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Präsenz auf der Bühne Sieben Punkte für mehr Überzeugungskraft

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Sieben Punkte für mehr Präsenz
So erteilen Sie Bewerbern höflich eine Abfuhr
Absage mit Feingefühl
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Bei Bewerbungsschreiben gibt es eine Menge Literatur über die Erwartungen von Personalverantwortungen. Aber über die Erwartungen der Bewerber, wie eine Absage aussehen sollte, spricht kaum jemand. Eine Experten-Jury – bestehend aus Mitarbeitern von Jobware, Kienbaum und der Hochschule Fresenius – haben aus diesem Grund kürzlich gelungene Absageschreiben gekürt. Die Fachzeitschrift Personalmagazin hat die bemerkenswertesten Formulierungen aufgelistet.

Kleine Nuancen
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„Ihre Bewerbung ist in die engere Wahl gekommen. Leider müssen wir Ihnen jedoch mitteilen, dass wir uns nach sorgfältiger Prüfung anderweitig entschieden haben. Manchmal sind es nur kleine Nuancen, die eine Entscheidung zwischen den Bewerbern ausmachen.“ (BTC Business Technology Consulting AG)

Alles zu seiner Zeit
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„Aikansa kutakin sagen die Menschen in Finnland. Das heißt frei übersetzt etwa: Alles zu seiner Zeit. Von Ihrer Qualifikation sind wir überzeugt. Jedoch ist es nicht der richtige Zeitpunkt, Ihnen eine vakante Position anbieten zu können, die Ihren überzeugenden Kenntnissen und Fähigkeiten entspricht.“ (Caverion Deutschland GmbH)

Limitiertes Produkt als Zeichen der Wertschätzung
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„Wir möchten uns an dieser Stelle für Ihre Bewerbung und die damit verbundene Mühe und den Aufwand bedanken. Als Zeichen unserer Wertschätzung erhalten Sie anbei unser limitiertes Codello-Tuch.“ (Codello Lifestyle Accessories GmbH)

Von der Masse abgehoben
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„Vorweg ein ganz großes Kompliment: Ihre Bewerbung die Art Ihrer Bewerbung sind wirklich beeindruckend. Wir finden das ganz toll. Behalten Sie sich diese Form bei, damit heben Sie sich sehr von der Masse ab.“ (Smartclip AG)

Freude an Praktikanten
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„Wir freuen uns immer sehr, wenn engagierte Menschen wie Sie sich bei uns bewerben und Praxisluft schnappen wollen! Doch auch wenn wir gerne würden, können wir Ihnen leider derzeit keinen Praktikumsplatz anbieten.“ (Hansa-Flex AG)

Hören Sie auf, E-Mails zu schreiben
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Apropos E-Mails: Die zweitgrößte Beeinträchtigung für produktives Arbeiten sind zu viele E-Mails. E-Mails machen einzelne Konversationen zu bestimmten Aufgaben zwar nachvollziehbar, die damit verknüpften Dokumente und Informationen sind aber meist nicht greifbar und müssen zeitaufwändig gesucht und geordnet werden. Im Schnitt verbringen Mitarbeiter zwei Stunden ihres Arbeitstages mit E-Mails, diese Zeit kann deutlich verkürzt werden, wenn die E-Mail-Kommunikation auf externe Partner und Kunden beschränkt wird. Für Interna gibt es spezielle Collaboration-Tools.

Auch in den Unternehmen selbst wurden bei Anfragen häufig zunächst die Männer ins Vortragsrennen geschickt. Klar, denn sie besetzen auch die Mehrheit der Führungspositionen, und diese sogenannten C-Levels werden wiederum von den Organisatoren von Konferenzen meist als gute Zugpferde für ihr Programm gesehen.

Doch auch hier beobachten wir, dass das Blatt zumindest gerade dabei ist, sich zu wenden. Vor allem in jungen Firmen, in Start-ups, tauchen vermehrt Frauen in der Führungsrolle auf. Ist es ein „Pärchen“, das sich den Chefposten teilt, kann die Frau ihre Position als Sprecherin und Expertin nutzen, sie wird für wichtige Speaking-Jobs gebucht oder kann auch die PR geschickt für sich nutzen: Role-Models sind für mich hier eine Alisée de Tonnac, CEO Seedstar World, Amorelie-Chefin Lea-Sophie Cramer oder auch Refinery-Deutschland Chefin Nora Beckershaus – um nur einige wenige zu nennen.

Wenn wir die Podien stürmen wollen, können wir das auch ein Stück weit selbst in die Hand nehmen und vorantreiben. Es gibt mehrere Ansatzpunkte, um mehr Frauen auf die Bühnen zu bringen. Besonders wichtig ist hier (das wird in der öffentlichen Diskussion leider oft vergessen): eine Bühne ist mehr als die Konferenz-Bühne. Bühne fängt schon im Firmenmeeting an. Meine sieben Punkte für mehr Präsenz:

1. Machen Sie sich bereit

Um auf die Bühne zu gehen, braucht es ein Thema – Ihr Thema. Was begeistert Sie, für was brennen Sie, wo sind Sie Expertin? In welchem Fachgebiet möchten Sie etwas erreichen? Definieren Sie ihre Kernbotschaft und tragen Sie diese eine Botschaft in die Welt – in allen Variationen und wo immer es geht. Die Kraft der Wiederholung wirkt gerade im Speakergeschäft Wunder. Sie möchten überhaupt erst einmal gefunden werden? In entsprechenden Datenbanken oder Organisationen wie der Women Speaker Foundation oder auf der Plattform Speakerinnen.org können Sie ihr Profil hinterlegen (ein Hinweis übrigens auch für die Veranstalter, die sagen, sie hätten keine Frau für ihr Podium gefunden).

2. Üben Sie ihren Auftritt

Wir werden immer wieder gefragt, wie die Expertin auf der Bühne „performt“: Ihr Auftritt muss daher sitzen – sonst werden Sie nur einmal gebucht. Übung macht die Meisterin, das gilt auf der Bühne ganz besonders. Nehmen Sie ihren Vortrag auf Video auf (ein gutes Video wird Ihnen zudem zu weiteren Auftritten verhelfen), fragen Sie Vertraute nach ihrer Meinung oder nutzen Sie Formate wie die „Generalprobe“ der Women Speaker Foundation, um ihren Vortrag in einem geschützten Raum, aber trotzdem unter Realbedingungen zu präsentieren – wertvolles Feedback ist hier garantiert.

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