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Profi-Schiedsrichterin Bibiana Steinhaus „Ich bin der Ruhepol, der alles zusammenhält“

Bibiana Steinhaus ist die einzige Bundesliga-Schiedsrichterin. Sie gilt als beste Schiedsrichterin der Welt, wacht als Unparteiische über alle Spielabläufe und sorgt für einen fairen Wettkampf. Was Chefs von ihr lernen.
Im Jahr 1995 pfiff Bibiana Steinhaus, die bis dahin auf dem Fußballplatz als Linksaußen beim SV Bad Lauterberg aktiv war, mit 16 Jahren ihr erstes Spiel. Schon vier Jahre später wurde sie 1999 DFB-Schiedsrichterin, zunächst in der Frauen-Bundesliga. Quelle: dpa
Unter Frauen

Im Jahr 1995 pfiff Bibiana Steinhaus, die bis dahin auf dem Fußballplatz als Linksaußen beim SV Bad Lauterberg aktiv war, mit 16 Jahren ihr erstes Spiel. Schon vier Jahre später wurde sie 1999 DFB-Schiedsrichterin, zunächst in der Frauen-Bundesliga.

(Foto: dpa)

HannoverDie Profi-Schiedsrichterin Bibiana Steinhaus arbeitet im Hauptberuf als Polizeibeamtin in Hannover. Aus ihrem Büro im Niedersächsischen Ministerium für Inneres und Sport kommt sie mit einem durchsichtigen DFB-Regenschirm zum Hauptbahnhof. Per Sms schlägt sie vor: „Wir treffen uns unterm Schwanz”. Dahinter verbirgt sich keine Anzüglichkeit, sondern das Hinterteil des Reiterstandbilds von Ernst August von Hannover, der bei Wind und Wetter in Richtung Fußgängerzone blickt. Für das Gespräch gehen wir in ein Café in der Innenstadt, Steinhaus legt eine kleine Goldkette mit einem Herzanhänger neben sich auf den Tisch und fängt an zu reden. Über Druck im Leistungssport. Über schmerzhafte Fehlentscheidungen und die Attacke von Bayern-Coach Pep Guardiola, der seine guten Manieren vergessen hatte.

Frau Steinhaus, was hat Sie als 16-jährige dazu gebracht, Schiedsrichterin zu werden?
Die Überzeugungsarbeit meines Vaters und unseres Schiedsrichterverantwortlichen damals bei uns im Verein. Beide waren der Meinung, dass diese Tätigkeit genau das Richtige für mich ist und haben mich mit viel Nachdruck immer wieder daran erinnert, wann der Lehrgang für die Schiedsrichterausbildung stattfindet.

Also hatten Sie eigentlich erstmal gar keine Lust?
Irgendwann war ich so genervt von der Dauerbeschallung der beiden, dass ich es einfach gemacht habe (lacht). Eigentlich habe ich nur als Linksaußen Fußball mit meinen Freundinnen in der Mädchenmannschaft gespielt und mit 16 noch nicht darüber nachgedacht, einen anderen Weg im Fußball einzuschlagen. In den Schiri-Job bin ich quasi reingerutscht.

Haben Sie das jemals bereut?
Wenn ich so zurückblicke auf meine Zeit in jungen Jahren als Schiedsrichterin: nein, nie. Das hat mich so geprägt in meiner persönlichen Entwicklung, dass ich es jederzeit wieder genauso machen würde.

Heute müssen Sie sich oft verbale Angriffe und Beleidigungen von Fans und Fußballspielern anhören - wie gehen Sie mit diesem rustikalen Ton um?
Ich werde meistens aufgrund meiner Rolle als Schiedsrichter beleidigt und nicht als Person. Das versuche ich mir immer wieder klar zu machen.

So sehen echte Businessfrauen aus!
Wie sehen Businessfrauen aus? So zum Beispiel!
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Quelle: Nazir Azhari

Rote Lackschuhe und kurze Röcke zwischen Männerbeinen im Zweireiher: Frauenbilder, mit denen sich schon lange niemand mehr identifizieren möchte. Deswegen haben wir vor zwei Wochen gefragt: Wo sind eigentlich die Fotos, die moderne, authentische und natürliche Frauen zeigen? In einem Foto-Wettbewerb suchten wir Ideen, wie wir das ändern können. Nun stehen die Gewinnerbilder, wie dieses hier von Nazir Azhari, fest.

Schluss mit Bleistiftrock und steifer Pose
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Quelle: Johanna Vikell
Wir, das sind die Businessplattform Edition F als Initiator der Mission, die Foto-Community EyeEm, das Handelsblatt und andere namhafte Medienpartner (Zeit Online, Ze.tt, Manager Magazin und Huffington Post). Und gemeinsam wollen wir die Perspektive auf Frauen in der Arbeitswelt verändern. Schluss mit grausamen Stockphotos! Es leben schöne Fotos wie dieses hier von Johanna Vikell.
#Womeninbusiness
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Quelle: Michael Moeller
Mit #Womeninbusiness wollen wir moderne, natürliche und authentische Frauen zeigen. Frauen, die sich täglich in ihrem Job abrackern, aber nicht immer top gestylt im Hosenanzug erscheinen. Solche, die auch mal den Wecker überhören, in Windeseile Klamotten aus dem Schrank ziehen und sich die Haare erst im Auto auf dem Weg zur Arbeit kämmen.
Berufsalltag wie er auch aussehen kann
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Quelle: Tyler

Frauen, die nicht ihre weiblichen Vorzüge in den Fokus stellen, sondern mit ihrem fachlichen Können bestechen.

Danke!
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Quelle: Ana Caprini

Wir freuen uns sehr, dass Sie unsere Mission so toll unterstützt haben. Die Auswahl der Gewinnerinnen ist uns allen nicht leicht gefallen.

Wow: So viele tolle Bilder!
6 von 10

Quelle: Astrid Hapsari

Insgesamt wurden über 3.000 Bilder eingereicht, aus denen wir für Sie die Top-Ten-Gewinnerfotos gewählt haben.

Trending Topic
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Quelle: Martin Rehm

Jeder Fotograf und jede Fotografin hatte die Möglichkeit, authentische Fotos aus seinem Joballtag entweder auf der Online-Plattform EyeEm hochzuladen oder oder sie per Mail einzureichen. Bereits am ersten Tag wurde der #WomeninBusiness zum Trending Topic bei Twitter.

Reagieren Spieler eigentlich komisch darauf, wenn sie erfahren, dass der Schiri eine Polizistin ist?
Nein, das ist in dem Moment kein Thema. Auf dem Platz bin ich einfach nur Schiedsrichterin.

Aber wann sagen Sie: Bis hierhin und nicht weiter, Freunde?
Bei einem verbalen Angriff gegen mich. Eine Grenze ist für mich dort erreicht, wo Sprüche von Spielern meine Autorität als Schiedsrichterin untergraben.

Dann zeigen Sie die gelbe Karte…
…oder reagiere mit einem Platzverweis und manchmal eben auch mit einem verbalen „Konter“.

Sie motzen zurück?
(lacht) Sicher nicht. Aber ich mache deutlich, dass da gerade eine Grenze überschritten wurde. Wichtig ist doch, dass meine Botschaft beim Adressaten ankommt. Dass er versteht, wo er zu weit gegangen ist.

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Pep Guardiolas Wutanfall
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