeber Verbesserungsvorschläge aktiv fördert. Fast die Hälfte der Befragten arbeitet in Betrieben, in denen es nicht einmal Prozesse zur Sammlung und Verarbeitung von Ideen gibt – und eigene Vorschläge sogar ausdrücklich unerwünscht sind. Wer also Ideen aus der Belegschaft wertschätzt und systematisch einfordert, kann sich als attraktiver Arbeitgeber profilieren.

(Foto: )
Karrierewege aufzeigen
7 von 10

Wer womöglich über Jahrzehnte den gleichen Job – ohne Perspektiven auf Veränderung – macht, läuft Gefahr, sich weniger mit dem Unternehmen zu identifizieren und folglich weniger motiviert und produktiv zu sein. Kienbaum und Stepstone wissen: „Persönliche, für einzelne Mitarbeiter relevante Entwicklungsperspektiven ziehen Talente an und binden diese.“

(Foto: Getty Images)

In manchen Fällen hat die digitale Recherche des Wunsch-Arbeitgebers negative Konsequenzen für den Bewerber: Mehr als jeder siebte Personalchef gibt an, den Bewerber aufgrund seines Online-Auftritts aussortiert zu haben. Denn: „Profile in sozialen Netzwerken sind oft aussagekräftiger als eine Bewerbung“, weiß Bitkom-Hauptgeschäftsführer Bernhard Rohleder.

Nach Informationen des Digital-Netzwerkes „Initiative 21“ waren im vergangenen Jahr bundesweit Spuren von 64 Millionen Bürgern im Internet aufzufinden. 46 Millionen nutzten Messaging-Dienste wie WhatsApp, 35 Millionen waren Mitglieder in sozialen Netzwerken. Dannhäuser und Rohleder sind davon überzeugt, dass Personalabteilungen künftig noch häufiger auf Xing, Facebook und Co. zurückgreifen werden, um sich ein Bild vom Bewerber zu machen – obwohl es gesetzliche Richtlinien dazu gibt, wo und wie Recherchen erlaubt sind.

Die wichtigsten Neuigkeiten jeden Morgen in Ihrem Posteingang.
Peinliche Fehler in Business-Netzwerken
Seite 123Alles auf einer Seite anzeigen

Mehr zu: Knigge für Xing und Linkedin - So meistern Sie die digitale Jobsuche mit Stil

0 Kommentare zu "Knigge für Xing und Linkedin: So meistern Sie die digitale Jobsuche mit Stil"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.