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Führungsstil Wie Sie Potenzialträger gewinnen und halten

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Praxisbeispiel: Der Kämpfer
Wie Chefs ihre Mitarbeiter motivieren können
10. Büromöbel
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Arbeitgeber können ihre Mitarbeiter unter anderem mit Investitionen in moderne Bürowelten begeistern. 25 Prozent der Arbeitnehmer ließen sich durch zeitgemäßes, ergonomisches Design motivieren – vier Prozent mehr als 2014.

9. Pflanzen im Büro
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Pflanzen heben die Stimmung und die Qualität des Raumklimas. 27 Prozent der Befragten können besser arbeiten, wenn Blumen im Büro stehen (2014: 26 Prozent).

8. Guter Kaffee
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Wer hätte das gedacht? Für 28 Prozent der Mitarbeiter fördert die Qualität des Kaffees die Motivation am Arbeitsplatz. Guter Kaffee ist damit erstmals in der Top Ten der Arbeitsmotivatoren vertreten (2014: 23 Prozent).

7. Betriebliche Gesundheitsförderung
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Die Sporttherapeutin und Gesundheitstrainerin Dorothee Marietta Dreßler vom TSV Schott leitet in einem Seminarraum der Schott AG in Mainz einen Rücken-Kurs. Vom Arbeitgeber bezahlte Präventionskurse und Beratung durch den Betriebsarzt werden von den Arbeitnehmern ebenfalls geschätzt. 31 Prozent gaben an, dass sie befreiter arbeiten, wenn sie wissen, dass ihr Unternehmen die Gesundheit ihrer Mitarbeiter fördert (2014: 38 Prozent).

6. Ansprechende Raumgestaltung
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Auch die Büroatmosphäre fördert das Engagement. 32 Prozent arbeiten aus eigener Sicht produktiver, wenn die Optik im Büro ansprechend ist (2014: 35 Prozent).

5. Teamarbeit
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33 Prozent haben mehr Spaß im Job, wenn sie in Gruppen arbeiten. „Die Arbeitnehmer schätzen zwar den Kontakt zu ihren Kollegen – doch ständige Meetings und Arbeitsgruppen empfinden zwei Drittel eher lästig als motivierend“, sagt Herwarth Brune, Geschäftsführer der ManpowerGroup Deutschland.

4. Kostenlose Getränke
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Sie kosten nicht viel und haben eine positive Wirkung: Kostenlose Getränke beflügeln jeden dritten Arbeitnehmer (33 Prozent) – ein Prozent mehr als bei der Vorjahresbefragung.

Wie belastend es für die Arbeit eines Teams sein kann, wenn die intrinsische Motivation einzelner Kollegen vom Chef nicht erkannt wird, zeigt folgendes Beispiel: Ralf K. tut sich in Meetings vor allem dadurch hervor, dass er regelmäßig zu spät kommt und grundsätzlich konträre Meinungen vertritt. Er strahlt Misstrauen aus, provoziert mit zynischen Bemerkungen und verweigert mitunter die Mitarbeit.

„K. lebt das Prinzip Contra“, sagt Mühlenhof, „das überträgt er auf sämtliche Lebensbereiche.“ Für das Team ist K.s Verhalten belastend, die Zusammenarbeit schwierig. Und nicht nur das Team ist genervt, K.s Vorgesetztem geht es genauso. Er meidet den Kontakt und versucht, K. mit zeitintensiven, aber wenig anspruchsvollen Aufgaben möglichst lange von sich fern zu halten. Im Konzern wurde K. schon durch mehrere Abteilungen gereicht, auch sein aktueller Vorgesetzter hofft, ihn bald loswerden zu können. „Ein nachvollziehbarer Impuls“, sagt Mühlenhof, „aber kein hilfreicher. Besser wäre es, die Motivation von K. zu verstehen. Was steckt hinter seinem Verhalten?“

Die Wahrheit über unseren inneren Antrieb
Was treibt uns wirklich an?
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„Die uns eigene Motivation ist wie eine innere Maschine, die ein bestimmtes Produkt herstellt“, sagt die Autorin Mira Mühlenhof. Darauf sind wir fixiert und wir tun alles, um möglichst viel davon in unser Leben zu holen – jedoch ohne dass uns dieser Antrieb bewusst wäre. Das Phänomen dahinter ist der „blinde Fleck“. So gehören zu jedem unbewussten Persönlichkeitsmuster ein Selbstbild und daraus resultierend eine Stolperfalle. Für jeden, der dauerhaften Erfolg will, ist es unabdingbar, diese zerstörerische Kraft zu durchschauen und zu verwandeln - für mehr Authentizität und Leichtigkeit!

1. Wahrheit: Streben nach dem Besten
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Perfektion: Sie sehen sofort, was fehlerhaft ist, was korrigiert werden sollte, was noch besser geht. Ihr Anspruch macht Sie zum Reformer, Sie arbeiten stets am 100-prozentigen Ergebnis.

Ihr Selbstbild: Ich mache es richtig.

Die Falle: Ihre hohe innere Messlatte strengt andere an. Sie nörgeln und sind unlocker.

2 . Wahrheit: Helfen als Grundsatz
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Liebe: Ihnen fallen bei jeder Gelegenheit Menschen auf, die Ihre Hilfe benötigen. Sie unterstützen, wo und wann immer es geht. Dabei vernachlässigen Sie sich selbst und es fällt Ihnen schwer, auch mal etwas anzunehmen.

Ihr Selbstbild: Ich helfe und bin liebenswürdig.

Die Falle: Ihr Helfer-Syndrom grenzt an Manipulation. Sie helfen ungefragt. Das nervt.

3. Wahrheit: Ich bin ein Gewinner
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Erfolg: Mit Ihrem Charme erobern Sie die Welt. Mit Ihren vielen Projekten und der leichten Art, sie umzusetzen, gehören Sie zu den Champions.

Ihr Selbstbild: Ich bin erfolgreich.

Die Falle: Sie mogeln sich durchs Leben, täuschen und blenden andere. Und vor allem sich selbst.

4. Wahrheit: Die Perle liegt in der Tiefe
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Individualität: Bloß nicht wie die Anderen sein – das ist Ihr Lebensmotto. Dennoch achten Sie darauf, was andere haben und was Ihnen fehlt. Das schürt Ihre Melancholie und Ihre Selbstzweifel.

Ihr Selbstbild: Ich bin besonders.

Die Falle: Ihr Leben ist ein immerwährendes Drama. Insbesondere für die anderen.

5. Wahrheit: Professionalität reicht aus
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Wissen: Ihnen entgeht nichts, Sie sind bereits Fachmann auf Ihrem Gebiet. Dennoch forschen Sie unermüdlich nach neuen Erkenntnissen. Ihr Denkapparat arbeitet unermüdlich.

Ihr Selbstbild: Ich blicke durch.

Die Falle: Sie haben Angst vor Gefühlen. Wo bleibt das Zwischenmenschliche, das Herz?

6. Wahrheit: Zu viel Neues muss nicht sein
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Sicherheit: Sie mögen Strukturen, Pläne und Strategien. Sie haben die Dinge gern in Ordnung, sind verlässlich und treu. My home is my castle.

Ihr Selbstbild: Ich tue meine Pflicht.

Die Falle: Sie können keine Entscheidungen treffen – aus der Befürchtung, es könnte die falsche sein. Sie sind ein kleiner Angsthase.

Bei K. sei es das Kampf-Motiv, so die Autorin des Buchs „Chefsache Intrinsische Motivation“. Das Bedürfnis, das dieser intrinsischen Motivation zugrunde liege, sei der Wunsch nach Aufmerksamkeit. „Hier kommt man weiter, wenn K.s Bedürfnis befriedigt und die negative Aufmerksamkeit, die K. durch sein Verhalten bislang für sich generierte, in eine positive umwandelt.“ Wie geht das? „K. braucht eine anspruchsvolle Aufgabe, die ihm eine Spielfläche für sein Kampfbedürfnis bietet. Etwas, wo er sich wirklich hineinknien, aber hinterher eben auch die volle Aufmerksamkeit fürs Ergebnis genießen kann.“

Von Führungskräften erfordere dieser empathische Führungsstil auch den Sprung über den eigenen Schatten und das Handeln entgegen ihrer Impulse. Aber gute Führung heiße eben „Was brauchst du?“ und nicht länger „Das biete ich.“ Im Ergebnis bringe dieser Stil zufriedenere und produktivere Mitarbeiter hervor. Und damit ließen sich nicht nur Verluste von 105 Milliarden Euro verringern, sondern auch eine langfristige Bindung der Potentialträger an das Unternehmen garantieren. Der radikal empathische Führungsstil ermöglicht Führungskräften, den „War of Talents“ zu gewinnen.

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1 Kommentar zu "Führungsstil: Wie Sie Potenzialträger gewinnen und halten"

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  • Eine Leistungsgesellschaft mit negativen Realzinsen ist keine Leistungsgesellschaft sondern ein Spiel für Idioten.

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