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Xing-Investorin Hinrichs Wann beißen Sie an?

Gründer sind häufig klamm und auf externes Kapital angewiesen. Daniela Hinrichs ist Investorin und bekommt oft hautnah mit, was Jungunternehmer dabei falsch machen. Ein Gespräch über Geld, Risiko und Leidenschaft.
"Mein Business ist Relationship-Management, kein Internet-Business". Foto: Thies Rätzke
Daniela Hinrichs

"Mein Business ist Relationship-Management, kein Internet-Business".

Foto: Thies Rätzke

Daniela Hinrichs – keine Unbekannte in der Start-up-Welt, ist Unternehmerin, Kommunikationsspezialistin, Business Angel und Sammlerin zeitgenössischer Fotografie. Neben der Geschäftsführung von Yellowdine Ventures, ihrer eigenen Investmentgesellschaft, über sie junge Firmen unterstützt, betreibt Hinrichs noch mit ihrem eigenen Start-up DEAR Photography einen Online-Handel für Fotografie. „Ich habe eine hohe Affinität zu Menschen, die etwas wagen ohne doppelten Boden“, sagt die Mutter von zwei Kindern, die jeder Tätigkeit, vor allem aber jedem Menschen ihre volle Aufmerksamkeit widmet. „Mein Business ist Relationship-Management, kein Internet-Business“, macht Hinrichs in Gesprächen immer wieder unmissverständlich klar. Uns erklärt Hinrichs, wann sie in ein Start-up investiert, vor welchen Herausforderungen Gründer oft stehen, wie diese angepackt und letztlich auch gelöst werden können. Basis dieses Gesprächs ist eine Live-Diskussion, die wir vor kurzem in unserer LeaderIn-Netzwerkgruppe zum Thema Mission Start-up! geführt haben.

Frau Hinrichs, wie fühlt es sich an, als Xing-Investorin und ehemals langjährige Sprecherin des Karrierenetzwerks eine Live-Diskussion hier auf LinkedIn zu führen?
Ich habe mich tatsächlich kurz gefragt, warum wir das Gespräch eigentlich nicht auf Facebook machen. Es sind dort derzeit knapp 1,6 Milliarden Mitglieder registriert, davon wären rein rechnerisch etwas über die Hälfte Frauen und mit Sheryl Sandberg hat die Plattform eine Protagonistin, die sich sichtbar und hörbar für die Belange der Frauen einsetzt.

Sie sind als Business Angel seit 2006 selbst eine wichtige Protagonistin in der Start-up-Welt. Viele Gründergeschichten hören sich im Nachhinein immer so an, als ob alles wie am Schnürchen geklappt hätte. Ein Irrglaube, oder?
Kern dieser Geschichten sind oftmals unternehmerische Misserfolge oder Fehlentscheidungen. Die Frage ist für mich nicht, ob es diese Misserfolge nicht gibt, sondern wie ich als Unternehmerin damit umgehe. Richard Branson ist damals mit der Zeitung „The Student“ als Unternehmer gestartet. Wäre sie kein Flop gewesen, wer weiß ob es „Virgin“ überhaupt oder in der Form gegeben hätte. Und ja, die meisten Dinge klappen nicht wie beabsichtigt. Wir kennen alle mindestens ein Produkt, das die ursprüngliche Planung verfehlt hat und dennoch zum Welterfolg wurde.

So sehen echte Businessfrauen aus!
Wie sehen Businessfrauen aus? So zum Beispiel!
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Quelle: Nazir Azhari

Rote Lackschuhe und kurze Röcke zwischen Männerbeinen im Zweireiher: Frauenbilder, mit denen sich schon lange niemand mehr identifizieren möchte. Deswegen haben wir vor zwei Wochen gefragt: Wo sind eigentlich die Fotos, die moderne, authentische und natürliche Frauen zeigen? In einem Foto-Wettbewerb suchten wir Ideen, wie wir das ändern können. Nun stehen die Gewinnerbilder, wie dieses hier von Nazir Azhari, fest.

Schluss mit Bleistiftrock und steifer Pose
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Quelle: Johanna Vikell
Wir, das sind die Businessplattform Edition F als Initiator der Mission, die Foto-Community EyeEm, das Handelsblatt und andere namhafte Medienpartner (Zeit Online, Ze.tt, Manager Magazin und Huffington Post). Und gemeinsam wollen wir die Perspektive auf Frauen in der Arbeitswelt verändern. Schluss mit grausamen Stockphotos! Es leben schöne Fotos wie dieses hier von Johanna Vikell.
#Womeninbusiness
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Quelle: Michael Moeller
Mit #Womeninbusiness wollen wir moderne, natürliche und authentische Frauen zeigen. Frauen, die sich täglich in ihrem Job abrackern, aber nicht immer top gestylt im Hosenanzug erscheinen. Solche, die auch mal den Wecker überhören, in Windeseile Klamotten aus dem Schrank ziehen und sich die Haare erst im Auto auf dem Weg zur Arbeit kämmen.
Berufsalltag wie er auch aussehen kann
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Quelle: Tyler

Frauen, die nicht ihre weiblichen Vorzüge in den Fokus stellen, sondern mit ihrem fachlichen Können bestechen.

Danke!
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Quelle: Ana Caprini

Wir freuen uns sehr, dass Sie unsere Mission so toll unterstützt haben. Die Auswahl der Gewinnerinnen ist uns allen nicht leicht gefallen.

Wow: So viele tolle Bilder!
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Quelle: Astrid Hapsari

Insgesamt wurden über 3.000 Bilder eingereicht, aus denen wir für Sie die Top-Ten-Gewinnerfotos gewählt haben.

Trending Topic
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Quelle: Martin Rehm

Jeder Fotograf und jede Fotografin hatte die Möglichkeit, authentische Fotos aus seinem Joballtag entweder auf der Online-Plattform EyeEm hochzuladen oder oder sie per Mail einzureichen. Bereits am ersten Tag wurde der #WomeninBusiness zum Trending Topic bei Twitter.

Wie war das bei Ihrer eigenen Gründung – ist da auch was schief gelaufen?
Beim Gründen nicht. Es gab allerdings die eine oder andere Markteinschätzung, die sich nicht erfüllt hat. Obwohl ich mir sicher war, dass ein Potenzial vorhanden ist.

Was war Ihre beruflich schwerste Entscheidung?
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