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Disruptive Thinking Wollen wir Dinge wirklich anders machen?

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Die kreative Revolution
Mit seinem Buch leistet er einen wertvollen Beitrag zur aktuellen Debatte über die Umbrüche, mit denen wir uns konfrontiert sehen. (Foto: PR)
Das Buch

Mit seinem Buch leistet er einen wertvollen Beitrag zur aktuellen Debatte über die Umbrüche, mit denen wir uns konfrontiert sehen.
(Foto: PR)

Disruptive Thinking heißt zunächst: Umbrüche, Brüche, nichtlineare Entwicklungen denken zu können. Und nicht zu glauben, das geht gleich vorüber. Nein, das geht nicht gleich vorüber. Denn die gegenwärtige Transformation ist nicht nur eine technologische. Sie ist auch eine soziale und kulturelle und verändert massiv unser Denken und Verhalten. Sie ist tatsächlich eine Revolution. Ich nenne sie die „kreative Revolution“.

Diese hat gerade begonnen. Sie wird gebraucht in Unternehmen wie in der Gesellschaft, in der Arbeit für die Umwelt, für die Nachhaltigkeit, in Schule, Ausbildung, Unternehmen, Politik. Disruptive Thinking ist die Kunst und Disziplin für diese Revolution. Es ist Reflexion der Disruption. Und zugleich die praktische Unterstützung für Führung und Organisation, mit dem disruptiven Wandel besser, realistischer und verantwortlicher umzugehen.

4. Gehen wir mit Lernen voran?

Disruptive Thinking ist Querdenken ohne Geländer. Es akzeptiert das Nichtwissen im Wissen. Es ist experimentell. Es ist bereit für das Überraschende. Es versteht etwas vom Dilemma der Innovatoren. Es setzt auf vernetzte Teams und weiß um die Beharrungskräfte der alten Organisation. Es ist schöpferisch und zugleich verantwortungsvoll. Es folgt dabei drei pragmatischen Imperativen:

  • Erstens: Sei überraschend einfach!
  • Zweitens: Brich Routinen!
  • Drittens: Stärke die Menschen!

Kann man das lernen? Davon bin ich überzeugt. Disruptive Thinking kann man lernen und professionalisieren. So wie man systemisches Denken und Design Thinking lernen kann, auf deren guten Ideen Disruptive Thinking aufbaut. Wenn man den Widerspruch nicht ausschließt, sondern ihn ermutigt und dafür Formen schafft. Man kann vom Hochleistungssport, von den Künsten, vom Design, von ungewöhnlichen sozialen Initiativen lernen. Man kann Bergwege statt Autobahnen aufsuchen. Man kann auf ungewöhnliche Reisen gehen und sich von den Besten aus anderen Bereichen Anregungen holen. Und man kann lernen, wie man diese anderen Lernerfahrungen im organisationalen Alltag abrufen kann. Wenn man sich wechselseitig hilft, vernetzt und dabei neue Räume und neue Routinen schafft, in denen das Neue nicht sofort wieder von der Gewohnheit aufgesogen und verspeist wird. Wir haben auch gar keine andere Wahl.

Über den Autor

Gerade ist im Gabal Verlag das Buch „Disruptive Thinking“ erschienen. Darin hat der Autor Bernhard von Mutius den gegenwärtigen Wandel in der Wirtschaftswelt nachgezeichnet und einen Weg skizziert, wie Unternehmen sich darauf einstellen können. Als Sozialwissenschaftler, Philosoph und Autor beschäftigt von Mutius seit Jahren mit der digitalen Transformation sowie mit der kreativen Revolution und deren Bedeutung für Menschen, für Wirtschaft und Gesellschaft. Er berät Unternehmen und Organisationen zu den Themen Change, Innovation und Führung.

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2 Kommentare zu "Disruptive Thinking: Wollen wir Dinge wirklich anders machen?"

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  • DISRUPTIVE THINKING
    Wollen wir Dinge wirklich anders machen?
    von:
    Bernhard von Mutius
    Datum:
    22.10.2017 08:27 Uhr

    ...........................................

    DISRUPTIVE THINKING ... IST GENAU WAS EIN KONTINENT WIE EUROPA DRINGEND VORAN BRINGEN MUSS und gleich mit den Politiker in Brüssel damit beginnen !

    Dieser Beitrag hier kann man nur LOBEN UND EMPFEHLEN !
    JEDER POLITIKER IN BRÜSSEL MÜSSTE ES IN KOPIE FORM AUSGEHÄNDIGT BEKOMMEN und zum Lesen verpflichtet werden als auch verpflichtet werden an solche Kurse teilnehmen zu müssen um es erst für sich auch kennen zu lernen um es dann auch gezielter Anwenden zu können !

    ===>>> DANN BEMERKT DIESE EUROPÄISCHE UNION auch die eigene Fehler !!!

  • „Wir spüren, es geht nicht nur um Technologie. Es geht um einen sozialen und kulturellen Umbruch.
    Es geht um Existentielles. Vielleicht auch um Sinn.
    Doch wie (…) Finden wir überhaupt noch Zeit zum Denken im Handeln?“

    Die müssen wir uns ganz einfach nehmen. Eben weil es um Existentielles geht.

    Zum Stichwort „Technologie“: Hier muss immer die Frage Priorität haben, ob sie wirklich im Dienst der gesamten Gesellschaft (also a l l e r Menschen) steht, und wie zuverlässig verhindert werden kann, dass Einzelne sie für ihre Zwecke missbrauchen können. Interessanter Beitrag hierzu: http://www.daserste.de/information/politik-weltgeschehen/weltspiegel/videos/china-zukunft-heisst-totalueberwachung-106.html

    Mindestens genauso aufschlussreich m.E. der Beitrag zu den Stichwörtern „Existentielles“ und „Sinn“: http://www.daserste.de/information/politik-weltgeschehen/weltspiegel/videos/kiew-ein-engel-und-seine-kinder-video-100.html

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