Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke
Zum The Shift! Special von Handelsblatt Online

Emotionale Ansteckung Was Chefs von Katzenvideos lernen können

Seite 3 von 4:
Führungskräfte sollten sich „in Stimmung bringen“
Anschreien ist nie eine gute Methode der Kritik. Chefs sollten immer im Hinterkopf behalten, was ihre Stimmung in der Belegschaft anrichtet. Verständnis und ruhige Entscheidungsfindung sind allemal besser als krakeelen und Tyrannei. Quelle: Getty Images
Ein No-Go

Anschreien ist nie eine gute Methode der Kritik. Chefs sollten immer im Hinterkopf behalten, was ihre Stimmung in der Belegschaft anrichtet. Verständnis und ruhige Entscheidungsfindung sind allemal besser als krakeelen und Tyrannei.

(Foto: Getty Images)

Kommen wir zu den Katzenvideos* aus dem Titel dieses Beitrags. Natürlich möchte ich niemandem zumuten, sich Kurzfilme possierlicher Stubentiger anzuschauen, wenn man diese nicht ausstehen kann (was ich als „Papa“ eines Britisch-Kurzhaar-Geschwisterpaares allerdings kaum nachvollziehen kann). Vielmehr geht es um einen Akt der Selbstführung, konkret: den Prozess, den Psychologen aktives Emotionsmanagement nennen.

Die vorherigen Abschnitte verdeutlichen, dass es zu den Pflichten einer Führungspersönlichkeit gehört, das emotionale Klima der Mitarbeiter zielführend zu beeinflussen. Dieses wiederum fängt mit der Beeinflussung der eigenen Emotionen an. Denn: Es ist nachweislich nicht egal, in welcher emotionalen Verfassung Menschen an eine Aufgabe herangehen – gute Laune macht nämlich das Denken weit.

Barbara Fredrickson von der University of North Carolina hat sich um die Jahrtausendwende einer Frage angenommen, die Psychologen früherer Generationen offenbar zu profan erschien: Wozu sind positive Emotionen gut? Wozu ist es gut, sich gut zu fühlen? Jeder von uns weiß, dass es sich gut anfühlt, glücklich, gelöst oder zufrieden zu sein. Das allein ist aber noch kein evolutionärer Nutzen. Dem Leben ist es recht gleichgültig, wie wir uns fühlen. Die entscheidende Frage lautet: Inwiefern ist es adaptiv, positive Gefühle zu empfinden?

Fredricksons Antwort formulierte sie in der „Broaden-and-Build-Theory-of-Positive-Emotions“: Positive Gefühle erweitern nachweislich unseren mentalen und verhaltensbezogenen Möglichkeitsraum. Während Gefühle im negativen Spektrum, beispielsweise Angst und Trauer, einen zurückziehenden, schützenden Charakter haben, dienen positive Gefühle der Ermutigung zum Spiel, der Exploration und Adaption. Wenn wir kreativ und zukunftsgerichtet agieren wollen (beispielsweise im Kontext von Brainstormings und Strategiemeetings) – wenn wir Neues in die Welt bringen möchten: Dann ist es hochgradig sinnvoll, wenn wir uns rechtzeitig aktiv in eine positive Grundstimmung bringen.

Legen Sie sich ein „positives Portfolio“ an
Seite 1234Alles auf einer Seite anzeigen

Mehr zu: Emotionale Ansteckung - Was Chefs von Katzenvideos lernen können

1 Kommentar zu "Emotionale Ansteckung: Was Chefs von Katzenvideos lernen können"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Früher hat man so etwas Selbstbeherrschung und Vorbildfunktion genannt und brauchte keine umständlichen Erklärungen über Katzenvideos. Wer als Führungskraft so etwas nicht automatisch berücksichtigt, ist keine Führungskraft

Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%